IGI SWITCH


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Warframe

Lesezeit etwa: 7 Minuten, 17 Sekunden

Cybernatic Overdose!

Das Studio Panic Button hat „Warframe“ für die Switch umgesetzt. Holt euch das Ding! Ende! Dem ist nichts hinzuzufügen. Nein im Ernst, mehr muss man nicht wissen. Ehrlich, ich werde jetzt hier nicht endlos darüber schwadronieren, wie gut das Game ist. Nö, mach ich nicht! ...Was? Ihr wollt es euch nicht gleich holen, na gut, dann werde ich wohl doch ein paar Takte zu Digital Extremes grandiosem Free-To-Play-Epos schreiben.

Das Game „Warframe“ ist nun auch schon über sechs Jahre draußen. Das Free-To-Play-Spiel hat sich seit dem enorm weiter entwickelt und ist kaum noch mit dem zu vergleichen, was es anfangs war. Zu dem Spiel bin ich eher zufällig gelangt. Ein Freund hatte mir ganz nebenbei mitgeteilt, dass es sich bei Warframe um die indirekte Fortsetzung des Spiels „Dark Sektor“, ebenfalls von Digital Extremes, handelt.

Normalerweise interessieren mich Free-To-Play-Konzepte selten bis gar nicht, da die meisten Spiele dieser Art auf hinterhältigen Cash-Grab ausgelegt sind und einem nur das sauer Verdiente aus den Taschen mopsen wollen. Doch die Info meinen Kumpels hat mich neugierig gemacht. So hab ich mir das Ding geholt, und viele, viele Stunden später, dazu noch einiges an Geld, das ich in das Spiel investiert habe, bereue ich keine Sekunde und nicht einen Cent davon.

Das Spiel ist ein Contet-Monster. Ich müsste hier zig Seiten schreiben, um euch klar zu machen, was in diesem Spiel alles geht und machbar ist. Das werde ich euch ersparen und reduziere es auf das Wesentliche.

„Warframe“ ist ein „Game-As-Service-Free-To-Play“-Dienst. Das bedeutet soviel wie, das Spiel entwickelt sich ständig weiter und wächst, darüber hinaus ist es kostenlos als Download im E-Shop erhältlich. Was? Wie? Ein geiles Game und dann kostenlos, da muss ein Haken sein. So hab ich auch gedacht. Doch je länger ich die derbe Sci-Fi-Schatzjagd gespielt habe, ist mir klar geworden, dass dem nicht so ist. Frei nach dem Motto: „alles kann, nix muss“ steht euch komplett frei, ob ihr überhaupt nur einen Cent für das Spiel ausgeben wollt.

Hierbei handelt es sich um einen Third-Person-Shooter, der auf extremes Looten abzielt und mit RPG-Elementen vollgepackt ist bis zum „Gehtnichtmehr“. Ihr dürft hier aber nicht nur ballern, sondern auch mit verschieden Nahkampfwaffen auf Beutezug gehen. Das Arsenal an verschieden Warframes (so heißen eure Cyberkrieger), Waffen, Ausrüstungsgegenständen, Mods und Items ist so umfangreich, dass ihr eine Weile brauchen werdet, um euch einen Überblick zu verschaffen.

Aber keine Sorge, ihr werdet sanft an das Game herangeführt. Anfangs wählt ihr aus einem von drei Warframes aus und das Spiel beginnt. Die Turtorialphase ist über mehrere Missionen angelegt, gliedert sich nahtlos in die Story mit ein und bringt euch dem Spiel Stück für Stück näher. Hier lernt ihr Movements, bekommt eure ersten Waffen und begreift schnell das Lootsystem.

