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HyperParasite

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 24 Sekunden

HyperParasite

-Review-

 Das Genre des Twin Stick Shooter ist unter Indie Entwicklern mittlerweile so verbreitet, das selbst hochwertige Vertreter gerne mal in der Masse untergehen. Da brauch es schon den ein oder anderen Twist, um aus der Masse hervorzustechen.

„HyperParasite“ tut dafür optisch erst mal wenig. Mal wieder gibt’s hier 80er Jahre Neonstyle der zwar gelungen ist aber halt so einzigartig ist wie ein VW Golf auf nem Golf treffen.

Doch spielerisch hat der Titel dann zum Glück mehr auf dem Kasten als die ausgelutschte Präsentation einen glauben lässt.

„HyperParasite“ erzählt eine Story, die schon hundertmal erzählt wurde. Ein Parasit aus dem Weltraum macht es sich auf der Erde zur Aufgabe alles Leben aufzuschlabbern. Der Präsident der US and A ruft den Notstand aus und erlaubt jedem Bürger das Ding zu jagen und auszulöschen. So weit, so langweilig doch hier schlägt „HyperParasite“ nun einen etwas anderen Weg ein als man zunächst denken könnte. Den ihr schlüpft in die glibberige Haut des Parasiten.

Das sorgt für einigen frischen Wind, den die Spezialität des unförmigen Blobs ist, es Dinge zu assimilieren und dessen Gestalt so wie Fähigkeiten anzunehmen.

Während ihr als „Standard“ Parasit kaum eine Chance auf Überleben habt sieht die Sache anders aus, wenn ihr einen Polizisten oder einen Drogenschmuggler mit Maschinengewehr übernehmt.

Solltet ihr als Parasit das zeitliche segnen ist das Spiel vorbei und ihr beginnt wieder am Anfang des zufallsgenerierten Levels.

Das passiert schnell den „HyperParasite“ ist verflucht schwer. Von überall stürmen verschiedene Gegner auf einen ein deren spezielle Fähigkeiten euch das Parasitenleben schwer machen.

Zum Glück gibt es einen „netten“ Alien Kollegen, der euch im Austausch für Geld euere Fähigkeiten aufmöbelt. So könnt ihr euch da zum Beispiel ein stationäres Geschütz kaufen. Auch eueren Parasiten selbst könnt ihr aufmöbeln, wenn ihr bestimmte Stellen im Level findet. Doch wenn ihr sterbt…..ist alles weg.

Zum Glück gibt’s aber ein wenig Progression im frustigen Parasiten Dasein. In bestimmten Fällen lassen Gegner nämlich ihr Gehirn liegen. Bringt ihr dieses zum Händler, könnt ihr diese Figur nach Bezahlen eines gewissen Obolus in euer Repertoire aufnehmen. Ab diesem Moment seid ihr erst in der Lage besagten Gegner auch im Level zu übernehmen. Je mehr ihr davon freigeschaltet habt, desto einfacher wird die Geschichte.

Das Gleiche funktioniert auch bei den diversen Zwischengegnern. Da ist die Gebühr zum Freischalten aber auch extra knackig.

Doch habt ihr einen der mächtigen Gesellen in euerem Genpool habt ihr definitiv ein heftiges Ass im Ärmel.

Das Sammeln der verschiedenen Gegnertypen ist das Salz in der Parasiten Suppe und sorgt dafür das sich „HyperParasite“ von seinen Genrekollegen abhebt.

Jeder neue Wirtskörper steuert sich anders und bietet euch neue Fähigkeiten. Außerdem sorgt das Wechseln dafür, das ihr euch ständig neue Strategien ausdenken müsst. So kann es sein das ihr in einem Moment das Protonenpäckchen eines Geisterjägers auf dem Rücken tragt und Sekunden später nur die Axt eines Feuerwehmannes habt, um euch der Horde zu erwehren.

Gut gefallen haben mir auch die vielen kleinen Anspielungen auf die Popkultur der 80er.

Technisch ist das Spiel ordentlich gelungen und läuft jederzeit flüssig. Optisch reist das ganze keine Bäume aus, sieht aber alles in allem nett aus.

Die Mukke ist wie nicht anders zu erwarten sehr Synth lastig und ist so generisch wie die Optik. Der Soundtrack ist generell schon in Ordnung aber im Genre gibt’s deutlich bessere Tracks. Zudem ist die Länge der Stücke deutlich zu kurz und nach kurzer Zeit hatte sich mein Ohr sattgehört.

 Trotz des ausgelutschten Styles ist „HyperParasite“ aber ein cooler kleiner Twin Stick Shooter den Fans des Genres definitiv mal ausprobieren sollten. Das Übernehmen der Gegner sorgt dafür, dass sich das Spiel angenehm von seinen Genrekollegen abhebt. Ihr braucht aber eine hohe Frustrationstoleranz für den schlabbrigen Parasiten.

 Ich geh jetzt noch ein paar Penner assimilieren und wünsche euch nen schönen Weltuntergang.

Euer David Maihöfer aka DADA



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