IGI SWITCH


Copyright: Spike Chunsoft, Numskull Games

Ai: The Somnium Files - Review -

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 49 Sekunden

Es ist wieder Novel-Time, nur diesmal mit schöner 3-D Optik und sogar richtigen Spielelementen. Wem die klassischen Visual Novels zu einfach gestaltet sind, sich etwas mehr grafische Finesse wünscht oder gar etwas mehr als nur Text und Entscheidungen treffen, der könnte mit „Ai: TSM“ die richtige Anlaufstelle dafür parat haben. Kotaro Uchikoshi, der Schöpfer der “Zero Escape”- Reihe, liefert hiermit sein absolutes Meisterwerk ab.

Ihr schlüpft ihn die Rolle des Agenten Kaname Date, der für eine geheime Abteilung der Tokioter Polizei namens Abis (Advanced Brain Investigation Squad) arbeitet. Dies verfügt über eine sogenannte Psync Maschine. Mit dieser können Leute wie Date, die über eine bestimmte Veranlagung verfügen, sich mit dem Unterbewusstsein anderer verknüpfen, um dessen Geheimnisse ans Tageslicht zu bringen. Solche Agenten werden auch als Psyncer bezeichnet.

Date hat zudem sein linkes Auge vor sechs Jahren verloren. Dass wiederum durch eines mit künstlicher Intelligenz ersetzt wurde, dass den Namen Ai-Ball oder kurz Aiba trägt. Sie unterstützt euch mit Rat und Tat, indem sie zum Beispiel in der echten Welt euch Hilfsmittel wie einer Zoom- und Röntgen-Sicht zur Verfügung stellt. In den Traum (Somnium) Abschnitten visualisiert sich Abia sogar mit einem richtigen Körper, mit der ihr die Gegend erkundet und Rätsel löst.

Zu Beginn des Spiels seit ihr mit Date einem Serienkiller auf der Spur. Der allerdings die Morde von einem früheren Fall nachahmt. Zuerst wird der Tatort nach hinweisen durchsucht, Zeugen befragt und wenn jemand nicht die Wahrheit rausrücken will, dann muss man eben zu anderen Methoden greifen.

Wie bereits erwähnt, bietet “Ai” mehr als nur Text lesen. Klar ist es immer noch der Hauptanteil sich mit Leuten zu unterhalten und die Story voranzutreiben. Aber das Ganze wird eben durch die Somniums und gelegentliche Quick Time Events aufgelockert. Es kommen in regelmäßigen abständen Gestalten daher, die was zu verbergen haben und die Geheimnisse in ihrem Unterbewusstsein verstecken. Dann ist es wieder an der Zeit zu psyncen.

Hier befindet ihr euch meist in einer farbenfrohen Traumwelt, die später auch mehrere Ausgänge haben können und somit euren Pfad beeinflussen. Euer Aufenthalt ist aber auf sechs Minuten begrenzt, da ihr sonst das Bewusstsein der beiden Nutzer Schaden nimmt. Halb so wild, den Pewter (der Erfinder der Psync Maschine) hat ein nettes Feature eingebaut. Wenn ihr euch nicht bewegt, verlangsamt sich der Zeitfluss auf nahezu Stillstand. Jedoch verbraucht jede Aktion auch einen bestimmten Zeitanteil. Hinzu kommt allerdings das ihr beim Lösen der Rätsel immer wieder Bonis bekommt, diese könnt und müsst ihr dann klug einsetzen, um durch die Somniums zu kommen.

Optisch ist das ganz in einem schönen Cel-Shaidng Anime Look gehalten und sieht auch überwiegend richtig gut aus. Allerdings merkt man auch des Öfteren das die Switch hier und da gegenüber der Konkurrenz das Nachsehen hat. Mal gibts richtig schlecht aufgelöste Bilder und manchmal (besonders bei Rückblenden) muss die Switch eine Weile laden bis die Sequenz weiter geht. Mich hat es zwar nicht gestört und beeinflusst dem Spiel nur marginal, aber man sollte es trotzdem mal erwähnt haben.

Die Musik untermalt das Geschehen passend und bietet auch mit ein paar gesungen Einlagen von Internetidol A-Set auch was zum mitwipen. Bei der Sprachausgabe habt ihr die Wahl zwischen Japanisch und Englisch. Beide Vertonungen sind sehr gut wobei ich nach wie vor japanisch bevorzuge. Gelesen wird nur in Englisch.

Fazit: Ich bin begeistert! Nach meiner anfänglichen Skepsis, da mir die “Zero Escape”-Reihe etwas zu Rätsel lastig ist und diese sind auch noch richtig knackig. Was dem Spielfluss meiner Meinung schwer gebremst hat. Bei “Ai” hingegen sind die Rätsel zwar auch nicht immer einfach, allerdings stets irgendwie lösbar. Die Geschichte braucht zu Beginn etwas bis sie an fahrt aufnimmt, aber dann wird es immer interessanter. Eines der besten Features ist der Flowchart, den ihr jederzeit aufrufen könnt, um zu einem bestimmten Punkt des Spiels springen könnt. Somit kann jedes Ende problemlos angesteuert werden. Zum Schluss gibt es sogar noch ein paar richtige Mindfucks. Ich kann es bedingungslos jedem Novel-Fan empfehlen und vor allem für Einstiger ist es eine feine Sache da man nicht nur Lesen muss und das ganze auch was fürs Auge bietet.

Wenn ihr Lust auf “Ai: The Somnium Files” bekommen habt könnt ihr es euch im Switch eShop für 59,99 € herunterladen. Wenn ihr es lieber wie ich im Regal stehen haben wollt, könnt ihr euch die Retail-Fassung holen, die ab 40 € angeboten wird. Es gibt auch eine limitierte Auflage namens Special Agent Edition, die mittlerweile zwischen 80 und 110 € gehandelt wird. Diese beinhaltet neben dem Spiel einen kleinen A-Set Acrylaufsteller, Aufkleber, Soundtrack (39 Tracks) und ein A4 Artbook.

Oh, is there a Pornmagazine?
Euer Diego Battaglia aka Deku Man X

 



Lade Informationen...
Informationen zum Spiel
Keine Spieleinformationen

Zufälliger Artikel:

The Ninja Saviors: Return of the Warriors

0 Kommentar(e) auf "Ai: The Somnium Files - Review -"




Lasse einen Kommentar da

Dein Name
Deine Email
Dein Kommentar