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Hyper Sentinel Review

Lesezeit etwa: 2 Minuten, 32 Sekunden

Hyper Sentinel

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- Review -


Bock auf "Uridium"? Wer da jetzt erst mal an ein minimal radioaktiv verstrahltes Wunderpillchen zur Gemächtvergrößerung denkt, ist entweder zu alt und senil für diesen Scheiss hier oder gehört zu der Generation Spielern, die „ihr erstes Mal“ gerne auf Weihnachtsfotos präsentieren, auf denen sie Strampelanzüge-tragend ihre "PS2" aus dem Geschenkpapier schälen.


Egal. "Uridium" und seine weitaus coolere Fortsetzung "Uridium 2" waren damals auf Heimcomputer sehr erfolgreiche Raumschiff-Schießspiele und wurden unter anderem von Legenden wie Andrew Braybrook ins Leben gerufen.


Eine Firma, welche damals uns Heimcomputer-Teens mit dem geilen Zeug versorgte, war unter anderem "Hewson Consultans". Jahrzehnte später macht sich nun Rob Hewson mit seiner Schmiede "Huey-Games" auf, das Erbe seines Vaters Andrew Hewson, dessen Firma und erst recht deren Spiele aufzugreifen und liefern ihr erstes Baby ab: "Hyper Sentinel".


Okay, der Name ist zugebenerweise ungefähr so sexy wie der Großteil der deutschen Spielejournalisten und man sollte das Ding ehrlicherweise gleich "Uridium 3" nennen. Da es da wohl paar rechtliche Klippen zu umschiffen gab, nannte man das Ding dann halt "Hyper Sentinel".


Im Endeffekt ist es aber dann doch ein "Uridium". Will heißen, ihr brettert mit eurem "Manta"….äähm "Sentinel"-Raumer über riesige Raumschiffe und zerlegt im drüberfliegen deren Flugabwehr und sonstige wichtige Ziele. Erschwert wird das ganze neben der hohen Geschwindigkeit natürlich von den Abwehrgeschützen und den feindlichen Abfangjägern. Habt ihr alle Ziele erledigt, erscheint der Boss und wenn ihr den zerlegt, explodiert der Träger und ihr fetzt zum nächsten Großkampfschiff.


So weit, so "Uridium". Leider gibt es dann vor allem ein Element, welches mir in "Hyper Sentinel" sauer aufgestoßen ist. Damals spielte man sich in reinen regelrechten Flow, wenn es ums Ausweichen, Umkehren und Ballern ging. So gab es damals bei "Uridium" auf den "Dreadnoughts" auch Hindernisse wie Mauern, die einiges an Reaktion abverlangt haben und euch somit wohl überlegt mit den wählbaren Boost-Stufen hantieren ließen.


Bei "Hyper Sentinel" fallen größtenteils Hindernisse und wählbare Geschwindigkeit weg und das nimmt für mich als alter "Uridium"-Fan schon bissl den Reiz. Während ich damals die cleveren Feindformationen austricksen musste und meine Geschwindigkeit bei manchen Hindernissen entsprechend anpassen musste, bretter ich bei "Hyper Sentinel" halt über die Großkampfschiffe und werde beim Abschießen der Ziele halt in ein gewöhnliches Space-Shooter Korsett gezwängt.


Dennoch hat das Spiel seinen Charme und wenn man auf die Vorbilder steht und ein paar fragwürdige Design-Elemente ignorieren kann, dann bekommt man einen schnellen und flashigen Retro-Shooter.


Das Ding ist schnell und neben der Pixel-Optik könnt ihr im Optionsmenü zwischen "C64" und "Sinclair-Spectrum"-Grafik-Modi wählen, was eigentlich schon wieder recht cool ist.


Dazu kommt ein treibender Chiptune-Soundtrack und eine Online-Highscoreliste für den digitalen Schwanzvergleich. Ihr seht, ganz abschreiben muss man das Ding also nicht und wer Fan der "Uridium"-Spiele oder schnellen Shootern ist, sollte zumindest im Sale mal zuschlagen. Denn trotz der Kritik finde ich den Ansatz der Firma, sich an den hauseigenen Klassikern zu inspirieren und diese neu aufzulegen, ein schönes Ziel.


Nächstes Mal bissl mehr Feintuning und vor allem die Essenz der Vorlage richtig verstehen und umsetzen, dann klappt das auch. 


Jetzt hoffe ich mal auf ein neues "Exolon" oder "Zynaps" und da es da bestimmt auch rechtliche Punkte bezüglich der Namen zu beachten gilt, hoffe ich neben tollen Spielen auch auf coolere Namen. 


Bis bald,


Euer Mark

aka Kemosabe X



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