IGI SWITCH


Copyright: Nintendo und Team 17

Planet Alpha - Review -

  • By DekuManX
  • Veröffentlicht: 11.09.2018 22:46:01
  • 0 Kommentare

  • Zuletzt bearbeitet am: 12.09.2018 00:11:02 von DekuManX
Lesezeit etwa: 5 Minuten, 7 Sekunden


Wo bin ich? Wer bin ich? Was ist passiert? Das sind die ersten Fragen die ich mir stelle, während ich mich angeschlagen durch eine mysteriöse Landschaft schleife. Huch, ein riesiges Wal-ähnliches Wesen fliegt über mich hinweg, sehr seltsam. Ich zerre meinen müden Körper weiter, bis ich vor einer Höhle mit der Form eines menschlichen Kopfes zusammen klappe. Als ich wieder zu mir komme, befinde ich mich in einer Art Altar-Raum und mir geht es auf einmal wieder hervorragend. Ich kann wieder springen vor Energie, als ich mich umsehe, entdecke ich einen kleinen Spalt, durch den ich in geduckter Haltung kriechen kann. Auf einmal entfaltet sich ein ganz neues Panorama vor meinen Augen, voller Farben exotischen Pflanzen und noch mehr abstrakte Tier-Wesen.

Bei meiner Erkundung dieser Welt stoße ich auf so manche Hindernisse. Aber es scheint immer einen Weg zu geben. Zum Beispiel in Form von Ranken, die ich empor klettern kann. Aber auch Felsen, die leichter sind als sie aussehen und sich verschieben lassen damit Vorsprünge entstehen. Während ich voran schreite gelange ich an eine Wand mit eigenartigen Runen an der ich nicht vorbei komme. Als ich jedoch auf den Boden blickte, entdeckte ich ähnliche Runen durch die sich anscheinend die Zeit vor- und zurückspulen lässt. Bei dem Versuch sie vorzuspulen senkt sich das Hindernis, was geht hier nur vor sich. Hin und wieder passiert es mir auch, das ich einen Abgrund hinab rutsche und mir nur knapp der Absprung auf die nächste Plattform gelingt.

Auf meiner Reise sehe ich immer wieder menschenähnliche Skulpturen, bin ich vielleicht doch nicht allein hier? Ich erreiche eine weitere Höhle mit einem kleinen Zeit-Rätseln, als ich es löse, erscheint eine Art Hologramm des Planeten mit einer Wegmarkierung. Doch plötzlich bebt er Boden unter mir und es tauchen eigenartige Roboter-Gestalten auf die sogar das Feuer auf mich eröffnen, ich fliehe nach draußen. Hier wimmelt es mittlerweile nur so von diesen Robotern und es landen immer mehr ihrer Schiffe, verdammt ich muss hier weg. Ich beschließe mich im hohen Gras an ihnen vorbei zu schleichen, was mal mehr mal weniger gut funktioniert, aber zu guter Letzt bin ich ihnen doch noch entkommen.

Es sind ein paar Stunden vergangen und ich habe mittlerweile die Fähigkeit erhalten die Zeit frei zu manipulieren, ohne auf irgendwelchen Runen stehen zu müssen. Dadurch kann ich die Flora und Fauna hier besser zu meinem Vorteil nutzen. Nachts wachsen Gräser höher, wodurch ich mich besser verstecken kann und Tags über wachsen riesige Pilze aus Wänden, die man als Plattform benutzen kann um voran zu kommen. Ein magischer Aufzug bringt mich meilenweit hoch über die Wolken und eigenartige Portale teleportieren mich in noch seltsamere Dimensionen mit veränderter Schwerkraft. Doch das sollte noch nicht alles sein, was ich auf meiner Reise erleben sollte...

Fazit: Ich hoffe euch haben meine Memoiren durch "Planet Alpha" gefallen. Noch ein paar Worte zur technischen Seite. Prinzipiell sieht "Planet Alpha" wunderschön aus, mit seinen fantasievollen Landschaften und Wesen. Aber leider wirkt das Ganze auf der Switch nicht immer so schön, wie die Entwickler das gern gehabt hätten. Die Optik ist meist sehr grob und verschwommen, vor allem im Handheld-Mode, ganz zu schweigen von der Bildrate, die oft in die Knie geht. Euer Protagonist neigt außerdem zum ghosting, das heißt er flimmert manchmal und zieht Schatten hinter sich her. Was dem optischen Gesamtbild natürlich nicht unbedingt zu Gute kommt. Hoffen wir, dass das mit einem Patch behoben wird. Trotz der Mängel ist das Game durch aus spielbar und macht jede menge Fun. Besonders für Freunde von Games wie "Flachback" und "Heart of Darkness" ist der Ausflug auf dem fremden Planeten einen Blick wert.

