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Monster Hunter Generations

  • By DADA
  • Veröffentlicht: 02.09.2018 11:38:39
  • 0 Kommentare

  • Zuletzt bearbeitet am: 02.09.2018 11:39:59 von DADA
Lesezeit etwa: 5 Minuten, 57 Sekunden

Vor ein paar Tagen landete ein Review Code von Capcom zu „Monster Hunter Generations“ in unserem E-Mail Fach und Panik brach aus.Keiner von uns hatte sich bisher wirklich mit der Serie beschäftigt und beim bloßen Gedanken daran sich in dieses Monster einzuarbeiten, schlotterten uns alle die Knochen.Schließlich meldete ich mich freiwillig weil ich dachte es könnte interessant sein „Monster Hunter“ durch die Augen einen Noobs zu sehen.



Konfusion und völlige Überforderung

Monster Hunter“ kümmert sich einen Scheiß um dich. Ihm ist es völlig egal, dass du das Spiel zum ersten Mal spielst. Recht schnell entdeckte ich allerdings ein Tutorial und nachdem ich endlich begriffen hatte wie man in den umständlichen Menüs navigiert, begann meine Ausbildung zum Monster Jäger.

Die Tutorials sollten Neulinge (und Noobs wie ich) unbedingt spielen, auch wenn sie unglaublich lang und umfangreich sind. Ich habe alleine 3 Stunden nur mit ihnen verbracht und fühlte mich danach zwar wesentlich sicherer in der Welt von „Monster Hunter“, lernte aber recht schnell dass ich eigentlich gar nichts wusste.

Zwar zeigen sie einem die Basics, die wahre Tiefe bleibt einem aber verborgen wenn man sich nicht in die Untiefen des Internets wagt und sich einfach einliest.

Das ist mit Sicherheit nicht Jedermanns Sache, aber ich empfehle zumindest einige Guides zu lesen um wirklich zu verstehen was man da eigentlich macht. Klar kann man sich das alles selbst erarbeiten, das dauert jedoch lange und die Wenigsten werden da wirklich dranbleiben. Das Pacing der ersten Missionen macht es einem wirklich nicht einfach am Ball zu bleiben und ich ertappte mich mehr als einmal dabei, dass ich lieber meine Zehennägel schneiden wollte.



Pflücke dies, Pflücke das

Die ersten Missionen sind nicht wirklich spannend. Anstatt dich auf die schön designten Monster loszulassen, gilt es erst mal Kräuter zu sammeln, Tränke zu brauen, Mineralien abzubauen oder zu Angeln.

Das ist zwar nicht spannend, aber ist tatsächlich wichtig. Denn neben dem Jagen der besagten Monster ist das Sammeln von allerlei Zeugs einer der Kernelemente von Monster Hunter.

Dieses Zeug braucht ihr nämlich zum Zusammenbasteln neuer Sachen. Aus Knochen und Mineralien lassen sich zum Beispiel Waffen und Rüstungen herstellen. Und aus Kräutern und Pilzen allerlei Tränke oder Gifte.



Das war anders geplant

Werdet ihr nun das erste Mal auf ein Monster losgelassen, merkt ihr schnell, dass „Monster Hunter Generations“ nicht nur in komplex ist, sondern auch noch äußerst sperrig.

Die Steuerung wirkt überfrachtet und unpräzise und in euren ersten Kämpfen werdet ihr deswegen öfter von den fiesen Viechern in den Arsch gebissen.

Noch schlimmer wird es wenn ihr versucht während dem Kampf ein Item zu benutzen. Ihr werdet fluchen, ihr werdet schimpfen und ihr werdet es tatsächlich irgendwann verstehen.



So langsam verstehe ich

Es dauerte zwei Tage bis ich wirklich verstanden habe wie ich das Spiel zu spielen habe und ich muss ehrlich sagen das diese zwei ersten Tage wirklich wenig mit Spaß zu tun hatten. Ich kämpfte regelrecht mit dem Spiel und der Steuerung und war kurz davor die Reißleine zu ziehen und mein Review einfach bei IGN abzuschreiben…..ähm mich inspirieren zu lassen.

Doch plötzlich ohne es zu merken, hatte mich das Spiel gepackt. Ich experimentierte mit Waffenklassen, habe mir hilfreiche Kätzchen (Gott sind die drollig und wenn man ihnen so nen Schädel als Helm aufsetzt…..sooooooo süß) besorgt, die mich im Kampf und beim Looten unterstützen. Ich verstand, dass ich nicht einfach auf die Gegner eindreschen kann, sondern überlegt und taktisch an die Kämpfe herangehen muss und langsam, ganz langsam beherrschte ich auch das Spiel und nicht mehr das Spiel mich.

Ich empfehle, dass ihr euch mit den verschiedenen Waffen auseinandersetzt. Als ich für mich die Schusswaffen entdeckte, eröffnete sich eine ganz neue Welt für mich.



