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Code Of Princess Ex

  • By KemosabeX
  • Veröffentlicht: 09.08.2018 01:53:17
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  • Zuletzt bearbeitet am: 09.08.2018 02:16:45 von KemosabeX
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 30 Sekunden

Code Of Princess EX


- Review -


Be the Guardian of 50+ Heroes! Haha, ganz schön dreist, liebe Entwickler. Da will man wohl genau den Nerv der mittlerweile leicht grau melierten Saturn-User treffen. Guardian Heroes dürfte neben Radiant Silvergun und dem "Hey-bald-kommt-es-auch-für-euren-Toaster" fast schon penetranten Ikaruga das wohl berühmteste Spiel der Kultschmiede Treasure sein.


Nun steht der spirituelle Nachfolger auch für die Switch in den Startlöchern und darf zeigen, was sich seit dem 3DS-Debüt getan hat.


Nun.....erst mal nicht viel. Das Spiel wurde dezent mit HD-Make Up aufpoliert und sieht dank 60FPS gerade im Handheld-Modus dadurch natürlich schöner aus als auf dem 3DS. Ferner wurden paar neue Texturen gepinselt und eure Charaktere sammeln nun ganz RPG-like Erfahrungspunkte während des Prügelns.


Doch nun noch mal ganz kurz zurück und mal eine allgemeine Info, um was es hier überhaupt geht. Das Spiel ist ein Brawler im Fantasy-Setting und wer jetzt an Segas Golden Axe-Serie denkt, ist zumindest auf dem richtigen Weg. Wenn Ihr Euch jetzt anstatt den Robert E. Howard und Frank Frazetta-Barbaren die obligatorisch androgynen Anime-Schnullies samt typisch japanischen überzogenen und vor allem abgedrehten Charaktere vorstellt, seid ihr dann auf Guardians Of Heroes eingenordet und somit auch letztendlich bei Code Of Princess EX.


Endlose Sexismus-Debatten sind wie weggefegt, wenn Ihr mit Prinzessin Solange Blanchefleur De Lux in ein leicht verwirrendes Abenteuer startet. Eure Heldin liegt optisch irgendwo zwischen Leia Organa-Sklavenoutfit und der schmutzigen Fantasie eines 55jährigen japanischen Büroangestellten. Ist es ein Minirock oder ein breiter Gürtel? Wir wissen es nicht und wollen es auch nicht wissen, denn die kleine Prinzessin lenkt mit 3 Argumenten von ihrem hoheitlichen Bikinischlampen-Look ab: Argument 1 und 2 dürfte selbst die Chef-Busen-Fetischisten bei Team Ninja anerkennend den Sake heben lassen. Argument 3 ist ein scheiss großes Schwert, wie es nun halt mal jeder Anime-und Manga-Held, der was auf sich hält (hihi) gerne lässig über die Schulter stemmt.


Da der gigantische Brotschneider von Lady Fetisch geschwungen wird, kommt das verzauberte Schwert dann auch im eleganteren Design und mit bissl Glitzersteinschen daher-kein Vergleich also zum Eisenbrett von Guts aus Berserk.


Da hinter Code Of Princess EX tatsächlich ehemalige Programmierer von Guardian Heroes stehen, bemerkt man beim Spielen natürlich diese Verwandschaft.


Egal ob haufenweise freispielbare Charaktere, der Wechel der Ebenen oder die dann doch recht umfangreiche Geschichte- man merkt die Nähe zum Original.


Somit haben wir auch gleich mehrere offensichtliche Zielgruppen: Alte Sega-Heulsusen (wie der Verfasser dieser Zeilen), die einfach nie drüber hinwegkommen, dass Sega nie mehr Shinobi oder ähnliche Kultmarken wiederbelebt, sondern nun Fußballmanager-Spiele für Mausschubser sowie den xten miesen Sonic-Nachfolfer verbricht. Dann wären natürlich die Arcade-Fans, die einem ebenso spaßigen wie zugänglichen Brawler nie abgeneigt sind sowie die Manga-und Anime-Fans, die untenrum klebrig werden, sobald leichtbekleidete Manga-Miezen mit Riesenschwertern hantieren und mit Piepsstimmchen ihre Stimmung zum Besten geben.


Aaaaaah, da war doch noch was. Die Synchro. Darüber sollten wir nochmals reden. Prinzipiell spreche ich eine wirklich ernstgemeinte Empfehlung für Code Of Princess EX aus. Gerade Fans von Segas Saturn Klassiker bekommen hier etwas, was einer Fortsetzung am nächsten kommt. Dazu gibt es gerade wenn Ihr Euch das Spiel als US-Retail holt, die Nicalis-typische Aufwertung in Form von farbigem Booklet und Soundtrack Mini-CD.


Dennoch muss ich euch warnen: Wer immer es auch veranlasst hat, das Spiel nur in der japanischen Synchro (natürlich mit englischen Untertiteln) anzubieten, der sollte zur Strafe im Prinzessin Blanchefleur De Lux-Cosplay morgens in der Tokioter U-Bahn mitfahren müssen. Ok, vielleicht liegt es auch an meinem Alter aber schon nach gefühlten 2 Minuten auf dem Schlachtfeld mit der Prinzessin, spürte ich den unweigerlichen Drang, im Optionsmenü die Stimmen auf Null zu fahren. Die Prinzessin fiept und keift bei jedem Schlag und wenn da nicht die wirklich tollen geschmeidigen 2D-Animationen wären, würde man am liebsten gar nicht die Schlag-Buttons drücken, nur damit sie einfach die Fresse hält.


Schlimm. Wirklich ganz arg schlimm. Natürlich wie so oft Wahrnehmungs- und Geschmacksache. Was einen User Anfang der 40er kopfschüttelnd das Modul entfernen lässt, bringt vielleicht leicht pummelige Manga-Fans in Maiden-Outfits an den Rand der Extase .


Sei’s drum. Vielleicht Patchen die Entwickler nach genügend Morddroh....ääähm Überlegungen dann die englische Synchro vom 3DS nach.


Nichtsdestotrotz bekommt Ihr einen spaßigen 2D Arcade-Brawler mit viel Umfang und guter Spielbarkeit. Extras wie Multiplayer (on- und offline) sowie verschiedene Spielmodi wie Freeplay-Modus runden das Spiel gelungen ab.


Sammler schauen sich für einen wirklich überschaubaren Preis nach der tollen Retail-Fassung. Dem Rest empfehle ich, beim nächsten Sale zuzuschlagen und der süßen Anime-Hoheit mit der nervigen Stimme eine Chance zu geben.


Bildquelle: Nintendo Deutschland

                    Nicalis




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