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Monster Boy and the Cursed Kingdom

  • By KemosabeX
  • Veröffentlicht: 04.12.2018 13:41:36
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  • Zuletzt bearbeitet am: 28.12.2018 01:50:42 von KemosabeX
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 48 Sekunden

Monster Boy and the Cursed Kingdom
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- Review -

Es dürfte der Sommer 92 gewesen sein. Lange bevor Batman in einen Power Rangers-Anzug gesteckt wurde und mit einer klobigen Humvee-Mutation herumeierte, lief Batman Returns im Kino und das Mega Drive heiß. Der Grund für die Mega Drivie Dauerbelastung war etwa nicht die langweilige Filmumsetzung zum tollen Tim Burton-Flattermann; nein, ein anderer Held zog den Autor dieser Zeilen in seinen Bann: Shion und seine Abenteuer in der Monsterworld.

Dieser hüpfte, kämpfte und rätselte sich durch ein farbenfrohes Metroidvania; lange bevor der Begriff überhaupt ein Begriff war. Zum Killen viel zu putzige Pilzwesen, die Lust, in neue Bereiche vorzustoßen und die Hintergrundmusik der Schneewelt- all das ist bis heute in angenehmer Erinnerung geblieben.

Nun haben wir das Jahr 2018, Batman hängt mit Nervensäge Flash und Hösschennässer Aquaman herum und schafft es nicht mal, Wonder Woman ins Bett zu bekommen. Ferner macht Sega inzwischen jede Art von Spielen, nur nicht die, die SEGA-Fans nun eben wollen und somit liegt es an ebenso talentierten wie mutigen Entwicklern, den geilen alten Schei….ääähm, Fans alter Sega-Klassiker glücklich zu machen.

Monster Boy and the Cursed Kingdom heißt das Werk und hat eine ebenso abenteuerliche Reise hinter sich, wie unser Nintendo Blog und natürlich der Held des Spiels. Kein geringerer als Wonderboy-Schöpfer Ryuichi Nishizawa half dabei, Jin, seine Welt auf den Weg zu bringen und den Geist der Wonderboy-Spiele einzufangen. Dabei verbeugen sich die Mannen von FDG Entertainment Entertainment/ Game Atelier vorm großen Vorbild Wonderboy in Monsterworld und liefern gegen Jahresende einen absoluten Must-Have-Titel für die Nintendo Switch Switch ab!

Ihr wollt eine edle Einführung, in der euch aufgetragen wird, einen Drachen zu töten oder eine Prinzessin oder Königreich zu retten? Gibt es nicht. Stattdessen gibt es erst mal ein fulminantes Besäufnis mit einem dubiosen Zaubertrank. Jin’s Onkel Nabu reagiert aber  heftig auf das magische Gebräu und verwandelt im Zuge seines Trips sämtliche Einwohner von Monsterworld in Tierwesen. Wer jemals die betrunkene Verwandschaft erlebt hat, weiß um Jins Dilemma. Und so stehen wir nach dem fetzigen Trickfilm-Intro samt coolem Soundtrack mit Jin in dieser paradiesischen Strandidylle und sind auf einmal wieder 15 Jahre alt: Wunderschöner blauer Sega-Himmel und feine, handgezeichnete Sprites; alles präsentiert in knackscharfer 2D-Optik. Mit leicht dämlichen Dauergrinsen arbeiten wir uns zum ersten Boss vor, nur um kurze Zeit später in ein Schwein mit Augenklappe verwandelt zu werden!

 Diese sowie die 5 anderen Verwandlungsformen von Jin samt den Bewohnern der Welt, sind derartig liebevoll gezeichnet und animiert, dass es eine wahre Freude ist, mit ihnen zu interagieren. Neben den RPG-Elementen samt Waffen, Zaubersprüchen und Ausrüstung sind es die Verwandlungsformen, die sinnvoll eingesetzt werden wollen, will man unter anderem neue Bereiche entdecken. So führt das pummelige Schweinchen eine Stampfattacke aus und sinkt aufgrund der Leibesfülle sowie Eisensteifel unter Wasser, was durchaus von Vorteil sein kann, will man neue Abschnitte oder gar Schätze entdecken.

Die Story rund um das verfluchte Königreich ist schön erzählt und wird vor allem durch die Gespräche und Quests mit den Bewohnern transportiert. Während die Kämpfe dank punktgenauer Steuerung sehr gut von der Hand gehen, gibt es immer wieder Rätsel zu lösen, die in den besten Momenten an die legendäre Zelda-Reihe erinnern.

Neben der wirklich sehenswerten Optik, die euch in supercrispen 60FPS entgegenstrahlt, ist es natürlich auch der Soundtrack, der besondere Erwähnung verdient: Die Entwickler hatten nicht nur Wonderboy Nishizawa-San an Bord; auch beim Soundtrack holte man sich japanische Prominanz ins Team. Und so erfreuen Kompositionen namhafter japanischer Spiele-Komponisten wie beispielsweise Yuzo Koshiro (Super Shinobi, Streets Of Rage), Moto Sakuraba (Mario Golf, Granada X, Tales-Serie) oder Michiru Yamane (Castlevania-Score Chef-Lady!!!) eure Ohren und runden das Spielspaß-Paket perfekt ab.

Ich weiß, ihr werdet derzeit regelrecht auf der Switch mit tollen Spielen zugeballert. Allein schon Freunde von Neo Retro-Zocks haben dank dem Affen, der Krieger Prinzessin und nun dem Monsterjungen wirklich viel Auswahl. Doch auch hier wird man angenehm an die Zeiten erinnert, als man im monatlichen Printmag (Internet?? Wadd´n dad????) feststellte, dass mal wider 5 Shooter oder Jump´n Runs erschienen sind und man sich entscheiden musste, in welches Modul das spärliche Zeitungsausträger-Gehalt investiert werden wollte.

Wie ihr in unseren Tests lesen könnt, legen wir euch alle derzeit erscheinenden Spiele ans Herz. Solltet ihr aber derber Wonderboy- und vor allem Sega-Fan sein, dann kommt natürlich erst mal nur Monster Boy and the Cursed Kingdom in Frage. Ein zeitloses motivierendes Gameplay trifft auf ebenso überwältigende wie symphytische Gestaltung und Technik und dürfte euch locker über die 15 Stunden Spielzeit weiterhin verzaubern. Wer das Spiel auf Modul respektive die Perle angemessen im Regal stehen haben möchte, dem sei zum US-Import des Spiels geraten.

Ein großartiges Spiel; es sind wahrlich schöne Zeiten für Fans solcher Zocks und wir freuen uns schon jetzt, was das Team von FDG Entertainment/Game Atelier uns als nächstes präsentieren wird.

Viel Spaß auf eurem Trip in das verfluchte Königreich wünscht euch,

Euer Kemosabe X !!!



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