Hierbei handelt es sich übrigens um das 100ste Spiel das Traditions-Entwickler "Team 17" herausbringt, Glückwunsch Jungs. Falls ihr Lust bekommen habt, so könnt ihr "Planet Alpha" im Switch EShop für 16,99 € erstehen. Viel Spaß beim Entdecken und Puzzeln.

Euer Space Cowboy Diego Battaglia aka Deku Man X


Kollege Dada hat sich auch auf den fremden Planeten gewagt und ist nur schweren Herzens wieder zurück auf die Erde gekommen, hier seine Impressionen:

Ich war sofort verleibt in „Planet Alpha“. Schon die ersten Trailer hatten mich sehr fasziniert aber als ich das Spiel selber spielen konnte, war es innerhalb kurzer Zeit um mich geschehen. Ich konnte die Switch trotz einiger technischer Probleme kaum noch aus der Hand legen.

Die technische Seite ist tatsächlich mein größtes Problem. Die Auflösung ist selbst am TV erschreckend niedrig und im Handheld Modus wird das ganze noch schlimmer. Ähnlich wie bei "Xenoblade 2" wird der Pixelbrei dann auch noch künstlich nachgeschärft, was zu einem sehr matschigem Bild mit fiesem ghosting sorgt.

Es gibt Momente, da habt ihr so große Pixel auf dem Schirm das ihr euch ins 32-Bit Zeitalter zurückversetzt fühlt.

Schlimmer aber ist der Kontrast Verlust. Was auf dem TV weniger störend ist, wird auf dem Bildschirm der Switch zum Desaster. Es gab einen Abschnitt in einer Art Fabrik die aufgrund dieser Problematik eigentlich kaum noch spielbar war. Wie das durch die Qualitätssicherung gekommen ist bleibt ein Rätsel.

Auch die Framerate ist problematisch. Zwar bleibt das Spiel immer spielbar aber schön ist das ständige gezuckel nicht wirklich.

Doch warum hab ich mich trotzdem in das Spiel verleibt?
Es ist dem Artstyle und dem verflucht guten Gameplay zu verdanken, dass ich trotz der Probleme nicht mehr aufhören konnte und das Spiel am liebsten in einem Rutsch (durchaus möglich) durchgespielt hätte (verdammte „echte“ Arbeit)!

Was hier auf dem Bildschirm für ein Feuerwerk abgebrannt wird ist unglaublich schön. Ein Low-Poly Look mischt sich hier mit grandioser Lichtstimmung und wahnsinnig detailverliebten Hintergründen. Die Welt wirkt unglaublich fremd und atmosphärisch ist das Spiel eine Wucht.

Das Gameplay wirkt zunächst eher simpel, wird aber nach und nach immer komplexer und fordert ab der Mitte auch ganz schön euer Hirnschmalz. Das Ganze ist in ein geniales Leveldesign eingebettet, welches euch gekonnt herausfordert aber auch so unterstützt, dass euch die Rätsel zwar fördern aber nie unfair schwer werden. Wer auf seine Umwelt achtet, wird immer eine Lösung finden egal wie unmöglich eine bestimmte Passage zunächst scheint.

Ich fühlte mich oft an meine Jugend erinnert in der ich Stunden mit „Another World“, „Flashback“ oder auch „Heart of Darkness“ zugebracht habe. Und alle Fans dieser Klassiker empfehle ich sich unbedingt ein Ticket nach „Planet Alpha“ zu ziehen. Aber nehmt als Transportmittel vielleicht doch lieber PS4 oder XBoxOne.

Wer nur eine Switch besitzt, der bekommt zwar immer noch ein herausragend gutes Spiel muss aber mit technischen Schwierigkeiten Leben. Ich persönlich werde „Planet Alpha“ sicher nicht das letzte mal gespielt haben und hätte gerne eine Version auf Cartridge die ich mir neben meine "3DO" Fassung von „Another World“ stellen würde.

Total in love….euer David Maihöfer aka DADA




Lade Informationen...
Informationen zum Spiel
Keine Spieleinformationen

Zufälliger Artikel:

Warframe

0 Kommentar(e) auf "Planet Alpha - Review -"




Lasse einen Kommentar da

Dein Name
Deine Email
Dein Kommentar