IGI SWITCH


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Call of Cthulhu - Review

Lesezeit etwa: 2 Minuten, 57 Sekunden

Ich liebe Horror-Spiele á la Silent Hill, Eternal Darkness oder Dead Space. Leider hat gerade der Nachschub diese Art von Games in den letzten Jahren doch stark nachgelassen. Umso mehr war ich gespannt was "Call of Cthulhu" so zu bieten hat und hab es nun endlich gezockt und beendet.

Ihr verkörpert den vom Ersten Weltkrieg gezeichneten Edward Pierce, der nun als Privatdetektiv versucht über die Runden zu kommen. Der Anfang lässt darauf schließen, dass ihn seine Vergangenheit an seine Grenzen gebracht hat, da er von Alpträumen geplagt wird und regelmäßig zur Flasche greift. Bis allerdings ein neuer Klient auftaucht und ihn bittet auf die Insel Blackwater zu gehen, um den mysteriösen Tod seiner Tochter Sarah Hawkins zu untersuchen.

In Blackwater angekommen kommt die Stimmung von "CoC" erst richtig zur Geltung. Eine schöne düstere Fischerinsel mit vielen zwielichtigen Gestalten. Zuerst quatscht ihr mit allerlei Bewohner, um an Information zu kommen. Zügig erfahrt ihr das ein nahe gelegenes Lagerhaus den Hawkins gehört. Diese wird aber von den örtlichen Gesetzeshüter bewacht. Hier wird euch auch ein Ansatz des Spieles klar, da mehrere Lösungswege nach R´lyeh führen. Leider werden die Optionen mit zunehmender Spielzeit immer geringer.

Ab der Hälfte des Spiels gilt es eigentlich nur so viele Objekte wie möglich zu finden, um voranzukommen. Das Gleiche gilt auch für eure Fähigkeiten. Diese könnt ihr im Verlauf des Spieles weiter ausbauen, aber das beeinflusst nur gewisse Gesprächsoptionen und diese verlieren später auch immer mehr an Relevanz. Zwischendurch gibt es auch ein paar Rätsel zu lösen, die stellenweise sogar richtig originell sind. Des Öfteren müsst ihr auch Tatorte untersuchen und rekonstruieren. Hierbei taucht ihr in eine Gedankenwelt ein und sucht nach verdächtigen Gegenständen und so wird immer mehr enthüllt, sehr gut inszeniert.

Die Geschichte ist gut erzählt und hält seine Spannung bis zum Schluss. Auch die Charaktere sind alle samt glaubwürdig und gut vertont, nur dessen Animation lässt hin und wieder zu wünschen übrig. Ein ganz großes Lob gilt der Atmosphäre, hier haben die Entwickler wirklich ganze Arbeit geleistet. Ob nun das verregnete Fischerdorf, eine verlassene Villa oder eine von einem Kult besetzte Höhle, alles wirkt sehr stimmig und wird musikalisch gut untermalt.

Der Switch-Port ist im Großen und Ganzen gut gelungen. Die Framerate bricht zwar bei besonders aufwendigen Szenen etwas ein und die Auflösung ist jetzt auch nicht von allen zweifeln erhaben. Aber ansonsten läuft das ganze recht geschmeidig, ob nun im Docked- oder im Handheld-Modus. Einzig die Ladezeiten zwischen den Kapiteln sind etwas arg lang ausgefallen, hier wäre etwas Optimierung schön gewesen.

Fazit: Ich hatte viel Freude an "Call of Cthulhu" auch wenn das ein oder andere Rätsel mich etwas überfordert hat. Ansonsten hat mich die Atmosphäre und die Geschichte richtig gepackt und ich wollte immer wissen wie es weiter geht. Besonders gefallen hat mir auch das Hauptprotagonist Edward viel kommentiert hat und ich so seine Denkweise immer mehr nachvollziehen konnte. Nur das letzte drittel und die vier Endings haben mich etwas enttäuscht zurückgelassen. Aber sonst kann ich es jedem empfehlen, der mal wieder Lust auf Horror Marke Lovecraft hat.

"Call of Cthulhu" könnt ihr euch im Switch eShop für 39,99 € herunterladen. Allerdings bekommt ihr die Retail Version meist schon für knapp 30 €. Limitierte Editionen gibt es meines Wissens nicht.

ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
(Tod aber denoch träumend, wartet Cthulhu in seinem Palast in R´lyeh.)
Euer Diego Battaglia aka Deku Man X



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