IGI SWITCH


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Mario Tennis Aces

  • By DrAgon
  • Veröffentlicht: 03.07.2018 19:26:59
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  • Zuletzt bearbeitet am: 03.07.2018 19:28:06 von DrAgon
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 31 Sekunden

Gelber Filz in Lichtgeschwindigkeit

Es ist das sportliche Ereignis des Jahres. Nein ich rede nicht vom frühen WM-Aus der deutschen Fußballmannschaft und die Sackhüpf-Weltmeisterschaft in Rudolfsheim-Fünfhaus im Nachbarland Österreich ist uns hier auch völlig schnuppe. Es geht um den pummeligen Klempner und seine Vorliebe zum borisbeckerischen Ballspiel mit Schlägern,Bällen, Court und Netz. „Mario Tennis Aces“ ist auf der Switch erschienen und wir haben für euch die Schläger geschwungen.

Wie sollte es anders sein, der Tennis-Spaß wurde vom erfahrenen Studio Camelot programmiert. Mit „Mario Tennis Ultra Smash“ hat sich das japanische Partnerstudio von Nintendo dank schlechtem Balancing und für die Serie untypisch unrundem Gameplay nicht mit Ruhm bekleckert. Der Switch-Ableger soll nun alles besser machen.

Das Gameplay ist ein wahrer Genuss. Mit Schlag, Topspin und Slice befördert ihr die gelbe Filzkugel übers Netz. Je nach Charakterwahl verändert sich die Handhabung auf dem Court. Sechs Kategorien von Spielertypen wollen sich auf Gras, Sand- oder Hartplatz messen; vielseitig, kraftvoll, schnell, präzise, trickreich, defensiv. Was hier nach Stichworten aus einer Bewerbung klingt, beschreibt die einzelnen Arten von Tennisspielern des bunten Sportspiels. Je nach dem, welchen der 16 Charaktere ihr wählt, ergeben sich noch andere Werte in den Profilen die Spielfiguren.

Es wäre kein Mario-Spiel, wenn es hier normal zugehen würde. Durch gut getimte Ballwechsel füllt ihr eine Spezialleiste auf. Die gesammelte Energie donnert ihr euren Gegnern in Form von Ziel- oder Spezialschlägen um die Ohren. Zielschläge erlauben euch mit einem Fadenkreuz, den Ball genau in der gegnerischen Hälfe mit Wucht zu platzieren, während der Spezialschlag ein kraftvoller und charakterspezifischer Superschuss ist und mit Lichtgeschwindigkeit über den Court fegt. Beide Angriffsvarianten können mit der Zeitlupenfunktion geblockt werden. Die kostet ebenfalls die gesammelte Energie eurer Leiste. Dabei rennt ihr in Zeitlupe auf den gegnerischen Angriff zu, um mit gutem Timing den Schlag zu kontern. Seit ihr zu früh oder zu spät, nimmt euer Schläger Schaden. Zu viel Schaden lässt euren Schläger brechen und ihr verliert den Punkt des Ballwechsels an euren Gegenüber.

Optisch erlebt ihr das gewohnt saubere Mario-Screenplay: weiche Animationen, 60 Frames und das bunte Charakterdesing aus Nintendos Schmiede. Im Auswahlbildschirm erwarten euch 4 Spielmodies: Abenteuer-, Turnier-, Mehrspieler- und Realmodus.

Der Story-Mode ist ne kleine Sensation. In fünf Spielwelten erledigt ihr allerhand verrückte Tennisaufgaben, um euren Bruder Luigi von den Fängen eines bösen magischen Tennisschlägers zu befreien, LOL. In den einzelnen Herausforderungen werden eure Tennis-Skills spielend verbessert. Ihr müsst das komplette Arsenal an Schlägen und Tricks nutzen, um hier ans Ende zu gelangen. Dabei fordert euch eine faire Lernkurve euer Bestes zu geben. Ihr sammelt Erfahrungspunkte und verbessert so euren schlägerschwingenden Röhrenprofi. Zudem gibt es verschiedene Schläger zu entdecken. Das Highlight des Abenteuer-Modus sind die Bosskämpfe. Hier erwartet euch eine gekonnte Mischung aus Tennis und Jump‘n Run. Angegriffen wird mit Ball und Schläger, die Defensive gestaltet ihr durch gekonnte Ausweichsprünge - megaspaßig!

Im Turniermodus spielt ihr in einem namensgebenden Turnierbaum um einen Pokal. Besiegt nach und nach eure Widersacher, dann dürft Ihre die Trophäe euer Eigen nennen. Leider gibt es nur drei Cups zu gewinnen. Grade für Solisten ist das ein trauriges Programm, da es bei „Mario Tennis Open“ auf dem 3DS schon acht Cups zu ergattern gibt.

Der Online Turnier-Mode hält euch auch nach dem Solotrip bei Laune. Eure Punkte und Spielergebnisse werden in eine Weltrangliste umgerechnet und ihr dürft dem Planeten zeigen, wer hier die blauen Latzhosen an hat. Das Matchmaking funktioniert super, nur in den Matches selbst stören kleine Mini-Lags das runde Spielerlebnis. Ein Patch seitens Big-N wäre da keine schlechte Idee.

Der Multiplayer-Mode ist genau das, was ihr erwartet. Hier dürft ihr entweder online oder im Couch-Co-Op die Tennisbälleum die Lauschlappen hauen. Letzterer überrascht mit einen Splitscreen-Mode, damit beide Spieler den besten Überblick behalten. Zudem dürft ihr Ziel- und Spezialschläge sowie Schlägerschaden abschalten, um euer Game so zu gestalten, wie ihr das möchtet.

Zu guter Letzt schmettert ihr in klassischer Wii-Manier mit den Joycons eure Filzkugeln übers Netz. Der Realmodus ist ein Revival der guten alten Wii-Tage und der Grundahnung, wie sich ein Tennisarm anfühlen kann. Das funktioniert erstaunlich genau und macht echt Fun. Achtet aber trotz alledem darauf, genug Platz um euch herum zu haben. Sonst droht mehr als nur der Tennisarm.

Kurzum macht der sympathische Mützenträger mit seinem Tennisausflug vieles richtig und das Gameplay ist eine Wucht. Nur im Umfang für Solisten, abseits vom Abenteuer-Modus, wäre für den stolzen Preis von knapp 60€ etwas mehr drin gewesen. Doch für den quietschbunten Tennisabend allein, online oder mit Freunden, ist das Spiel definitiv ein Spaß.

40 Love...euer Tim aka Dr.Agon.

 



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