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Diablo 3 Eternal Collection

  • By DrAgon
  • Veröffentlicht: 11.11.2018 14:10:25
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  • Zuletzt bearbeitet am: 11.11.2018 15:15:40 von DrAgon
Lesezeit etwa: 4 Minuten, 44 Sekunden

Diablo 3:  Eternal Collection
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Review
 
Das teuflische Loot-Epos für die Hosentasche!
 
Es ist soweit. Blizzards Schätze-Wahnsinn ist endlich auch für die Switch erhältlich. Das sechs Jahre alte Game des US-Entwicklers ist nun „to go“ spielbar. Jüngst wurde auch ein Smartphone-Ableger der Franchise angekündigt. „Diablo Immortal“ nennt sich der Spaß. Dieser wird noch auf der Blizz-Con an Ort und Stelle von den Fans zurück in den Tartaros verwunschen. Das Netz ist voller Häme und Community-Trolle haten die Software rund um die Uhr in Grund und Boden. Doch die scheppernde Luft solcher Dummschwätzer soll uns hier nicht kümmern. Wir haben lieber den Port der süchtig machenden Schatzsuche für die Switch auf Herz und Nieren für euch geprüft.

Der Inhalt der „Eternal Collection“ ist fast identisch mit dem der anderen Systeme. Sie enthält das Hauptspiel „Diablo 3“, die Erweiterungen „Reaper of Souls“ und den „Totenbeschwörer“-Charakterzusatz, außerdem noch etwas Nintendo-Krimskrams, doch dazu später mehr. Da „D3“ schon über eine halbe Dekade am Start ist, zudem schon auf sämtlichen Systemen zu haben ist, werde ich euch die dämonische Schatzjagd nicht bis ins kleinste Detail erklären. Trotzdem, für alle die Diablo 3 nicht kennen, hier eine kleine Erläuterung.

Das kleine graue Modul enthält ein westliches Action-RPG in einer isometrischen Kameraperspektive. Ihr sucht euch einen Helden aus den sieben auswählbaren Klassen aus: Magier, Kreuzritter, Dämonenjäger, Hexendoktor, Mönch, Barbar und den schon erwähnten Totenbeschwörer. Das digitale Alter Ego züchtet ihr durch ständiges Metzeln tausender Gegner in den weitläufigen Gebieten heran. Das Sammeln von Loot in Form von Gold und Ausrüstungsgegenständen nährt euren Helden zu einem gottgleichen Individuum. Euch stehen eine Vielzahl an Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Je heftiger die Herausforderung, desto üppiger die Belohnung. Ihr könnt im Laufe des Abenteuers selbst Ausrüstung herstellen und Verzauberungen daran vornehmen, um euren Brandschatzer zu stärken. Die Rezeptur aus butterweichem Gameplay und den extremen Loot-Exzessen macht den Reiz der Diablo-Franchise aus. Das süchtig machende Loot-System hat  auch viele andere Genres prägend beeinflusst. Zudem wird euch in der Kampagne eine unterhaltsame, gut inszenierte und spannende Story erzählt.

Der Abenteuermodus ist in der Hosentaschenvariante von Anfang an spielbar. So müssen Kenner des Spiels sich nicht nochmal durch die Story schlachten und dürfen gleich mit den „RAIDS“ beginnen, um ihre lootfressende Kampfmaschine heranwachsen zu sehen. Hier könnt ihr in der gesamten Welt von Sanktuario zig Random-Aufgaben erfüllen und looten, looten und nochmal looten. Auch hier entscheidet der Schwierigkeitsgrad über die Fülle eurer Beute. Ansonsten sind alle anderen bekannten Modies wie: Saisonaler Held, Hardcore Held, usw. enthalten. Diese erlauben euch unter bestimmten Auflagen, einen Held zu erstellen, um so noch krassere Schätze zu ergattern.

