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Mary Skelter 2 - Review

Lesezeit etwa: 5 Minuten, 49 Sekunden

Es gibt Spiele die machen mich schon allein wegen dem Art-Style an, da muss ich erstmal gar nicht wissen, was für ein Genre es ist. "Mary Skelter (1): Nigtmares" war so eines, ich hab nur das Cover und ein paar Screenshots gesehen und wusste, dass ich es haben will. Leider gab es das bei uns nur als Download und ich bevorzuge nach wie vor lieber physische Medien, wenn ich die Wahl habe. Die US-Version ist leider mittlerweile ganz schön im Preis gestiegen, daher hab ich es bis heute noch nicht gezockt. Ehe man sich versieht, steht schon der zweite Teil an. In dem zwar Charaktere aus Teil 1 vorkommen aber zum Glück eine eigene Story hat.

"Mary Skelter 2" ist, um auf das Genre zurückzukommen, ein Dungeon Crawler aller erster Güte. Ihr erkundet verschiedene Dungeons aus der Ego-Perspektive und bekämpft per Random-Encounter allerlei Monster in Runden basierten Kämpfen. Hinzu kommen noch allerlei Schalter-Rätsel und Fallen. Hin und wieder jagt euch ein besonders gruseliges Ungetüm durch die Gänge.

Eine Besonderheit an "MS2" ist das sehr durchdachte System. Es werden euch unzählige Möglichkeiten der Interaktion geboten. Zum Beispiel, wenn ihr Gegner angreift, spritzen sie euch mit Blut voll. Ihr könnt das jetzt so lange machen, bis der Chara in den Masaker-Modus wechselt und ihm somit mehr Attacken sowie Power zu Verfügung stehen oder eine anderer Chara kann das Blut ablecken, um somit selbst ein paar Buffs zu bekommen.

Das Ganze wird noch ins Absurdum geführt, da ihr noch Jobs wechseln könnt oder bei Gegner durch verschiedene Angriffe auch verschiedene Effekte erzielen. Später bekommt ihr noch ein Hauptquartier. Wo ihr beispielsweise eure Charaktere beschenken könnt oder ihr rubbelt ihnen in einem Bereinigungs-Mini-Game das Böse vom Leib, das sie sich in den Dungeons  einfangen können (ja das musste irgendwie auch mit drin sein). Ein Erntesystem gibt es obendrauf auch noch und ich hab gerade mal an der Oberfläche gekratzt.

Die Geschichte dreht sich darum das ein lebendiger Gefängnisturm, aus dem nichts erschienen ist und die Menschen dort eingeschlossen hat. Obendrauf hat sich die Erde auf dieses übernatürliche Ereignis den Turm genannt Jail, 666 Meter in den Untergrund vergraben. Eure Hauptprotagonistin heißt Otsuu und ist eine sogenannte "Blood Maiden", so wie auch euer Gefolge. Gemeinsam seit ihr unterwegs um weitere "Blutmaids" zu befreien und zu rekrutieren. Alle Hauptcharaktere basieren auf Märchenfiguren im Anime-Knuddel-Look. Da hätten wir Rotkäppchen, die kleine Meerjungfrau und sogar Rapunzel ist am Start.

Optisch wurden die Dungeons überwiegend schön und abwechslungsreich designt. Die Kämpfe laufen zwar auch aus der Egosicht ab, sind dafür aber auch stets flüssig und gehen schnell vonstatten. Musikalisch gibt es richtig gute Tracks die Lust auf das weitere Abenteuer machen. Zwischen drin sind zwar auch ein paar monotonere Stücke dabei das empfand ich aber als nicht so schlimm. Die Sprecher leisten sowohl im japanischen als auch im englische sehr gute Arbeit.

Fazit: Wow, Spieler die bereits Spiele wie "Etrian Odyssey" gespielt haben, kommen mit dem Grundkonzept sofort klar. "MS2" entwickelt aber das Genre so viel weiter, das man erstmal von den Möglichkeiten erschlagen wird. Wer sich aber darauf einlässt, dem erwartet eine tolle Story, hervorragendes Gameplay mit ganz vielen Varianz und ganz viel Spielstunden fürs Geld. Leider kann ich keinen direkten Vergleich zu "Mary Skelter: Nightmares" ziehen, allerdings bekommen Käufer von "MS2", den ersten Teil als Remaster kostenlos dazu. Also da kann man wirklich nicht meckern.

