IGI SWITCH


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Subdivision Infinity DX

Lesezeit etwa: 4 Minuten, 59 Sekunden

Subdivision Infinity DX

-Review-

Als großer „Wing Commander“-Fan bekam ich sofort Bock auf Subdivision Infinity als ich die ersten Screenshots sah. Als es dann darum ging welcher von uns Schreibknechten das Review machen soll, schrie ich sofort ganz laut „HIER“!

Leider hab ich am Ende wesentlich weniger Spaß mit der drögen Ballerei gehabt als ich es mir erhofft habe.

Subdivision Infinity ist dem ein oder anderen Spieler vielleicht schon vom Smartphone oder Tablet bekannt. Leider merkt man das dem Spiel sofort an. Die Präsentation ist dünn und die Story ist völlig uninspiriert und bestenfalls unterer Genrestandart. Das wäre wahrscheinlich halb so schlimm, wenn sie nicht so unterirdisch präsentiert würde. Langweilige Standbildchen mit unglaublich drögen Textboxen zerstören jeden Anflug von Atmosphäre. Das größte Manko ist dabei die fehlende Sprachausgabe. Dies fällt vor allem im Spiel auf. Kein aufpeitschender Funkverkehr unterstützt die simple Ballerei. Dafür gibt’s zumindest echt geile Mukke auf die Lauscher. So richtig zu einer Space Opera passt der Soundtrack zwar nicht, aber er sorgt zumindest dafür, dass sich die netten Dogfights deutlich besser anfühlen als sie in Wirklichkeit sind.

Spielerisch ist Subdivision ebenfalls eher dünn, macht aber zumindest kurzweilig Spaß. Das liegt jedoch vor allem an der guten Steuerung und der überzeugenden Flugmechanik.  Dies fällt vor allem in den simplen Kämpfen auf, wo ihr elegant um eure strohdummen Gegner herumzirkeln könnt. Gerade die strohdummen Gegner machen das Spiel aber dann wieder eher zur Schlaftablette. Da sind die unglaublich nervigen Minenfelder schon deutlich gefährlicher, nerven aber mit einem kaum einschätzbaren Zünder, der schon gerne hochgeht, wenn ihr noch recht weit von der Mine entfernt seid. Elegantes Umfliegen ist hier nicht. Ist euer Missionsziel im Minenfeld dürft ihr euch in mühevoller Kleinstarbiet eine Mine nach der anderen mit euerem Blaster massieren.

Außer ballern gibt’s nicht viel zu tun. Ihr könnt in neben Missionen noch nach Loot suchen mit dem ihr euch neue Schiffe basteln könnt, aber sterbt dort wahrscheinlich eher vor Langeweile.

Der letzte Sargnagel ist dann leider die Technik. Subdivision Infinity sieht durchaus brauchbar aus, leidet aber unter technischen Mängeln. Die Auflösung im Handheldmodus scheint variabel zu sein und meist bleibt das Spiel scharf. Doch gerade in den langweiligen Menüs, in denen ihr eure Gleiter im Hangar seht, werden Erinnerungen an 70er Jahre Erotikfilmchen wach. Warum die Auflösung da so dermaßen in den Keller geht, dass es aussieht als hätte jemand Vaseline auf eueren Screen geschmiert bleibt mir ein Rätsel. Auch rätselhaft bleiben die Probleme mit der Framerate und vor allem dem Frame Pacing. Die Framerate geht gerade bei Explosionen komplett in den Keller und das Spiel zieht die Handbremse. Das ist sehr unschön, denn die Explosionen sehen im Gegensatz zur PS4 oder XboxOne Version nicht mal sonderlich gut aus. Manchmal sind sie gar nur ein weißes Viereck mit ein bisschen Rauch drumherum. Was aber mehr stört ist das Frame Pacing das in manchen Missionen wirklich ein Problem ist. Eigentlich scheint das Spiel das Flüssig zu laufen, aber die einzelnen Frames bleiben unterschiedlich lange auf dem Screen und erzeugen so ein sehr unschönes Gestotter. Manchmal hilft ein Neustart der Mission und manchmal hört das ganze auch einfach wieder auf, aber es kommt oft genug vor, um wirklich nervig zu sein.

Bis auf ein paar heftig matschige Texturen sieht der Rest des Spieles aber ordentlich aus.

In Sachen Umfang gibt’s auch keine Lobeshymnen zu singen. Fünf Missionsgebiete mit jeweils fünf Missionen und zwei super drögen Bonusmissiönchen sorgen dafür, dass sich geübte Piloten möglicherweise einen einem schönen Nachmittag durchs Spielchen Ballern und das Ding beim nächsten Gang aufs Scheißhaus auch schon wieder vergessen haben.

Den einen oder andern mögen die freischaltbaren Schiffchen und Waffen reizen, doch wirklich Spielspaß fördernd sind die auch nicht.

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass Subdivision Infinity kein ultra schlechter Zock ist. Es ist einfach nur so hartes Mittelmaß, dass es praktisch unsichtbar in der Masse an Space Shootern wird. Solltet ihr alle wirklich guten Genrevertreter durch haben, könnt ihr euch das schon mal geben. Ansonsten heißt es von mir Finger weg und vielleicht mal im Sale für nen 5er mitnehmen.

Ich geh jetzt den 3D0 anwerfen und spiele Super Wing Commander zum 18. mal durch.

Euer David Maihöfer aka DADA

Deku is spacing out:
Als Liebhaber der alten "Rouge Squadron"-Spiele, war ich sehr gespannt auf "Subdivison Infinity DX". Die Steuerung geht nach kurzer eingewöhnung gut von der Hand und die Haupt- und Neben-Missionen haben mir weitestgehend Spaß gemacht. Die Story ist zwar schmückendes Beiwerk, dafür hat der Soundtrack voll meinen Nerv getroffen. Treibende und atmosphärische Syhntie Beats, lassen an alte Tage errinern. Vor allem das simple Upgrade-System hat mich stets motiviert weiterzumachen. Im direkten Vergleich zur Xbox One-Version geht natürlich die Stabilität und Auflösung etwas Flöten. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen, der mal wieder Lust auf arcadige Space Action hat. See you in Space, Cowboy.

 

 Kollege Mark war auch im kalten Weltraum:
Ganz so hart wie unser Dada möchte ich nicht mit dem Spiel ins Gericht gehen. Dafür warte ich schon zu lange auf unkomplizierte Weltraum-Sim. Elite Dangerous und Everspace sind zwar feine Spiele, aber für Elite brauch ich gefühlt ein abgeschlossenes Studium als Raumfahrtingenieur und Rouge Likes sind für mich einfach die Seuche. Somit bleibt nach dem schnellen Smartphone Port Manticore Rising auf der Switch eigentlich nur das vorliegende Subdivision Infinnite DX die Alternative. Und die ist dank unkomplizierter Steuerung, übersichtlichen Menüs und vor allem Aufgaben recht spaßig. Sicher, Schelte gibt es für die langweiligen Textboxen und ein stimmungsvoller Funkverkehr respektive Sprachausgabe sollte im Jahr 2019 eigentlich auch kein Problem darstellen. Dennoch macht es Spaß, immer wieder mal zwischendurch eine Mission zu fliegen und die schnellen Dogfights zu genießen. Wenn euch die spartanische Präsentation nicht stört und ihr eine unkomplizierten Space Opera….nunja….ohne Opera wollt, könnt ihr zumindest bei nem Sale mal zuschlagen.

 

 



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