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Final Fantasy XV Pocket Edition HD

  • By DADA
  • Veröffentlicht: 22.09.2018 16:26:03
  • 0 Kommentare

  • Zuletzt bearbeitet am: 23.09.2018 00:34:43 von KemosabeX
Lesezeit etwa: 5 Minuten, 58 Sekunden

Final Fantasy XV Pocket Edition HD

Review

Auf der letzten Gamescom sprach Square Enix davon, dass sie FF XV gerne in irgendeiner Form auf die Nintendo Switch bringen wollen. Die Hoffnungen der Nintendo Fangemeinde auf die Umsetzung des grafisch imposanten Spieles waren groß (und auch sehr utopisch), doch im gleichen Atemzug wurde auch die Pocket Edition für Smartphones auf der GC vorgestellt. Sogleich wurden Stimmen laut, dass die Switch wahrscheinlich nur einen Port der Handyfassung bekommen würde. Und ja, diese Stimmen hatten Recht.

Ich persönlich habe Final Fantasy XV nicht gespielt. Ich habe einfach zu wenig Zeit mich mit gigantischen RPGs an der Heimischen Glotze zu beschäftigen. Aber seit ich die Möglichkeit habe meine Spiele, dank der Switch, überall mit hinzunehmen ist meine Liebe zu J-RPGs wieder entflammt. Und so habe ich mich seit dem Erscheinen von Nintendos Hybriden schon durch allerlei Kulleraugen RPGs gekämpft, während ich mich von der Bahn in Richtung Sklaverei….ähm Arbeit kutschieren lassen habe.

Deswegen gehe ich völlig unvoreingenommen an die Pocket Edition heran. Klar habe ich die Trailer und Reviews zum „großen“ Boybandabenteuer….ähm FF XV gesehen, aber habe mich sonst nicht wirklich mit dem Spiel beschäftigt.

Die Pocket Edition wirft denn „realistischen“ Grafikstil des Originals komplett über den Haufen und präsentiert die Charaktere in völlig neuem Look. Das erinnert mich persönlich ein wenig an FFVII wo Cloud und Co. in ihrer süßen knubbeligen Form vor aufwendigen Hintergründen agierten.

Die Hintergründe in der Pocket Edition werden aber natürlich in Echtzeit berechnet. Und ermöglichen so auch schöne Kamerafahrten.

Mir persönlich hat der Look ziemlich gut gefallen, erinnerte er mich doch auch irgendwie an selige 16-bit Zeiten in denen die Helden in Spielen oftmals eher süß gezeichneten Sprites waren und nicht jeder Charakter völlig überzogen gestylt daherkam.

Leider ist die technische Umsetzung nicht ganz so gut gelungen. Während die Auflösung in Ordnung geht, sind die Texturen teilweise extrem hässlich und matschig. Hier hätte beim Sprung auf die Konsolen doch noch einmal jemand Hand anlegen sollen. Trotzdem stört das generell eher wenig, da die Kamera nicht mehr wie im Original hinter den Figuren positioniert ist, sondern das Geschehen jetzt aus einer isometrischen Sicht zeigt.

Doch wenn das Spiel Objekte dann doch mal näher heranholt oder aber in der vielen Zwischensequenzen, offenbaren viele Texturen ihr wahres Gesicht.

Hinzu kommt, dass die Pocket Edition regelmäßig unangenehmen Schluckauf hat. Jeder der in Echtzeit stattfindenden Kämpfe ruckelte mal mehr Mal weniger stark. Auch beim bloßen Herumlaufen in der Welt werdet ihr dem unangenehmen Schluckauf immer wieder begegnen. Dies ist im Übrigen kein Problem welches nur auf der Switch auftritt, auch die deutlich leistungsstärkere Konkurrenz hat Probleme den Sqaure Enix Code zu verarbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass hier noch mit einem Patch nachgearbeitet wird.

Die Welt ist im Übrigen herrlich abwechslungsreich gestaltet. Eure Reise führt euch durch die Wüsten und finstere Wälder, in Eishöhlen und Vulkane und noch vieles mehr. Die Open World des Originals fiel der Schere zum Opfer, stattdessen bekommt ihr viele kleine Areale die sich auch gerne mal als Schläuche mit Bäuchen präsentieren.

Dies führt dazu, dass sich das Spiel jederzeit straff anfühlt. Leerlauf gibt es hier so gut wie keinen und hinter jeder Ecke wartet der nächste ruckelige Kampf.

Leider gibt es außerhalb der konfus erzählten Geschichte wenig zu tun. Sidequests sind so gut wie nicht existent und sind im Grunde nur kleine Sammelaufgaben die leidlich spannend sind euch aber Erfahrungspunkte einbringen.

Ich persönlich empfand das straffe Tempo aber als recht angenehm. Wer jedoch auf ein RPG mit vielen Nebenquests gehofft hat, sollte um die Pocket Edition einen Bogen machen.