Nach und nach bestückt ihr euer Schiff mit allerlei Gerätschaften, um eurem Tenno das Leben zu erleichtern. Anfangs erbeutet ihr ein Funksystem, dann eine Mod-Station, einen Waffen-Generator und vieles mehr. Ihr ahnt schon worauf das hinaus läuft, richtig? Ähnlich wie bei den Diablo-Spielen wollt ihr durch Looten und Craften eure futuristische Kampfmaschine stetig verbessern. Dazu sammelt ihr in den Missionen Baupläne, Materialien und Geld, um die in die Tat umzusetzen. Hier greift jetzt auch das fairste Free-To-Play-System, dass die Videospielwelt je gesehen hat. Ihr könnt alles freispielen, ohne auch nur ein Fitzelchen Kohle auszugeben. Alle Warframes, Items, Waffen und Co. können im Spiel gefunden und benutzt werden. Es gibt sogar eine Art Jet-Pack, mit dem euer Frame fliegen kann und das Spiel nochmal eine ganz andere Dynamik bekommt. Klar, könnt ihr vieles davon auch kaufen, müsst ihr aber nicht. Hier ist lediglich eure Geduld entscheidend, ob ihr euch die Komponenten für Waffen, Frames etc. mühevoll erspielen wollt oder doch den einfachen Weg wählt und bezahlt. Lediglich bei den Prime-Versionen der Warframes wird es schwierig kein Geld auszugeben, da diese echt heftig Arbeit machen, um sie zu bekommen.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den stylischsten Warframe im ganzen Land.  Außer den Ausrüstungen und Kriegsgeräten, könnt ihr noch allerlei kosmetischen Schi-Schi für eure Weltraumkrieger kaufen. Ja, kaufen. Die kosmetischen Sachen sind wirklich nur durch Micropayments zu bekommen. Zudem sind die auch nicht gerade billig. Ihr kauft euch im E-Shop sogenanntes „Platin“ als Währung im Spiel. Das könnt ihr dann entweder für Ballermänner, Schwerter, ein neues Schiff oder Inventar für selbiges, Farbpaletten zum Einfärben oder eben dem verzierenden Klimm-Bimm für euren Frame raushauen. Sogar ich, der überhaupt nichts von sowas hält, hatte Spaß daran seinen Cyberfighter den richtigen Swag mit Echtgeld zu verpassen.

Nun zur Performance. Die Switch-Umsetzung ist enorm gut gelungen. Panic Button hat hier einmal mehr bewiesen, dass sie das Switchsystem bestens verstehen und haben uns diesen herrlichen Port beschert. Nach „Rocket League“, „Doom“ und „Wolfenstein“, ist das vermutlich ihre beste Leistung in Sachen sauberer Portierung.
Das Spiel flimmert mit konstanten 30 Bildern pro Sekunde über eure Screens. Das Spielgeschehen bleibt blitzschnell, wirkt aber nicht ganz so smooth wie auf den anderen Systemen mit mehr Haaren auf der Brust. Dennoch hab ich mich sofort wohl gefühlt und nach ca. zehn Minuten ist mir das nicht mehr groß aufgefallen.

Der Hammer ist die Optik. Gefühlt hat man kaum Einbußen im Vergleich zu den anderen Systemen, Vor allem im Handhel-Mode sieht das Spiel unfassbar gut aus. Aber auch auf dem TV-Bildschirm erwartet euch ein optisches Schmankerl. Es zeigt sich euch zwar eine geringere Auflösung als bei den Konkurrenz-Konsolen, die Tiefenschärfe ist auch etwas gröber und vereinzelte Pop-Ups schleichen sich ein, doch der Gesamteindruck bleibt phantastisch.

Das Loot-Epos dürft ihr wahlweise mit dem Pro-Controller oder den Joy-Cons genießen. Ähnlich wie bei „Splatoon 2“ gibt es die Option, das Zielen durch eine Bewegungssteuerung zu beeinflussen, um mit einer Neigung des Pads das Fadenkreuz noch nachzujustieren. Genial finde ich persönlich, dass ich beide Joy-Cons voneinander getrennt benutzen und links und rechts neben mir die Hände auf der Couch ablegen kann, um zu zocken. Extrem gemütlich!

Ihr könnt das ganze Spiel komplett im Solo-Modus durchspielen, aber was wäre ein Beutezug ohne tatkräftige Unterstützung? Mit bis zu vier Leuten im Team könnt ihr euch durchs Sonnensystem ballern und schnetzeln. Die Online-Verbindung war stets gut und ich habe keine Probleme gehabt, Mitspieler zu finden. Ob PvP, Co-Op, Raids oder sogar Raumschlachten mit großen Schiffen, euer feuchter Sci-Fi-Traum ist hier wahr geworden. Das Game bietet so viel Inhalt, dass sich die meisten Tripple A-Titel vor Scham eingraben müssten. Das Spiel wächst durch guten Support seitens der Entwickler „Digital Extremes“ ständig weiter und ist quasi umsonst!