Wer sich nicht vor Dungeon-Crawler und abgedrehte Anime-Storys scheut, der kann sich gerne "Mary Skelter 2" für 39,99 € im Switch eShop holen (bis 30.10.19 noch im Angebot für 31,99 €). Es gibt zwar auch eine japanische Retail Fassung, die aber meines Wissens keine englische Texte bietet. Ebenso ob es bei uns je in physischer Form erscheinen wird.

Let the bloodsched begin...
Euer Diego Battaglia aka Deku Man X

Kollege Dada hat sich auch in das Höllen-Labyrinth gewagt...

Als ich noch ein kleiner Junge war, hatte ich einen Freund, dessen Bruder sich damals Spiele für seinen "Amiga 500" gekauft hatte. Für uns ein merkwürdiges Konzept, schließlich konnte man den Scheiß ja auch einfach kopieren und für Lau zocken. Doch was wir unwürdigen Würmer natürlich nicht hatten, waren die wunderschönen Packungen. Eine viel mir immer wieder ins Auge. "FATE Gates of Dawn" hatte nicht nur ein mega krasses Cover mit halbnackten Amazonen und fiesen Monsterfressen, sondern hatte auch Screenshots auf der Rückseite, die ich immer wieder ungläubig betrachtete.

Nach langem Betteln durfte ich mir das Spiel ausleihen und bekam von Stefans Bruder noch einen Stapel Papier in die Hand gedrückt. "Wirst du brauchen", sagte er mit einem höhnischen Grinsen. Zu Hause angekommen, schaute ich mir die Papiere genau an und meine Faszination für "Fate" stieg ins Unermessliche. Auf dem Karopapier waren hunderte Karten eingezeichnet. Krasser Scheiß...

Doch leider war meine Liebe zum Spiel extrem kurz. Nachdem das Intro über den Bildschirm geflimmert war und mich das Spiel in seine Welt entließ, wurde mir schnell klar, das ich 3D Spiele, bei denen man sich nur im 90 Grad Winkel drehen kann, meinen Orientierungssinn hart ficken und absolut nichts für mich sind.

Und jetzt spulen wir ins Hier und Jetzt vor in dem mir Kollege Diego einen Code für ein Spiel über den digitalen Äther schickt, das genau in dieses Genre fällt und dazu noch voll mit ständig brabbelnden Kulleraugen Dudes und Duddettes gespickt ist.

Ich wollte "Mary Skelter" aber dennoch eine faire Chance geben und versuchte mich darauf einzulassen, doch ich bin ehrlich. Nach wenigen Minuten hätte ich mir am liebsten mit einem Bohrer ein Loch in den Kopf gebohrt und mir Säure in das Loch gefüllt. Und das liegt gar nicht mal am Spiel selbst. Denn wenn ich tatsächlich mal spielen durfte, fand ich das Ganze eigentlich ganz nett.

Aber MEINE FRESSE labern einem die Figuren am Anfang einen Knopf ans Ohr. Unglaublich dröge und unverschämt lange Dialoge, bei denen ich nach einer halben Stunde einfach ausgestiegen bin, denn ich hab nicht mal im Ansatz verstanden, was da überhaupt abgeht. Gut mag sein, dass einem das ganze Gebrabbel was bringt, wenn man den ersten Teil gespielt hat, aber ich war einfach nur verloren in einer Welt voller Fabelwesen, die sich gegenseitig Blut von ihren jungen Körper lecken und mehr labern als Klosterschülerin Sieglinde, wenn sie an nem Joint genuckelt hat.

Dazu kommt ein Soundtrack, der mir buchstäblich nach drei Minuten so sehr auf den Sack ging, dass ich mir am liebsten heißes Eisen in die Ohren gefüllt hätte. Der Soundtrack wird zwar besser, aber die erste Stunde ist DER HORROR!

Ansonsten scheint das Teil aber ganz kompetent zu sein. Das Automapping hilft selbst Genreidioten wie mir nicht die Übersicht zu verlieren und auch technisch sieht das Ganze ordentlich aus. Das Kampfsystem ist herrlich flott und nicht übermäßig komplex und das optische Design ist teilweise richtig schön. Doch dann kam der Moment, in dem ich meine Dungeon Mädels sauber rubbeln musste.....ich hab dann lieber den Off-Knopf auf meiner Switch gerubbelt.

Es grüßt euch kopfschüttelnd euer David Maihöfer aka DADA



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