IGI SWITCH


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Katana Zero

Lesezeit etwa: 2 Minuten, 34 Sekunden

Katana Zero

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-Review-

 

Hotline Miami trifft auf Ghost Dog trifft auf The Messenger. Das waren so meine ersten Gedanken, als ich den wunderbar animierten Pixel Samurai durch die erste seitlich scrollende Stage geleitete. Wie schon bei Devolvers Killer-Mär rund um Psychos, Tiermasken und superfunkigem Soundtrack, lässt euch Katana Zero angesichts Story und Motivation des Helden erstmal im Dunkeln.

 

Ja, offensichtlich ist er ein Hitman und ja, offensichtlich juckt es keinen, dass er wie ein Samurai der Edo Epoche durch die Gegenwart schlendert. Hier kommt auch gleich der Humor des Spiels zum Tragen, wenn der Samurai an eine Rezeption kommt und von der jungen Dame für einen Otaku und Cosplayer gehalten wird.

 

Auch spielerisch gibt es Parallelen zum Tiermasken Gemetzel. Ein Treffer genügt und euer Samurai segnet das Zeitliche. Wie bei Hotline Miami werdet ihr umgehend an den Start zurückgebeamt und dürft einen weiteren Versuch wagen. 

 

Das alles passiert in wirklich cooler VHS Neon-Ästhetik und zu Beginn des Levels und zum Abschluss dürft ihr eure Mission auf dem VHS Überwachungsband nochmals reflektieren.

 

Apropos reflektieren: Da unser unter partieller Amnesie leidender Held regelmäßig zwischen den Missionen vom Therapeuten eine Droge verabreicht bekommt, besitzt er diverse Fähigkeiten. Neben den Skills mit dem Katana kann der Samurai die Zeit verlangsamen und eine Ausweichrolle durchführen. Während er mit der Slow Mo unter anderem mittels Schwert Kugeln zurücksenden kann, hilft die Ausweichrolle bei Lasersperren und Suchscheinwerfern.

 

Katana Zero ist ein weiteres Indie Kleinod und passt hervorragend zu Devolvers Portfolio. Die unglaublich schöne 2D Pixeloptik sowie die fesselnde Story um den namenlosen Samurai Hitman zieht einen von der ersten Sekunde an in den Bann. Dazu dieses „EIN VERSUCH GEHT NOCH“ Gefühl, wenn man mal wieder unbedacht in eine Falle gerannt ist oder eine Kugel vergessen hat zu blocken. Das Spiel ist schnell, unbarmherzig und stets motivierend. Dazu der grimmige böse Humor und die wirklich gut geschriebenen Dialoge, ergänzen die audiovisuelle Präsentation mehr als passend. Für den kleinen Sohnemann oder der Tochter, denen man mal wieder ein schönes Pixelspiel zeigen will, ist Katana Zero allerdings nicht geeignet. Wo gehobelt wird, fallen Späne und so endet eine Mission meist in einem eindrucksvollen sowie makabren Ballett aus Schüssen, Todesschreie und Blutfontänen. Hätte Tarantino 2003 die Crazy 88 Sequenz als Pixelspiel realisiert- so in etwa hätte das wohl ausgesehen.

 

Ich kann Katana Zero allen frustresistenten (Neo) Retro Zockern aufs Wärmste empfehlen. Der Umfang geht absolut in Ordnung und trotz fies platzierter Gegner und Fallen kommt ihr immer wieder auf eine Lösung- egal ob blindes Stürmen mit dem Katana oder eine Kombination der Fähigkeiten. 

 

Da die Switch mittlerweile auch zu einer Art Mekka Konsole für Retail Sammler geworden ist, könnte sich das Warten auf eine boxed Version natürlich lohnen. Wer von From Softwares 4K Samurai Meisterwerk eine kleine Pause braucht und weder auf Schwierigkeitsgrad, stylisher Optik und natürlich Samurai nicht verzichten will, macht mit Katana Zero absolut nichts falsch. Ach ja…und der ebenso pumpende wie stylishe Elektro Score ist wie schon bei Hotline Miami eine absolute Wucht!

 

Viel Spaß mit dem blutigen Pixel-Selbstfindungstrip wünscht,

 

Euer Kemosabe X !



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