Wie schon erwähnt seid ihr in unserem Sonnensystem unterwegs. Jeder der Planeten ist in unterschiedlich viele Levels und Areale unterteilt. Die meisten sind prozedural generierte Gebiete, die sich bei erneutem Betreten anders darstellen. Bei solch einem Spiel ist das eine feine Sache, so kommt die Abwechslung nicht zu kurz. Es gibt aber auch fest gestaltete Landschaften. Die Openworld-Bereiche sind riesige Landstriche, in denen ihr Missionen erfüllen und Looten dürft. Zunächst gibt es zwei davon, es sollen aber im Laufe der Zeit noch mehrere dazu kommen.

Wer das Spiel auf dem PC gespielt hat, kann sogar seinen Speicherstand importieren, um nicht nochmal von vorn beginnen zu müssen. Leider müssen alle anderen Konsolen-Legionäre auf ihr hart Erspieltes verzichten, da bekanntermaßen hier bestimmte Barrieren vorhanden sind. Aber wer weiß, „Fortnite“ ist in dem Punkt Vorreiter und könnte andere Publisher dazu bringen, es ihnen gleich zu tun. 

Fazit: Puh, jetzt ist doch ganz schön viel Text draus geworden. Kurzum, „Waframe“ ist ein sehr gut gelungener Port für die Switch. Der komplette Umfang des Spiels ist vorhanden und wer sich darauf einlässt, hat sehr viele Stunden was zu tun. Bis auf geringe grafische Einschränkungen und den 30Fps besteht keinerlei Unterschied zu den anderen Varianten des Space-Epos. Die Tatsache, kein Geld ausgeben zu müssen, macht es zu einen fairen Deal. Wobei ich gerne ein paar Euro investiert habe, da das Spiel einfach unfassbar gut programmiert wurde und ich die Entwickler dadurch gern etwas unterstütze. Fair ist fair. Ob das Spiel und das Prinzip dahinter euer Ding sind, müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Meine subjektive Meinung ist klar, mich hat es total geflasht und ich kann es jedem ans Herz legen, der brachiale Third-Person-Highspeed-Aktion liebt.

Ninjas slice everything...euer Tim aka Dr.Agon.


Kollege Mark Wamsler hat sich ebenfalls mit Knarre und Klinge ins All gewagt.

Hier sein Einsatzbericht:

Neben Paladins landet nun mit Warframe ein weiter großer Free 2 Play-Titel auf unsere schnuckeligen Hybrid-Kosnole. Und ja, auch ich nahm skeptisch die Ankündigung der Space Ninja-Lootparty wahr. Da ich als Gelegenheits-Tenno schon mehrere Einsätze auf der PS4 absolviert hatte, konnte ich mir diese Grafik-Bombe nur schwer auf unserer sexy aber technisch schwächeren Switch vorstellen. Aber was soll ich sagen; die Coder-Genies von Panic Button stehen offensichtlich mit dem Teufel im Bunde und so erstrahlt auch auf der Switch und vor allem im Handheld-Modus das Spiel in wirklich atemberaubender Grafik. Sicher, vereinzelt müssen Abstriche gemacht werden; dennoch ist es absolut beeindruckend, was hier alles an Texturen, Effekten und stimmungsvollen Welten aus den Switch-Prozessoren gequetscht wird. Wer sich auf die komplexe Welt sowie die die motivierende Loot-Spirale einlässt, wird neben der tollen Technik mit unfassbar coolen Actionporno-Sequenzen belohnt. Oder wie viele Switch-Games fallen euch derzeit ein, in denen ihr auf Knie rutschend und mit einem Sturmgewehr feuernd durch ein ganzes Squad pflügt oder Salti-schlagend gleich mehrere Gegner mit dem Katana umnietet?

Denkt daran; Ninjas spielen umsonst und so sollte sich zumindest jeder Switch-User mit Hang zu Action, Ninjas und Sammelleidenschaft mal den Titel saugen und mit uns gespannt sein, was talentierte Coder noch in Zukunft alles aus der Maschine herausholen.

Euer Kemosabe X



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