Versagen

Einen großen Teil meiner ersten Zeit mit Monster Hunter verbrachte ich mit Versagen. Ständig zerlegten mich neue garstige Viecher in meine Einzelteile. Doch irgendwie macht das genau den Reiz am Spiel aus. Man will das nächste fette Monster einfach erledigen und möchte sich stetig verbessern. Das geht einerseits durch das Herstellen und verbessern seiner Waffen und Rüstungen, aber auch durch das Kennenlernen und Lesen der gegnerischen Angriffe.

Wenn ihr dann endlich eines dieser verflixten Drecksviecher in seine Schranken verwiesen habt, ist das ein unglaublich tolles Gefühl. Und ein großer Teil dieses Gefühls kann nur entstehen, weil der Weg dorthin so verdammt steinig und hart war.



Abhängig

Wenn es dann tatsächlich Klick gemacht hat, werdet ihr ganz schnell in die Welt von Monster Hunter gesaugt. Denn mit jedem Trip in die Jagdgebiete werdet ihr besser, stärker und schlauer. Stück für Stück erschließt sich dass Spiel für euch und ihr werdet mehr wollen, viel mehr. Manchmal ertappte ich mich dabei wie ich während meiner „normalen“ Arbeit bei Gesprächen mit Kollegen mein Hirn auf Durchzug schaltete und sich eine einfach klammheimlich neue Taktiken ausdachte.



Das erste Mal

Das erste Mal ist oft unheimlich, meist nicht richtig gut und als Kerl ist man meist zu schnell fertig!

Genau so wird es euch ergehen wenn ihr das erste Mal eure Katzenfreunde hinter euch lasst und euch ins Online-Getümmel mit menschlichen Kameraden aus dem Netz wagt.

Die meisten Mitspieler die ihr dort trefft, werden Serienveteranen sein und ihr werdet euch wie ein Klotz am Bein fühlen. Doch auch hier gilt dranbleiben, mitspielen und ganz wichtig kommunizieren.

Das ist natürlich nicht ganz einfach da euch das Spiel die Kommunikation über Voice Chat (vielleicht ist es aber auch ein Segen, denn so umgeht ihr Nintendos gruselige App) verwehrt. Aber es gibt zumindest einen Chat.

Ähnlich wie in der Solokampagne, braucht es hier eine Weile bis ihr euch heimisch fühlt aber wenn ihr euch genügend mit ihr beschäftigt habt solltet ihr hier den Einstieg deutlich schneller schaffen.

Habt ihr euch ein eingegroovt und die richtigen Kollegen am Start entfaltet sich die ganze Pracht des Spiels. Die Kämpfe werden noch taktischer und spektakulärer und wenn ihr eines der unzähligen Viecher zusammen erlegt ist das Gefühl einfach nur großartig. In solchen Momenten liegt ganz klar die Stärke des Spiels.



Hübsch hässlich

Monster Hunter Generations ist wirklich keine Schönheit. Die 3DS Wurzeln sind klar erkennbar und zeigen sich in kantigen Polygonmodellen und teilweise sehr matschigen Texturen. Die Waffentextur meine Knarre ist einfach ein Brei aus verschmierten Pixeln, der selbst zu GameCube Zeiten eine Frechheit gewesen wäre.

Einige Texturen wiederum wurden offensichtlich angepasst und kommen knackig scharf daher.

Die Auflösung ist im Handheld Modus bei 720p und Docked bei 1080p während die Framerate leider auf 30FPS festgesetzt ist. Da wäre bei der eher mageren Optik sicher mehr drin gewesen.

Die technischen Mängel werden aber durch den schönen Art style gut abgefangen.

Die Monster sehen einfach unglaublich imposant aus und werden euch teilweise vor Ehrfurcht erzittern lassen.

Am Ende ist das was über den Bildschirm flimmert definitiv weit weg von State of the Art aber dennoch irgendwie hübsch.

Etwas gestört hat mich die Einteilung der großen Level in kleine Areale. Wechselt ihr von einem in den anderen, muss das Spiel kurz nachladen. Oft passierte es mir, dass ich im Kampfgetümmel ausversehen den begrenzten Bereich verlassen habe und plötzlich in einem anderen Teil das Levels stand. Das kann schon nervig sein und wirkt einfach sehr veraltet.



Fazit

Monster Hunter Generations“ ist ein Monster. Es ist ein Monster in das man sich einarbeiten muss wenn man damit Spaß haben will. Ist man gewillt das zu tun und sich Zeit mit dem Spiel zu nehmen hat man mit dem Teil unglaublich viel Spaß.

Ich bin jedenfalls ab sofort definitiv ein Fan der Reihe und werde mir sicherlich noch das ein oder andere Spiel ansehen.

Wer es gern zugänglicher will (und hübscher), der greift wohl zu „Monster Hunter World“ auf der Konkurrenz.

Alle anderen dürfen sich gerne ordentlich von Capcoms fiesen Monstern den Arsch versohlen lassen.





Weidmannsheil

Euer David Maihöfer aka DADA






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