Generell ist der RPG Anteil eher gering. FF XV Pocket Edition ist definitiv ein Action RPG das seinen Schwerpunkt auf die Action setzt. Die Echtzeitkämpfe spielen sich trotz des Geruckels flott, sind aber wenig anspruchsvoll. Dennoch machen die Kämpfe Spaß und sind dank der gewählten Perspektive schön übersichtlich. Nach jedem Kampf gibt es Erfahrungspunkte mit denen ihr ganz traditionell im Level aufsteigt und eure knuddelige Boyband verbessern könnt.

Je weiter ihr also in der in Kapitel unterteilten Story kommt, desto mehr Aktionen stehen euch zur Verfügung. Das Ganze wird schön stückweise eingeführt und sollte wirklich niemand überfordern.

Gerade die Warpfähigkeit des Hauptprotagonisten Noct bringt immer wieder frischen Wind ins Spiel.

So werdet ihr seine Fähigkeiten nicht nur im Kampf benutzten, sondern auch hin und wieder in spaßig inszenierten Schleichmissionen.

Was mich persönlich aber manchmal überforderte, war der fragmentierte Aufbau der Geschichte. Diese wird auch immer wieder in Form von Flashbacks erzählt und ergibt erst nach einigen Stunden annähernd Sinn. Davor viel es mir wirklich schwer Irgendetwas zu verstehen oder bei dramatischen Ereignissen etwas für die Figuren zu empfinden. Das wird mit der Zeit deutlich besser aber könnte in den ersten Stunden durchaus abschreckend wirken.

Überrascht war ich davon das Sqaure das ganze Abenteuer vertont hat. Hier hat man wohl die originalen Dialoge der großen Fassung wiederverwertet. Dies Funktioniert meiner Meinung nicht immer gut (auch weil die Figuren keinerlei Mimik haben) und sorgte bei einigen emotionalen Momenten eher für schmunzeln. Hier wäre es vielleicht besser gewesen bestimmte Situationen neu zu vertonen oder aber anders zu präsentieren. Trotzdem machen die Sprecher (auch in Deutsch) ihre Sache gut und es ist beeindrucken wie viel Sprachausgabe in dem ca.30 Stunden Wälzer stecken.

Der Soundtrack ist ebenfalls aus dem Original übernommen fiel mir persönlich während meiner Spielzeit aber weder positiv noch negativ auf.

Ich hatte trotz vieler Kritikpunkte viel Spaß mit der Pocket Edition. Gerade das erfrischend straffe Tempo hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen und es viel mir schwer das Spiel wegzulegen. Wer Lust hat auf ein eher simples Action RPG macht hier nicht wirklich viel falsch und bekommt für sein Geld auch einen ordentlichen Umfang. Schade finde ich, dass die Autofahrten und das Chocobo Reiten des Originals zwar auch hier zu finden sind, die Ausführung aber spielerisch extrem limitiert ist. Der Schwierigkeitsgrad ist meiner Meinung deutlich zu niedrig angesetzt, ist aber perfekt um das Spiel gechillt auf dem Sofa zu konsumieren.

Das passt zur „Light“ Attitüde des ganzen Spiels und ist mit Sicherheit Absicht.

Jetzt freue ich mich auf die volle Ladung Final Fantasy die Sqaure in den nächsten Monaten auf die Switch loslässt.

Euer David Maihöfer aka DADA


Serienrückkehrer Tim fachsimpelt:

Seit Final Fantasy X hab ich keinen Teil der Serie mehr gespielt. Die Essenz der Serie ging mit dem Weggang von Hironobu Sakaguchi für mich verloren. Mit Teil XV habe erstmals wieder Bock bekommen, die Serie um die doppel F's wieder auf meinen Bildschirm zu lassen. Zurecht!Habe diesen mit Freuden durchgespielt und jedweder Kritik der Fans absolut meinen Spaß mit dem Spiel gehabt.

Natürlich weckt der Pocket-Ableger auch mein Interesse und ich hab nicht gezögert in zu spielen. Mich erinnert FFXV Pocket Edition HD extrem an ein Nintendo DS Spiel mit hochauflösender Optik. Mir gefällt, dass es den Kern des "großen" Original wieder gibt und man alles sofort erkennen kann. Schade finde ich hingegen die Tatsache, dass das Hosentaschenabenteuer sehr linear aufgebaut ist und wenig Spielraum für Erkundungen oder gar Nebenmissionen lässt. Kein Angeln, kein Kochen, kein Jagen kein Gar nix. Hatte mich eher auf eine Chibi-Version der Openworld gefreut.

Das Kapmfsystem ist gut aber stark vereinfacht umgesetzt. Das begrüße ich, so entstehen weniger konfuse Situationen als beim "großen Buder". Die ISO-Sicht lässt einen genug Überblick und die Kämpfe sind recht flott. Gelegentliche Ruckler fallen zwar auf, stören jedoch meiner Meinung nach den Spielfluss kaum.

Die Vertonung ist gut, der Soundtrack episch und das alles transportiert die Atmo gut.

Für meinen Geschmack hätte es ruhig mehr Content sein dürfen, so ist die Umsetzung eine Gelegenheit für jene, die die Story ohne Openworld, riesige Quest-Listen und Grind-Orgien erleben wollen.

Für Königreich und Vaterland... euer Tim aka Dr. Agon 😉




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