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Under the Jolly Roger

Lesezeit etwa: 2 Minuten, 28 Sekunden

"Under the Jolly Roger" lässt euch in die stinkenden Stiefel eines Piratenkapitäns schlüpfen.Ein Großteil des Spiels besteht dabei aus Seeschlachten, die im Ansatz an "Assassin’s Creed: Black Flag" erinnern. Eueren Kahn könnt ihr im Laufe des Spiels verbessern und bei eurer Reise auf dem Ozean trefft ihr auf Klischeehafte "Charaktere" und allerlei Kreaturen aus der Mottenkiste Hollywoods! 

Die meiste Zeit bewegt ihr euch auf einer schön gezeichneten Karte fort, könnt aber jederzeit die Ansicht wechseln und schleicht dann selbst mit eurem Schiff über den drögen Ozean. Gelegentlich finden dann zufällige Begegnungen mit anderen Schiffen oder besagten Kreaturen statt.

Im Laufe eures Abenteuers erhaltet ihr zahlreiche Missionen, die aber kaum Abwechslung bieten. So müsst ihr Personen von einer Insel zur anderen bringen oder lediglich eine bestimmte Markierung  erreichen. Das macht so viel Spaß wie Skorbut aber wenigstens erhaltet ihr Erfahrungspunkte die euch das rauhe Leben auf See deutlich erleichtern.
Auch Diplomatie spielt eine Rolle und so werden euch je nach eurer Einstellung gegenüber einer Fraktion verschiedene Boni angeboten. Ihr könnt eueren Kutter günstiger reparieren oder verschiedene Aufgaben annehmen, um die diplomatische Beziehung zu stärken.

Außerdem gilt es euer Schiff immer besser auszurüsten und neue Crewmitglieder anzuheuern. Dies Geschieht in umständlichen Menüs die mich immer wieder an den Rand meines Verstands brachten. Warum es keine Touchscreen Option gibt bleibt wohl für immer ein Rätsel, da das Spiel Interface praktisch danach schreit.

Die Gefechte auf See erinnern sehr an "Black Flag" ohne jedoch in die Nähe dessen Inzenierung oder Spielgefühl zu kommen. Meist schippert ihr unspektakulär im Kreis und wartet darauf bis ihr eure Kanonen abfeuern könnt.
Taktische Tiefe oder Spannung sind komplette Fehlanzeige.

Schlimmer wird's aber sobald ihr ein gegnerisches Schiff entert oder aber auf einer Insel anlegt. 
Die Steuerung und das Kampfsystem zu Fuss lassen Erinnerungen an frühe 3D versuche auf der ersten Playstation aufkommen und optisch bewegen wir uns Richtung Playstation 2. 
Die Animationen sind unfreiwillig komisch und Kollisionsabfrage etwas völlig abstraktes von dem wohl keiner der Entwickler jemals etwas gehört hat.
Wenigstens gibt's am Ende aber ein wenig Gold um euer Schiff aufzumöbeln.

Auch der Sound kann dieses Wrack nicht mehr retten. Die Musik ist belanglos und schafft kaum Atmosphäre. Wer schöne Shanty's oder ähnliches erwartet wird entäuscht. Die Umgebungsgeräusche machen ihre Sache besser aber auch hier fehlt es einfach an schönen Details um eine stimmige Atmosphäre zu schaffen. 

"Under the Jolly Roger" hatte die Chance etwas besonderes auf der Switch zu sein. Spiele mit Piraten Thematik gibt's bislang wenige. 
Doch leider gelingt es dem Spiel nicht diesen Vorteil zu nutzen.
Weder Technik, Spieldesign oder Steuerung können überzeugen und so dümpelt das Spiel völlig belanglos vor sich hin.

Nur was für ganz harte Piraten Fans und höchstens in der Kombination mit einer Flasche Rum zu ertragen.

Ahoi....euer David Maihöfer aka Dada



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