IGI SWITCH


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The Legend of Zelda: Links Awakening

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 42 Sekunden

The Legend of Zelda: Links Awakening

-Review-

Links Awakening ist neben Wind Waker mein persönlicher Favorit, wenn es um Spiele mit dem kleinen Zipfelmützenträger geht. Und so habe ich mich sehr gefreut als das Remake angekündigt wurde. Vor ein paar Jahren wollte ich mich nämlich nochmal durch Links Traumabenteuer rätseln und musste schnell feststellen, dass die Zeit nicht spurlos am Game Boy Original vorbeigegangen ist. Das liegt zum einen an den wenigen Buttons, aber auch daran, dass Link sich nur in einem Raster bewegen kann. Heute wirkt so etwas fast archaisch.

Im Remake bewegt sich Link nun völlig frei in alle Richtungen, was natürlich dafür sorgen könnte, dass die Spielbalance kippt, aber hier hat Nintendo, respektive Grezzo, ordentlich nachjustiert. Es wurden sogar Boss Patterns an die neuen Möglichkeiten angepasst. Und natürlich werden die Buttons der Switch ausgenutzt und einige Items wie die Pegasus Stiefel bekommen sogar dauerhaft ihren eigenen Knopf. Somit fällt das nervige wechseln über das Menü deutlich weniger an. 
Durch die vielen kleinen Änderungen und Verbesserungen, wirkt Links Awakening deutlich weniger staubig.

Die heftigste Verbesserung fällt einem natürlich gleich ins Auge: Die Insel Cocolint erstrahlt in neuem HD-Glanz und präsentiert sich in einem völlig neuen Look. Mir persönlich gefällt der neue Stil sehr, da er die Story und Atmosphäre des Spieles wunderbar unterstreicht. Alles hat einen sehr künstlichen fast schon plastikhaften Look. Die dezente Unschärfe am Bildschirmrand erzeugt das Gefühl als würde man in ein Diorama hineinblicken.

Eine andere Verbesserung geht euch praktisch sofort ins Ohr. Der ganze Soundtrack und alle Soundeffekte, wurden dem heutigen Standard angepasst und erstrahlen nun glasklar aus den Boxen. Mir persönlich hat vor allem der neu eingespielte Soundtrack gefallen, aber ich hätte es durchaus charmant gefunden, wenn man die Möglichkeit gehabt hätte, sich auch die originale Chiptune Mucke auf die Lauscher zu knallen. Aber egal ob nun Chiptunes oder nicht, die Musik geht sofort wieder ins Ohr und bildet dort einen Wurm, der euch und eure Mitmenschen eine Weile quälen wird.

Was sich nicht verändert hat, ist der Spielaufbau und der Umfang. Hier werden vor allem Spieler die mit „Breath of the Wild“ ins Zelda Universum eingestiegen sind, ihre Probleme haben. Der klassische Zelda Aufbau wirkt auf den ein oder anderen mittlerweile ja doch etwas ausgelutscht. Wer Bock auf klassisches Zelda hat, bekommt hier aber definitiv eines der Serien Highlights. Wirken die Dungeons am Anfang noch arg simpel, sind spätere Verliese doch ziemliche Gehirnverknoter. Das liegt auch an den teilweise eher kryptischen Hinweisen. Und auch auf der Oberwelt gibt’s einiges an Futter für euer Hirnschmalz.
In 10 bis 15 Stunden sollten geübte Abenteurer dann schon den äußerst hübschen Abspann bewundern. Im Gegensatz zu Links erstem Switch-Auftritt ist das natürlich deutlich weniger Spielzeit. Aber eben auch deutlich weniger Leerlauf. Durch die überschaubare Größe entsteht ein ganz eigener Flow, der auf mich sehr erfrischend wirkte. 

Tja also alles dufte auf Cocolint. Leider nicht, denn völlig überraschend leidet Links Inselausflug unter hässlichem Grafikschluckauf. Auf der Oberwelt geht die Framerate regelmäßig in die Knie und das so heftig, dass es eigentlich jedem auffallen müsste. Hier geht’s von flutschigen 60FPS dann schon mal Richtung 15-20 FPS. Das Spiel zieht dabei die Handbremse und wird unglaublich langsam. Des Weiteren hat das Spiel jedes Mal beim Verlassen eines Gebietes, oder eines Hauses ähnliche Probleme.
Den ein oder anderen mag das nicht stören und auch ich bin eigentlich kein Framerate Fanatiker, aber hier nagt es einfach heftig an der Atmosphäre des Titels. Mittlerweile ist nun auch teilweise klar was diese Probleme hervorruft und es bleibt fraglich inwiefern Nintendo und Grezzo da überhaupt etwas patchen können, da es wohl an der Hardware liegt. Aber, dass man das Spiel so auf den Markt geworfen hat, ist schon fast frech.
Zum Glück bleiben die Dungeons und Boss Gegner von der Handbremse verschont.

Links Awakening ist immer noch ein zauberhaftes Erlebnis und ist natürlich Pflichtprogramm für Fans. Diese werden sich auch nicht von der unterirdischen Performance den Spaß nehmen lassen. Alle anderen dürfen aber gerne warten ob Grezzo und Nintendo doch noch die Kohlen aus dem Feuer holen können und vertreiben sich die Zeit bis dahin vielleicht mit Alternativen wie Ittle Dew.
Ich persönlich hatte trotz der technischen Macken zwar sehr viel Spaß, bin aber doch recht enttäuscht davon, dass Nintendo das Ding nicht noch ne Weile auf dem Herd hatte.

Es grüßt euch ein frisch erwachter David Maihöfer aka DADA



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