IGI SWITCH


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CRASH BANDICOOT N.SANE TRILOGY

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 18 Sekunden

CRASH BANDICOOT N.SANE TRILOGY

Review

1996 dominierten zwei Jump and Run Games die Fachzeitschriften. Super Mario 64 und Crash Bandicoot buhlten dabei um die Gunst der Spieler und stellten mein junges Ich vor die Entscheidung, Playstation oder Nintendo 64. Ich entschied mich für das Nintendo 64 und Mario und war zwar mit meiner Entscheidung zufrieden, schielte mit einem Auge jedoch immer wieder neidisch ins Playstation Lager.

Zwar konnte ich die Beutelratte mehrmals bei Freunden anspielen, aber so richtig Zeit fand ich nie für das Spiel. Über die Jahre hatte ich immer wieder Lust mich mit der Serie zu beschäftigen, irgendwie kam mir am Ende aber immer etwas anderes dazwischen.

Als Activision dann ein Remaster der ersten 3 Beutelratten Spiele ankündigte, sah ich meine Chance gekommen aber wieder kam mir etwas dazwischen. Dieses Mal war es die Nintendo Switch.Ich hatte zwar derbe Bock auf Crash, wollte ihn aber unbedingt auf der Switch durch die röhrigen Levels scheuchen.

Tatsächlich wurden die Gerüchte über eine Portierung recht schnell ziemlich laut und irgendwann wurde es dann auch angekündigt.Jetzt habe ich das Spiel eine gute Woche auf Herz und Nieren getestet und habe endlich eine Meinung zu einer der ganz großen Jump and Run Serien.

Crash Bandicoot verfolgt einen völlig anderen Ansatz wie sein damaliger Konkurrent auf Nintendos Nebelwerfer. Während sich der pummelige Klempner völlig frei durch große Levels bewegt hat, orientierte sich Naughty Dog eher an klassischen Jump and Runs. Crash spielt sich komplett linear. Die Perspektive wechselt immer wieder. Mal lauft ihr praktisch in den Screen hinein und ein anderes mal aus ihm heraus. Andere Abschnitte spielt ihr klassisch von der Seite und steuert den haarigen Zwuggel von links nach rechts. Dabei habt ihr keinerlei Einfluss auf die Kamera.

Durch die Linearität konnte Crash optisch damals alles aus Sonys Hardware herausholen und auch heute sieht Crash verboten gut aus. Klar optisch musste die Beutelratte ein wenig Fell auf der Switch lassen ( und das ist durchaus wörtlich zu nehmen), aber auch auf Nintendos Hybriden sieht das Ganze immer noch toll aus. Geschmeidig bewegt sich Crash durch wunderschöne Levels, gespickt mit optischen Highlights.

Bislang gehört Crash definitiv zu den optisch hübschesten Switch Spielen. Gerade wenn ihr das Teil in der Bahn zockt, werdet ihr immer wieder ins Staunen darüber geraten wie gut die Portierung am Ende gelungen ist.

Der Soundrack hingegen hat mich ziemlich enttäuscht. Meist dümpelt das ganze so vor sich hin und kein Song blieb mir auch nur annähernd im Kopf. Da lieferten andere Ikonen des Genres definitiv besser ab. Wer pfeift nicht heute noch die Melodie der Green Hill Zone oder das Giana Sisters Theme?

Kommen wir aber zum größten Schwachpunkt der Trilogie. Die Steuerung fühlt sich einfach nicht richtig an. Ich musste wirklich checken ob das ein Switch Problem ist, habe aber herausgefunden dass sich die Steuerung wohl schon immer so anfühlte. Ich habe das Gefühl das größte Problem hierbei ist die Kollisionsabfrage von Crash selbst. Er rutscht manchmal von Plattformen auf denen man sicher gelandet ist und schafft es selbst beim Geradeauslaufen auf sehr schmalen Plattformen so vom Kurs abzukommen, dass man tatsächlich herunterfällt obwohl man schnurgerade gegangen ist. Auch bei Kollisionen mit Gegnern erwischt es einen Teilweise obwohl man den Gegner nicht berührt hat. Es wirkt fast so als wäre Crashs Hitbox eine Elipse.

Trotz diesem teilweise sehr nervigen Element, konnte ich das Spiel nur schwerlich aus der Hand legen. Das liegt zum einem am grandiosen Leveldesign das selbst den abgebrühtesten Profis den Schweiß auf die Stirn treiben sollte und zum anderen an der Abwechslung die in den Spielen schlummert. Je weiter ihr in die Trilogie vordringt, desto mehr Fahrzeuge, reitbare Tiere und verrückte Einfälle stecken im Spiel.

Der wirklich deftige Schwierigkeitsgrad ist übrigens dank der grandios kurzen Ladezeiten nur halb so schlimm. Sekunden nach dem eure Leben aufgebraucht sind, steht ihr schon wieder im Level. Das macht das Spiel gerade auch Unterwegs zu einem grandiosen Spaß, da ihr schnell mal einen oder zwei Level in ein paar Minuten beenden könnt ohne dabei ewig auf den Ladescreen zu Glotzen.

Am Ende bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass die Trilogie Pflichtprogramm für jeden Genre Fan ist. Klar die Kollisionsabfrage wird euch zusammen mit dem Schwierigkeitsgrad das ein oder andere Haar kosten, aber zum derzeitigen Preis von 37 Euronen ist einfach zu viel Spaß in diesem Gesamtpaket um es liegen zu lassen.

BADA-BAAAAH....euer David Maihöfer aka DADA



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