IGI SWITCH


Copyright: Tim Löffler, Konami, Climax Studio

IGI des Monats - Silent Hill: Shatterd Memories

  • By DekuManX
  • Veröffentlicht: 08.12.2018 17:14:01
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  • Zuletzt bearbeitet am: 08.12.2018 17:19:03 von DekuManX
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 48 Sekunden

Als großer Fan der klassischen Trilogie, war ich zu der Zeit als "Shattered Memories" rauskam noch bereit mich auf neue, von anderen Entwickler geschaffene Werke einzulassen. Auch wenn, ich anfangs meine Schwierigkeiten mit dem Stilbruch hatte.

Aber erstmal von Vorne die "Silent Hill" Reihe von Konamis Team Silent, nahm ihren Anfang auf der PlayStation 1 und ist in meinen Augen ein Meilenstein in Sachen Horror-Geschichte in Video-Spielen. Es gibt sogar eine Visual Novel-Umsetzung für den "GameBoyAdvance" allerdings nur in Japan. "Silent Hill 2" (PS2 & XB) hat das ganze nochmal auf ein ganz andere Ebene verfrachtet, besonders was Charaktere und Storytwist angeht. Mit "Silent Hill 3" (PS2) hat man zwar meinen Lieblings-Ableger geschaffen, wurde allerdings kontrovers aufgenommen. Der Bogen, der zu Teil 1 gesponnen wurde, war phänomenal und die Gesichtsanimationen können sich heute noch mehr als sehen lassen.

"Silent Hill 4: The Room" sollte eine neue Richtung einschlagen. Team Silent letztes Spiel sollte, durch wiederholende Levels und Emotionslosen Hauptprotagonist, leider auch der Schwächste der bisherigen Titel werden. Danach kam eine Berg- und Talfahrt für die Serie, da Konami die glorreiche Idee hatte, die Serie westlichen Entwickler in die Hände zu geben. Den Anfang machten Climax Studios mit "Silent Hill Origins" und das war OK, nach dem Motto: Besser gut abgeschaut als schlecht selbst gemacht. Aber dann ging es richtig Berg ab mit Double Helix und "Silent Hill: Homecoming" und "Silent Hill: Downpour" von Vatra. Die beiden hatten mit der Serie noch soviel gemein, wie David Lynch mit einem Smartphone.

Aber halt, zwischen den zwei letzten Titeln erschien noch das besagte "Shattered Memories" von Climax erstmal speziell für die Nintendo Wii. Ich muss sagen ich hab mich riesig auf das Spiel gefreut, während des zockens wurde die Skepsis immer größer und nach dem Ende, saß ich eine Weile dran und überlegte, was ich nun von dem Ganzen halten sollte. Es bricht mit sehr vielen Konventionen der Serie, wie zum Beispiel das es keine Kämpfe gibt oder das der Spielablauf strickt zwischen sicheren Bereiche und Flucht-Sequenzen eingeteilt ist. Eines, dessen cooleren Features ist es, das ihr zwischen jedem Kapitel beim Psychiater sitzt und verschiedene Aufgaben zu lösen habt. Diese beeinflussen das Spielgeschehen auf unterschiedlichste Art, wie in etwa die Klamotten der Hauptdarsteller, verschiedene Gegenstände die ihr findet oder was Harry so von sich gibt.

Die Story sieht sich als Alternativ-Geschichte zum ersten Teil, was wäre, wenn das so und so passiert wäre. Trotzdem begegnet ihr während eurer Reise auf ein paar alte Bekannte, wenn auch in etwas abgeänderter Form. Wie beispielsweise Cybil Bennett, Dahlia Gillespie und Dr. Michael Kaufmann, der gleichzeitig auch euer Psychiater ist. Ihr streift durch ein melancholisches Silent Hill das eher einer verlassenen Stadt im Schnee gleicht, als wie bisher die Nebel-Wand hoch zu ziehen. Über verschiedene Stadtteile, Waldgebiet und Schulgebäude hinaus, gibt es einiges zu erkunden.

Ausnahmsweise wurde das Wii-Feature größten Teils gut genutzt, die Wiimote selbst dient hier als akkurate Taschenlampe und ihr bekommt auch Anrufe, die ihr euch dann durch den Lautsprecher der Fernbedienung anhören könnt. Da euer Handy ein wichtiger Aspekt des Spiels ist (Fotos, Textnachrichten, Speichern etc.), findet ihr jede Menge Plakate wo auch Telefonnummern darauf stehen. Diese sind alle anrufbar und die Werbeanzeigen selbst sehen für Wii-Verhältnisse gestochen scharf aus. Hier und da gibt es auch kleinere Rätsel zu lösen, die sind aber eher leicht gehalten.

Wie Anfangs erwähnt, gibt es sogenannte Flucht-Sequenzen. Hier friert, sobald ihr in einer dieser Abschnitte gelangt alles um euch herum ein. Zudem tauchen seltsame Gestalten auf die Jagd auf euch machen, nehmt eure Füße in die Hand und lauft. Ihr müsst so schnell ihr könnt denn Ausgang finden, der nicht immer ersichtlich ist. Bei eurer Flucht findet ihr gelegentlich Fackeln die euch die Viecher vom Hals halten oder ihr könnt Schränke umwerfen, um Sie zu verlangsamen. Sollten Sie euch trotzdem in ihre Finger bekommen, müsst ihr Sie durch lästiges Wiimote-Gefuchtel abschütteln (das ging dann in der späteren  PSP & PS2 Version besser durch Tastendruck).

Akira Yamaoka, dieser Name ist so stark mit "Silent Hill" verwurzelt wie kaum ein anderer. Nach der Auflösung von Team Silent, blieb er als einziger der Serie erhalten und schrieb bei jedem Teil (außer Downpour) noch die Musik. Zusammen mit Mary Elizabeth McGlynn, ebenfalls Stammsängerin seit "Silent Hill 3", hat er auch hier einen unglaublich atmosphärischen Soundtrack gezaubert. Vor allem das Intro und Outro verdienen nochmal eine besondere Erwähnung.

Anlass für diesen Artikel ist der Wunsch vom Verfasser dieser Zeilen, nach einer aufpolierten Version von "Silent Hill: Shattered Memories" für die Nintendo Switch. Ich lege es meistens gegen Weihnachten wieder rein, da es thematisch perfekt in die Jahreszeit passt. Mit ein wenig Aufwand könnt man ein durchaus ansehnliches Spiel zaubern, das auch 2019 noch begeistern könnte. Auch wenn ich weiß, dass die Chancen dafür eher schlecht stehen. So hoffe ich trotzdem, euch hat mein kleiner Ausflug nach Silent Hill gefallen und das bei dem ein oder anderen, nostalgische Erinnerungen an eine einst großartige Marke wieder geweckt wurden.

Always on My Mind
Euer Diego Battaglia aka Deku Man X



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