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Shaq Fu: A Legend Reborn

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 43 Sekunden

SHAQ FU: A LEGEND REBORN

REVIEW

1994 erschien ein heute nahezu legendäres Spiel, mit dem damals gigantischen (groß ist er auch) NBA Star Shaquille O´Neal in der Hauptrolle.

Shaq Fu“ war ein Beat’em up von Delphine Software, das von Presse und Spielern regelrecht in der Luft zerrissen wurde. Spätestens im Internetzeitalter wurde das Spiel dann zu einer Legende. Unzählige YouTube Videos, in denen das Spiel immer wieder als eines der schlechtesten Spiele aller Zeiten bezeichnet wird und Petitionen im Netz die dazu aufrufen alle Kopien des Spieles zu verbrennen, sprechen Bände.

Ich persönlich halte das alles für Quatsch. Klar Shaq Fu ist kein gutes Spiel aber ähnlich wie bei E.T. für den Atari 2600 ist der negativ Hype völlig überzogen. Es gibt sicherlich schlechtere Spiele als Shaq Fu, aber den „legendären“ Status wird die Drescherei nicht mehr los.

Im März 2014 tauchte auf Indiegogo eine Crowdfunding Kampagne für ein Sequel auf. Shaq Fu A Legend Reborn sollte die Rückkehr des legendären Spiels einleiten und erreichte tatsächlich sein Ziel. 473,884 Dollar war den „Fans“ die Rückkehr der Legende wert, obwohl das Spiel seine Ausrichtung komplett geändert hatte. Aus dem VS Prügler wurde nämlich ein Spiel im Stil von Streets of Rage oder Final Fight.

2018 ist es nun soweit und das Spiel hat auch den Weg auf Nintendos kleinen Hybriden gefunden.

Viele der Crowfunding Versprechen (wie der Zweispielermodus) wurden gebrochen. Ob das Spiel trotzdem etwas taugt lest ihr nun hier.

Shaq Fu ist wie erwähnt ein klassischer Brawler geworden. Ihr steuert den 2,16 m großen Shaq von rechts nach links und haut euren Gegnern die Fressleisten krumm. Dabei schafft es das Spiel die imposante Größe seines titelgebenden Stars optisch nicht im Geringsten rüberzubringen. Die Kamera ist sehr weit herausgezoomt und lässt das Spiel sehr kleinteilig wirken. Das kommt zwar der Übersicht zur gute und kaschiert die mauen Texturen und Gegnermodelle, sieht aber einfach nicht sonderlich schön aus. Bei besonders schön ausgeführten Combos zoomt die Kamera deutlich näher ans Geschehen und bringt ein wenig Dynamik in das ansonsten optisch etwas dröge Spiel.

Die Steuerung ist ungewöhnlich komplex für ein Spiel dieses Genres und braucht tatsächlich alle Knöpfe es Pads sowie den zweiten Analogstick.

Zum Glück führt euch das Spiel Anfangs gut in die Mechaniken ein und garniert das ganze mit einer Menge Humor.

Dieser ist einer der ganz großen Stärken des Spiels. Selten habe ich in einem Videospiel so viel Lachen müssen. Die Dialoge sind zwar sehr platt, aber teilweise auch wirklich lustig. Fans von Shaq werden zudem eine Menge Anspielungen auf dessen Leben erhaschen. Auch in den schön gezeichneten Zwischensequenzen, die meist einen neuen Endgegner einführen, wird mit krudem Humor nicht gespart und ich war wirklich überrascht wie deftig es da manchmal zur Sache ging.

Die Endgegner brauchen alle eine besondere Taktik, sind aber wie das ganze Spiel nicht wirklich anspruchsvoll. Einmal das Angriffsmuster verstanden habt ihr selten Probleme, außer die etwas fummelige Kollisionsabfrage lässt euren Schlag ins Leere gehen. Auch das Trefferfeedback könnte kerniger ausfallen, was sich besonders bei Standartgegnern mit längerer Lebensdauer bemerkbar macht. Diese kommen übrigens in jedem Level mit den gleichen Angriffsmustern daher glänzen aber in jedem Level zumindest mit einem neuen Look.

Die Musik dümpelt meist vor sich hin. Zumindest stört sie nicht und glänzt ab und an sogar mit Rap-Einlagen von Shaquille O’Neal selbst.

Die Soundeffekte untermalen das Geschehen adäquat und werden durch gute und motivierte Sprecher ergänzt. Shaq spricht sich natürlich selbst und macht das ungewöhnlich gut. Gerade seinen Dialoge und Oneliner glänzen durch Wortwitz und gutes komödiantisches Timing.

Am Ende hatte ich Spaß mit dem recht kurzen Spiel. Nach drei Stunden dürftet ihr alles gesehen haben und leider gibt es nicht wirklich Gründe das Spiel nochmals einzulegen. Hier wären zumindest freispielbare Kostüme eine feine Sache gewesen.

Sicherlich kann SHAQ FU A LEGEND REBORN nicht mal annähernd mit Genregrößen wie Streets of Rage mithalten, aber trotzdem kann man vor allem aufgrund des Humors durchaus Spaß mit dem Titel haben. Zudem ist eine deutliche Qualitätssteigerung zum Original zu vermerken. Wer weiß vielleicht ist das am Ende angeteaserte Sequel ein wirklich gutes Spiel.

Dem sympathischen Shaq wäre es durchaus zu wünschen.

Während ich am schreiben des Reviews war, gab es zumindest für die Käufer der Retail Fassung eine faustdicke Überraschung.

Ein DLC erschien aus dem Nichts und ohne Vorankündigung.

Doch statt Shaq übernimmt ein Kerl Namens Barack die Hauptrolle des DLC. Und ja Barack ist offensichtlich von Barack Obama inspiriert.

Der Ex Präsident der US and A macht dort weiter wo Shaq aufgehört hat und macht Jagt auf jemanden der Kanye West doch sehr ähnlich sieht.

Enden möchte ich mit einem Zitat von Shaq:

Wenn ich ein Maler wäre, dann würdet ihr mich Shaqcasso nennen.“

Shaqtastischen Spaß wünscht euch euer David Maihöfer aka DADA.



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