IGI SWITCH


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Omensight

  • By DADA
  • Veröffentlicht: 16.12.2018 16:17:48
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  • Zuletzt bearbeitet am: 16.12.2018 16:21:09 von DADA
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 42 Sekunden

Omensight

-Review-

 Ich war sofort verliebt in „Omensight“. Das erste bewegte Bildmaterial traf total meinen Nerv. Wunderschöne Low-Poly-Optik und ein unglaublich fetter Soundtrack im Trailer machten mich total heiß auf dieses „Action Murder Mystery“, wie Entwickler „Spearhead Games“ sein Spiel selbst beschreibt.

Ich war mir auch sicher, dass sich die stilisierte Optik wunderbar auf die Switch übertragen ließe, doch ich wurde eines besseren belehrt.

„Omensight“ hat die Konvertierung von PS4 und PC nur bedingt gut überlebt. Im TV-Modus bleibt der Glanz zwar halbwegs erhalten, aber das Spiel kämpft offensichtlich einen harten Kampf mit der Hardware. Derber Grafikschluckauf, heftige Sägezahnkanten und Ladezeiten mitten im Spiel sind heftige Atmosphärenkiller. Schlimmer wird es aber wenn ihr die Switch aus dem Dock befreit und das spannende Abenteuer auf euerm Scheißhaus weiterzocken wollt. Die bislang noch hübsche Optik verwandelt sich in einen Pixelbrei der nur noch erahnen lässt, dass „Omensight“ irgendwann mal wunderhübsch war. Als Bonus gab es während meiner Testzeit auch noch fiese Abstürze, die mich mit einer Fehlermeldung ins Switch-Hauptmenü zurückgeworfen haben.

Es bleibt zu hoffen, dass da der ein oder andere Patch noch deutlich etwas an der Performance verbessert. Zumindest das Geruckel sollten die Entwickler noch in den Griff bekommen.

Und meine Fresse wie sehr wünsche ich mir letzteres, denn „Omensight“ ist vor allem eines, ein unglaublich geiles Game.

Die Story setzt mitten in den Kriegswirren des Landes Urralia ein. Verschieden Fraktionen sind kurz davor das Land ins völlige Chaos zu stürzen. Weit abseits der blutigen Kämpfe wird eine Priesterin ermordet. Ihr Tod löst eine Reihe an Ereignissen aus die zur Vernichtung allen Lebens führt.

Kurz vor der unausweichlichen Apokalypse erscheint der Harbinger. Ein mystisches Wesen welches am Ende aller Tage auftaucht.

Ihr übernehmt die Kontrolle des Stummen Wesens und werdet sofort mitten in den Konflikt hineingezogen. Während euch das Spiel die simple Kampfsteuerung nahebringt, versucht ihr zu verstehen warum ihr überhaupt hier seid. Doch bevor sich euch dieser Grund erschließt geht die Welt unter und alles stirbt. Game Over, Spiel vorbei.

Denkste! Denn nun kommt der besondere Twist von „Omensight“ ins Spiel. Der Harbinger ist praktisch unsterblich. Jedes mal wenn die Welt das zeitliche segnet, werdet ihr einige Stunden in der Zeit nach hinten versetzt und wacht wieder auf. Alle Erinnerungen und Fortschritte bleiben euch allerdings erhalten.

Und nicht nur das, habt ihr besonders wichtige Szenen entdeckt, dürft ihr diese auch in die Köpfe andere Charaktere Pflanzen. Mit diesen Erinnerungen verhalten sie sich natürlich anders und so nimmt die Handlung dann einen völlig neuen Lauf.

Wer jetzt Angst hat, dass man die ganze Zeit unter Zeitdruck steht, der sei beruhigt. Das Ende des Tages ist immer geskriptet. Und so erinnert das Spiel in seiner Mechanik ein wenig an Majoras Mask, spielt sich aber deutlich entspannter weil man nie das Gefühl hat, dass man möglicherweise ein wichtiges Event verpassen wird.

Die Story nimmt hat dabei mehr Wendungen als jede J.J. Abrams Serie, überzeugt aber (im Gegensatz zu J.J. Abrams) mit einer wunderbar erzählten Geschichte. Freunde werden zu Feinden und Feinde werden zu Verbündeten. Nichts ist wie es scheint und die Erzählung bleibt zu jedem Augenblick spannend.

Euer Ziel ist einfach: Klärt den Mord an der Priesterin auf und verhindert damit hoffentlich das Ende der Welt.

Spielerisch ist „Omensight“ im Grunde ein klassisches Hack´n Slay. Das Kampfsystem ist dabei schnell verstanden und setzt auf einen leichten und einen schweren Angriff. Dazu wird noch per Tastendruck in letzter Sekunde ausgewichen. So weit so bekannt. Garniert wird das ganze durch verschiedene erlernbare Fähigkeiten, bei denen ihr z.B. kurz die Zeit einfriert. Die meiste Zeit habt ihr zudem einen Begleiter an eurer Seite! Dieser kämpft munter mit und hat auch eine Spezialfähigkeit, die ihr im Kampf einsetzten könnt.

Das Gameplay ist dabei nicht im entferntesten innovativ, erzeugt aber zusammen mit der Story einen unglaublichen Sog. Man will einfach wissen wie es weitergeht und mäht sich elegant durch die Gegnerhorden. Dabei lauscht man einem grandiosen Soundtrack der mal düster melancholisch, mal episch und brachial daherkommt.

Ich liebe „Omensight“ und am liebsten hätte ich euch die technischen Makel verschwiegen. Es ist schade, dass der Port nur mittelmäßig gelungen ist. Wer die Switch meist im Handheld-Modus nutzt, sollte lieber einen Bogen um das Spiel machen. Am TV kann man „Omensight“ aber ordentlich Spielen und das Spiel behält zumindest seinen Look einigermaßen. Aber auch hier gibt es halt echt fiese Ruckler, die immer wieder heftig die aufgebaute Atmosphäre stören. Solltet ihr aber eine PS4 oder einen PC zuhause haben, würde ich eher dort zu „Omensight“ raten.

Wenn ihr aber nur eine Switch am TV habt, solltet ihr euch diese kleine Perle trotzdem mal anschauen, denn im Kern ist „Omensight“ ein unglaublich tolles Spiel.

Sollte es Updates geben die an der Performance drehen, werden wir euch darüber natürlich in Kenntnis setzten.

Einen schönen Weltuntergang wünscht euch euer David Maihöfer aka DADA



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