IGI SWITCH


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Mega Man Legacy Collection 2 Review

  • By DrAgon
  • Veröffentlicht: 28.05.2018 19:03:13
  • 0 Kommentare

  • Zuletzt bearbeitet am: 28.05.2018 19:15:59 von DrAgon
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 22 Sekunden

Kollektion vom blauen Bomber - die Zweite!

Gibts über den pixligen Robo aus dem Hause Capcom noch was zu berichten, das in den letzten Jahren nicht schon zu Genüge durchgewalgt worden ist - ich denke nicht. Trotzdem ist die Serie um den bläulichen Weltenretter eine der besten, die unsere Videospielgeschichte zu bieten hat. Nun findet sie den Weg in gesammelter Form auf Big-N‘s aktuelles Technikspielzeug, die Switch.

Mega Man hüpft und schießt sich mit präzieser Steuerung durch fallengespickte Levels, die von Dr. Wily‘s Roboschergen bevölkert sind. Der verrückte Widersacher mit der ikonischen Frisur wird nicht müde, die Welt mit seinen mechanoiden Raufbolden zu terrorisieren. Dabei schwankt Wily‘s Engagement von Teil zu Teil, um euch eine Herausvorderung zu bieten.

Enthalten sind in der „Mega Man Legacy Collection 2“ die Teile Sieben, Acht, Neun und Zehn. Ableger Nummer Sieben hat seine Ursprünge 1995 auf dem SNES. Das achte Abenteuer hat 1996 auf der Playstation 1 das Licht der Welt erblickt. Die Teile Neun und Zehn sind erst etliche Monde später als Downloadtitel auf den gängigen System in den Jahren 2008 und 2010 erschienen.

„Mega Man 7“ ist ein absolutes Highlight in der gesammten Serie und das einzige reguläre Abenteuer des blue Bombers (... nicht die X-Reihe), das auf dem Super Nintendo erhältlich ist. Hier stimmt einfach alles, feine 16-Bit-Optik, hervoragendes Balancing und Leveldesign. Dazu feuert der Soundchip eines der schönsten Audiofeuerwerke ab, das die reguläre Serie zu bieten hat. Tolle Items wie das Proto-Shield von Mega Man‘s Bruder oder der „Rush-Adapter“ (Mega Man‘s Hund verwandelt sich in einen Kampfanzug) machen das Spiel zu einem einzigartigen Erlebnis.

Der achte Ausflug des Schraubenjägers ist optisch ebenfalls ein Augenschmaus. Wunderschöne 32-Bit-Pixelsprites und geschmeidige Animationen sind ebenso ein Grund, das Spiel zu mögen, wie die feine Steuerung. Der große Haken ist der echt hohe Schwierigkeitsgrad. Dr. Wily hat wohl die Niederlage aus Teil Sieben nicht verkraftet und spornt eure Skills zu Höchstleistungen an. Teilweise leidet das Balancing darunter. Das Spiel ist an einigen Stellen echt frustig und ist diesbezüglich der schwächste Teil der Reihe. In diesem Game steht euch erstmals der „Mega-Ball“ zur Verfügung. Ein fußballartiger Energieball, der einen echt interessanten Kniff in das Gameplay bringt.

Zurück zu den Wurzeln. Im neunten Feldzug gegen den weißhaarigen Laborkittelträger, Dr. Wily, erwartet euch wieder der gute alte NES-Look. Leider hat Mega Man wahrscheinlich durch digitale Amnesie sämtliche Fähigkeiten wie Rutschen, Mega-Buster und Anderes verlernt. Auch der Anspruch eures Könnens ist in diesem Titel recht hoch. Euch stehen „nur“ Springen, Schießen, der Robo-Hund Rush und die Spezialwaffen der Bosse zur Verfügung. Das erste Mal überhaupt reiht sich eine weibliche Endgegnerin, Splash Women, in das Kader der Obermotze mit ein. Die geniale Konstruktion der Levels ist eine Hommage an alte Tage der Reihe und dürfte gerade Veteranen dazu bringen, in der Achivementjagt das Letzte aus sich rauszuholen.

Das zehnte Aufbegehren des struwelköpfigen Wissenschaftlers Wily ist ein besonderer Teil. Ihr dürft zu Beginn zwischen Mega Man und seinem Waffen-Bruder Protoman wählen. Während der blaue Helmträger wie in Teil neun immer noch nicht rutschen und megabusten kann, ist Protoman mit all diesen Fähigkeiten gesegnet. Für den leichteren Einstieg in das Spiel wird euch sogar ein Easy-Mode geboten. Das Leveldesign überzeugt mit vielen abwechlungsreichen und experimentellen Ideen und bringt frischen Wind in alte Strukturen.

Der Bonusanteil im Museums-Mode ist recht üppig, aber nicht ganz so umfangreich wie in der ersten Legacy Collection. Massig Artworks und die Soundtracks der enthaltenen Mega Man-Titel dürft ihr bestaunen. Im Modus „Herausvorderungen“, könnt ihr nochmal zeigen, aus welchem Holz ihr geschnitzt seid. Leider fehlen im Museum die Packshots und die Auszüge des Werbematerials aus der jeweiligen Verkaufsera, wie sie in der Vorgänger-Sammlung enthalten sind. Ich kann auch nicht verstehen, weshalb das Game „Mega Man & Bass“ in der zweiten Legacy Collection nicht enthalten ist, denn Teil Neun baut storytechnisch auf den Ereignissen des fehlenden Titels auf, soviel zum Thema komplett.

Prinzipiell ist gegen die alten Goldstücke nichts einzuwenden. Die waren früher gut und sind es heute immer noch. Auch wenn Capcom keine Gelegenheit auslässt, uns ihre Retro-Titel bis zum Erbrechen noch mal andrehen zu wollen. Aber gerade für retroaffine Switch-Gamer, die Bock auf den „alten Scheiß“ haben, ist die “Mega Man Lecacy Collection 2“ keine schlechte Sache, da immer noch keine „Virtual Console“ seitens Nintendo angekündigt worden ist. Zu haben ist der Spaß für knapp 15,- € im Nintendo E-Shop.

Viel Spaß damit...euer Tim aka Dr.Agon.

(Bild: Capcom.com)



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