Der Port auf die Switch ist exzellent gelungen. Zunächst aber zu den wenigen Einbußen der Umsetzung. Ihr müsst lediglich optisch kleinere Dämpfer in Kauf nehmen. Im Handheld-Mode flimmert das Geschehen logischerweise in 720p über den Screen. Auf dem TV-Bildschirm sind 960p das höchste der Gefühle. Dadurch wirkt die Optik auf dem TV leicht unscharf und ein wenig verwaschen. Zudem müsst ihr einen leicht abgespeckteren Detailgrad im Vergleich zu den anderen Systemen in Kauf nehmen. Dies zeichnet sich durch weniger detaillierte Texturen und den fehlenden Bloom-Effekten bei Zaubergefunzel und den Lichtquellen im Spiel aus. Ich habe den direkten Vergleich zur PS4-Version getätigt und wirklich nur marginale Unterschiede festgestellt. Ansonsten läuft das Spiel in sauberen 60fps und die Bildrate knickt im Solo-Modus nicht mal bei höchstem Gegner- und Effektaufkommen ein.

„Diablo 3“ auf der Swicht erlaubt euch neben der Steuerung mit dem Controller auch die Möglichkeit euren Sammelwahn mit einem oder mehreren Joy-Cons zu spielen. Hier kontrolliert ihr euren Loot-Magneten mit nur einem Stick, statt mit zweien. Dadurch müsst ihr leider auf die Ausweichrolle verzichten, könnt Diablo aber ohne zusätzlichen Controller auch unterwegs zu mehreren genießen. Persönlich bevorzuge ich aber die Handheld- oder Pro-Controller-Variante.

Natürlich dürft ihr auch wieder im Team dem roten Obermotz zu Leibe rücken. Ein bis vier Spieler können lokal oder online Diablo und seinen Schergen den Gar aus machen. Im lokalen Multiplayer, stopft ihr entweder zu viert an einen Screen, oder jeder mit einer eigenen Switch per WLAN-Verbund eure Abenteurertaschen mit digitalem Loot voll. So hat jeder im Lokal-Handheld-Mode seine eigene Mattscheibe zur Verfügung. Online funktioniert ebenfalls alles einwandfrei. Sowohl im Handheld-, als auch im Dockt-Mode, hatte ich keine Probleme mit der Verbindung und das Spiel lief konstant sauber. Wenn ihr zu viert online spielt, kann ab und an die Bildrate minimal einbrechen, sollte zu viel auf dem Bildschirm los sein. Das stört den Spielfluss jedoch nicht und fällt kaum ins Gewicht.

„Diablo 3: Eternal Collection“ für die Switch hat noch ein paar Nintendo-Gimmiks an Bord und bekommt sogar Amiibo-Support. Ihr dürft euch über eine Ganandorf-Skin, ein Huhn aus Zelda als Begleiter und eine Rahmenverzierung mit Triforce freuen. Am besten passt die Bonus-Skin zur Klasse des Magiers oder Totenbeschwörers. Ist schon witzig, mit Links Nemisis durch Sanktuario zu streifen und auf Beutezug zu gehen. Zum Amiibo-Part ist bisher ein Plastik-Abbild des Schatzgoblins angekündigt worden. Der kleine rote Gnom erlaubt euch, ein Portal in die Welt der Schatzgoblins zu öffnen, wo ihr so richtig heftigen Kram abgreifen könnt. Der Release des Amiibos ist für Dezember 2018 bekannt gegeben worden. Ob noch andere Figuren, zum Beispiel der verschiedenen Klassen geplant sind, ist noch nicht bekannt.

Fazit: „Diablo 3: EC“ ist ein hervorragend gelungener Port für Nintendos tragbaren Hybriden. Die Steuerung ist top und das Gameplay erste Sahne. Da der komplette Content auf dem Modul enthalten ist, gibt es nur wenige Spiele, die über so einen langen Zeitraum einen ähnlich hohen Wiederspielwert bieten. Besonders die Tatsache, dass der Loot-Wahnsinn nun endlich tragbar ist, macht diese Version wirklich reizvoll. Wer mit einer etwas geringeren Auflösung und einem minimal kleineren Detailgrad im Vergleich zu anderen Systemen klar kommt und ein süchtig machendes Action-RPG sucht, der kommt an der Switch-Fassung von Blizzards Teufelsjagd nicht vorbei. Trotz des ganzen Lobes stößt mir wieder einmal der hohe Preis von 60€ sauer auf. Da die „Eternal Collection“ für die Konkurrenz-Daddelkisten schon für 30 bis 40 Euro zu haben ist. Es wird leider immer öfter zur Gewohnheit, dass Switch-Gamer dreist zur Kasse gebeten werden.

Meiiiiiiiiin Schaaaaaaaatzzzzzzzzzzz....euer Tim aka Dr.Agon



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