IGI SWITCH


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Devil Engine

  • By DADA
  • Veröffentlicht: 21.02.2019 13:24:36
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  • Zuletzt bearbeitet am: 23.02.2019 01:43:07 von KemosabeX
Lesezeit etwa: 4 Minuten, 9 Sekunden

Bäm! Heute feiern wir die Rückkehr der Thunder For....äähm...ok....den Release eines wahnsinnig geilen Ballerspiels!

Devil Engine
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-Review-

Es gab mal eine Zeit, das musste ein Spiele Intro nicht wie ein Peter Jackson Film ausschauen. Da brauchte es weder Hollywood Schauspieler als Synchronsprecher noch seelenlose Orchester-Musik sowie aufwendig gerenderte Computeranimationen, um auf das Spiel einzustimmen. Nein, es gab Zeiten, da saßen pickelige Teenager mit offenen Mündern vor der Konsole und drehten durch, wenn zu rockigen Synthi Beats ein ballerndes Raumschiff von links ins Bild flog. Dann der grelle Schriftzug, ein letztes Aufheulen der E-Gitarren und schon kam der Start Bildschirm. Fertig. Es reichte, um uns auf das bevorstehende Action Gewitter einzustimmen.

Vor allem auf der PC Engine und dem Mega Drive erschienen gar monatlich derbe Ballerspiel-Perlen und sogar der feuchte Traum für Berufssöhne Neo Geo bekam ein paar tolle Shooter ab.

Nun ist es dank Indies, Nindies respektive Hobby-Entwicklern auf der ganzen Welt zu verdanken, dass selbst in Zeiten von Smartphone-Gewische und Always-On Wahnsinn, solche Ballerspiele wieder vermehrt auf unserem Radar erscheinen. 

Devil Engine ist der neueste Spross auf der Nintendo Switch und beendet somit seine Reise von den Steam-Mausschubsern ins geheiligte Konsolenland. Schon beim Intro fühlt man sich unweigerlich wieder wie der kleine minimal verwirrte Teenager, der Anfang der 90er mit einem japanischen Mega Drive und Thunder Force 3 bewaffnet, den raubkopierenden Amiga-Dödeln die Spucke im Mund trocknen lässt.

Blitzende Lasersalven, ein schnittiger Raumjäger, dessen Systeme hochgefahren werden. Das alles flott geschnitten und untermalt von einem rockigen Sound- ja, wir sind wieder 16 und denken, alle Frauen sind nett und die Welt ist schön.

Wenn ihr dann einen von zwei Schwierigkeitsgraden startet, merkt ihr ebenfalls, dass ihr A langsam alt werdet und B das Devil Engine DAS Spiel ist, dass Thunder Force 6 auf PS2 damals 2008 eigentlich hätte sein wollen. 

Startlevel vor Sternenhintergrund und Raumschiff-Flotte? Check. Drei aufrüstbare Waffensysteme; darunter einen zielsuchenden „Hunter“-Schuss? Sowas von Check. Devil Engine gehört übrigens nicht zu der Sparte der Bullet Hell-Shooter. Somit genießt ihr Vollbild, werdet nicht permanent von Mangamiezen zugeflennt und müsst auch nicht Millionen von pinken Schüssen ausweichen oder sie aufsaugen. Nein, der Shooter ist wirklich sehr klassisch und neben dem Look spielt er sich auch wie die großen Vorbilder wie Bari Arm oder Thunder Force. 

Technisch erwarten euch flüssig scrollende Welten voller pastellfarbender Alien-Welten, Weltraumschlachten und natürlich Unmengen voller Gegner und fiesen Endbossen. Garniert wird die 2D-Pixelschlacht mit einem mal rockigen mal jazzigen Soundtrack von niemand geringerem als Thunder Force Chefmusiker Hyakutaro Tsukumo.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, wurde ja weiter oben im Text ja schon angedeutet: Der geneigte Ü30-Ü40 Telespieler merkt, dass man solche Spiele mittlerweile viel zu selten spielt und fühlt sich beim ersten Anspielen wie die Lebensgefährtin, die giggelnd zum ersten Mal einen Controller in die Hand gedrückt bekommt. Schon der erste Boss dezimiert das Schiffskontingent bedrohlich und trotz sofortigem Respawn ist man erstmal verdutzt, was die Bossmaschinen da an Feuerkraft und Taktiken aufbieten. 

Doch wie immer habt ihr recht, wenn ihr daraufhin ein entschlossenes „Scheiss drauf!“ in den Äther tippt oder schreit und euch somit nicht davon abhalten lasst, dieses Baby zu spielen. Es ist eigentlich ganz einfach: Solltet ihr jemals mit oben genannten Konsolen und den dazugehörigen Spielen in Berührung gekommen sein oder ihr habt längst jede Fassung von Ikaruga  der letzten Zeit gekauft, dann hört auf, diesen Scheiss zu lesen, saugt euch gefälligst Devil Engine und unterstützt diese langhaarigen Bombenleger und ihr feines kleines Spiel.

Somit gibt es für euch, liebe Spieler, eine ganz klare Kaufempfehlung. Es gibt nur einen Kritikpunkt an Devil Engine und das ist die Tatsache, dass der Shooter „nur“ zum Download feilgeboten wird. Aber die Zeit wird kommen und ihr werde das Spiel dann als vermeintlich streng limitierte Retail Fassung bei geldgieri….äähm selbstlosen Publishern dann erstehen können.

Unser Dada hat das Teil auch auf Herz und Nieren geprüft und möchte auch seinen Senf dazugeben:

Als im Intro zum ersten Level von Devil Engine die Worte „VDP1…OK, VDP2…OK“ auftauchten war eigentlich schon klar, wie viel Liebe in diesem Projekt steckt. Doch als mein Raumschiff sich zur Musik von Videospiellegende Hyakutaro Tsukumo durch die mit Parallax Scrolling vollgestopften Levels ballerte, musste ich Tränen der Freude zurückhalten. Devil Engine ist eine Hommage an 16- und 32-Bit Shmups die wirklich unglaublich gut gelungen ist. Egal ob die hervorragende Optik oder der brachial gute Soundtrack, das Spiel macht einfach fast alles richtig. Probleme machten mir eigentlich nur einige Objekte wie kleine Trümmer die man im Spielverlauf nicht immer gleich als Gefahr einstuft und welche einem das ein oder andere Leben kosten.

Gefallen hat mir auch das Burst Feature, das einem zwar das Leben retten kann, aber gleichzeitig auch eure Score Combo bricht. Für Highscore-Jäger natürlich ein interessanter Nervenkitzel.

Ebenfalls eine großartige Sache ist das euch das Spiel praktisch mit fast jedem Versuch den ihr macht, belohnt. So schaltet ihr beispielsweise weitere Continues frei oder werdet mit neuen Filtern belohnt mit dem ihr z.B. Scanlines zuschalten könnt. Das führt mehr denn je dazu, dass man immer noch und nochmals einen Versuch wagt und sich immer weiter in Richtung Finale ballert.

Devil Engine ist ganz großes Shoot`em Up Kino und somit Pflicht für jeden Fan des Genres (im speziellen Fans der Thunder Force Serie) und durch das faire Belohnungssystem sogar für interessierte Neulinge mehr als einen Blick wert.

Auf unserer Website gibt's auch noch ein lesenswertes  Interview zu Devil Engine.

https://igi-switch.de/post/8941025-Devil-Engine-Interview.html



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