IGI SWITCH


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Street Fighter 30th Anniversary Collection

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 50 Sekunden

Street Fighter 30th Anniversary Collection

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Review

„Hadouken“ und „Tiger Uppercut“ hallt es durch die Bürogänge, während mein Arbeitskollege und ich etwas verkrampft Special Moves aus den winzigen Joy-Cons kitzeln.

Wir sind so vertieft in unser nostalgisches Match, dass wir es gar nicht merken wie sich unser Chef von hinten anschleicht. Ich zucke kurz zusammen als er mit seiner tiefen Stimme fragt: „Was ist den hier los?“ nur um sich kurz danach selbst zu antworten: „Oh! Street Fighter, wusste gar nicht das man das heute noch spielt“!

Und wie man das heute noch spielt. Street Fighter ist eine der größten Marken im Videospielbusiness und sorgt bei vielen Zockern, auch trotz des etwas missratenen Street Fighter V, immer noch für erhöhten Puls. Wer kann sich nicht an seinen Erstkontakt mit Ryu und Co. erinnern

(bei mir war es übrigens die missratene Amiga 500 Version von Street Fighter II)?

Genau um diese nostalgischen Gefühle geht es bei der Street Fighter 30th Anniversary Collection, die 30 Jahre Street Fighter zu einem tollen Gesamtpaket schnürt.

12 Spiele hat Capcom in die Sammlung gepackt von denen einige aber recht obsolet sind. Alleine Street Fighter II ist in fünf verschiedenen Fassungen enthalten. Das ist zwar historisch durchaus interessant, aber die meisten werden sich wahrscheinlich mit einer Version ihre Zeit um die Ohren schlagen.

Das zeigt sich auch im Online Modus. Hier sind nur 4 der 12 Spiele auch für Online Gefechte anwählbar, nämlich: Street Fighter II Hyper Fighting, Super Street Fighter II Turbo, Street Fighter Alpha 3 (obwohl Alpha 2 eigentlich der Fan-Favorit ist) und Street Fighter III 3rd Strike!

Wenn wir schon beim Online Modus sind, sprechen wir gleich über mein größtes und fast einziges Problem mit Street Fighter 30th Anniversary Collection.

Trotz einiger toller Modi wie dem „Online Arcade Modus“, bin ich wirklich entsetzt von der Qualität des Online Modus. Ich konnte in meiner Testphase nicht ein einziges Match wirklich flüssig spielen. Während die zwei Street Fighter II Varianten noch spielbar bleiben, sind Alpha 2 und Third Strike eine sprichwörtliche Diashow. Hier muss Capcom gehörig nachbessern, denn es ist ein wirkliches Ärgernis in der sonst fast perfekten Sammlung.

Die Diashow bleibt euch außerhalb der Online Modi erspart. Hier laufen die Spiele blitzsauber emuliert und sind ein wahres Fest für die Augen. Dank vieler Einstellungsmöglichkeiten was Bildformat und Filter betrifft, kann sich jeder die Optik nach seinem eigenen Gusto einstellen.

Das gleiche gilt für Spielgeschwindigkeit und Schwierigkeitsgrad, wobei Einsteiger wahrscheinlich selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ordentlich Dresche einstecken müssen.

Im lokalen Multiplayer wartet dann noch eine Überraschung auf Nintendo-Spieler. Diese bekommen nämlich einen exklusiven Modus spendiert. Der hört auf den klangvollen Namen Street Fighter II: The Tournament Battle und simuliert eine spezielle Fassung des Arcade Automaten, bei dem vier Cabs zusammengeschaltet waren und es möglich war ein acht-Spieler Turnier zu spielen.

Solche kleinen Details machen die Sammlung zu einem wahren Fest für Street Fighter Fans, die sich außerhalb der immer noch großartigen Spiele mit einer wahren Flut an Bonusmaterial beschäftigen können.

Im Museum könnt ihr euch durch die Geschichte der gesamten Street Fighter Serie klicken und bekommt seltene Einblicke in deren Entstehungsgeschichte.

Oder ihr lest alles wissenswerte über die Charaktere und könnt sogar alle Animationsframes einzeln bestaunen.

Oben drauf gibt’s zudem den kompletten Soundtrack und ein Making of Street Fighter zu bestaunen.

Capcom und Digital Eclipse haben wirklich viel Herzblut in die Sammlung gesteckt und Fans der Serie werden bestens unterhalten.

Das die Spiele nun in ihrer Arcade Fassung auch noch portabel sind, ist für mich persönlich die Kirsche auf dem leckeren Kuchen. Überall eine Runde Street Fighter III: Third Strike spielen zu können ist ein wahrer Traum für mich. Kurze Matches im Büro oder im Biergarten werden sicher noch öfter stattfinden.

Schade finde ich nur den bisher grausamen Online Modus und das Fehlen von freispielbaren Extras. So hätte ich es sehr schön gefunden, wenn z.B. Street Fighter II: The Movie oder auch Street Fighter 2010 auf der Cartridge geschlummert hätten.

Viel Spaß beim Fresse verdreschen wünscht euch euer

David Maihöfer aka DADA

Ansatsuken-Jünger Tim stellt fest:

Die ersten zwei Stunden hab ich mir komplett die Museums-Daten zu Gemüte geführt und bin gedanklich sofort in die gute alte Zeit zurückkatapultiert worden. Prinzipiell finde ich es, als Fan der Serie, eine gute Sache "alle" SF-Games auf einem Modul zu haben. Trotzdem sind die meisten Titel darauf wirklich überflüssig. Wirklich interessant sind nur "Super Street Fighter 2 Turbo", "Street Fighter Alpha 3" und "Street Fighter 3 - The Third Impact". Auch wenn ich die restlichen zu ihrer Zeit geliebt habe, sind sie jetzt nur schmückendes Beiwerk für mich. Der Online-Modus ist eine Frechheit. Bei Alpha 3 und SF3-Third Impact durfte ich einer steuerbare Dia-Show beiwohnen. Bei den anderen beiden onlinefähigen Street Fighter-Games, mit dem klassischen Look, läuft es zwar flüssiger aber längst nicht perfekt. Hoffe Capcom bessert da noch nach, wäre schade drum. Trotzdem konnte ich nicht anders, als Capcom (... schon wieder) Geld in den Rachen zu werfen, um die gesammelten Werke meines pixligen Jugend-Dojos für die Switch zu ergattern. Alte Liebe rostet eben nicht. Sho-Ryu-Reppa euer Tim.



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