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Ara Fell

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 16 Sekunden

Ara Fell

-Review-

 Eines gleich vorweg. Wer ein modernes AAA-Rollenspiel sucht ist bei „Ara Fell“ im falschen Dungeon.

Hier handelt es sich um das Projekt von Stephen Anthony der das ganze im RPG-Maker 2003 zusammengeklickt hat. Moderne Optik oder sonderlich ausgefeilte Mechaniken gibt’s hier also nicht, wohl aber ein charmantes kleines J-RPG im 16-Bit Look das vor allem für Einsteiger interessant sein könnte.

Die erzählte Geschichte gewinnt wahrlich keine Preise für Originalität ist aber charmant und kompetent geschrieben.

Ihr schlüpft in die Schuhe von Lita LeCotta welche zu beginn des Spieles zusammen mit ihrem Kindheitsfreund Adrian Omani eine alte Elfenruine auf der Suche nach einem speziellen Ring erforscht. Die Ereignisse überschlagen sich schnell und ihr werdet getrennt. Lita findet jedoch den Ring und steckt ihn sich an den Finger. Dies hat Auswirkungen auf ihr Leben die sie sich nicht vorstellen kann. Bald wird sie in einen uralten Konflikt zwischen Elfen und Vampiren gezogen und nebenbei steht auch noch das ganze Schicksal des schwebenden Kontinents „Ara Fell“ auf dem Spiel.

Dabei trefft ihr auf allerlei charmant geschriebene Charaktere und bald habt ihr eine kleine Gruppe an Mitstreitern dabei und haut Vampiren und anderem Gewürm Pfeile, Äxte und natürlich Magie um die Ohren.

Ganz klassisch in rundenbasierten Kämpfen. Hier gibt’s auch nicht viel Experimentelles zu vermelden. Die Kämpfe sind aber wunderbar Flott und bieten genug taktische Tiefe, wenn ihr im höchsten Schwierigkeitsgrad spielt. Darunter ist „Ara Fell“ für die meisten Veteranen des Genres wahrscheinlich deutlich zu einfach. Klar kann es passieren das man unterlevelt in ein Gebiet schlappt und ordentlich den Helm verzogen bekommt aber wer sich einigermaßen an der Story entlanghangelt und nicht Kopflos in der offenen Welt herumwandert dürfte keine Probleme bekommen.

Sehr cool ist aber das man jederzeit den Schwierigkeitsgrad umstellen kann. Das ist vor allem für RPG Frischlinge echt Nicenstein, da es einen sogenannten Story Modus gibt. In diesem lässt sich jeder Kampf mit nur einem einzigen Klick auch sofort Gewinnen. Übrigens perfekt, wenn ihr nur mal ein paar Level grinden müsst und es euch einfach machen wollt.

Merkwürdig empfand ich es aber das es in Kämpfen, nur bei Bossen spezielle Musik gibt. Wenn ihr also in einem lauschigen Wäldchen unterwegs seid und euch die zauberhafte Musik eure Hörmuschel streichelt, bleibt sie weiterhin zauberhaft, auch wenn euch auf einmal ne Horde schleimiger Unholde überfällt. Unterstreicht jetzt nicht unbedingt die Kampfatmosphäre. Glücklicherweise ist die Musik generell aber wirklich großartig und eines der Highlights im Spiel. Viele Stücke gehen sofort ins Ohr und das eine oder andere Mal gibt’s sogar ein wenig Gesang zu hören. Für ein Hobbyprojekt ein wirklich außergewöhnlich geiler Soundtrack.

 Optisch kann dieser Level nicht gehalten werden. Doch auch hier trifft es charmant am besten. Die 16-Bit Optik ist stilsicher und kommt mit sehr vielen Details daher. Überall ist was los und es gibt ein paar schöne atmosphärische Effekte. Manchmal ist es gar etwas zu viel und es fällt schwer zwischen den ganzen Objekten hindurch zu navigieren. Richtig hässlich sind leider die Charakterportraits, die in den Zwischensequenzen und im Kampf benutzt werden.

 „Ara Fell“ hat es schwer auf der Switch. Die Plattform platzt nahezu vor hochwertigen Mammut RPGs zwischen denen das kleine „Ara Fell“ beinahe zerquetscht wird. Doch das charmante kleine RPG sollte dennoch in jeder digitalen Switch J-RPG Sammlung zu finden sein. Mit seinen zarten 15 Stunden Spielzeit und dem vielen Charme ist dieses Spiel perfekt, um die Lücke zwischen 2 großen RPGs zu füllen oder einfach um es an nem Wochenende durchzuspielen. Dank des hochvariablen Schwierigkeitsgrad ist es zudem ein schöner Einstieg für jungfräuliche J-RPG Spieler oder aber Dudes und Dudettes die schon länger kein Spiel des Genres mehr in ihren Fingern hatten.

Ich hatte wirklich meine Freude mit diesem kleinen RPG und finde es schön, dass auch solch kleine Projekte im E-Shop der Switch ihr zuhause finden.

 Immer schön Leveln….

Euer David Maihöfer aka DADA



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