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Super Smash Bros. Ultimate XXL Review

  • By KemosabeX
  • Veröffentlicht: 13.12.2018 17:02:51
  • 0 Kommentare

  • Zuletzt bearbeitet am: 13.12.2018 22:22:35 von Elektroniker
Lesezeit etwa: 7 Minuten, 0 Sekunden

Super Smash Bros. Ultimate

XXXL-Review

Nun ist es endlich da. Von vielen Nintendo-Fans heiß erwartet und für manchen Switch-Zweifler gar der Grund, endlich bei Nintendos Hybrid-Konsole zuzuschlagen. Somit haben wir bei IGI-Switch.de uns überlegt, zum heißerwarteten „Super Smash Bros. Ultimate“ einen fetten XXXL-Test hinzulegen und hoffen, selbst den lesefaulen Follower unter euch da draußen gefällt das Ding.

                   

„Super Smash Bros. Ultimate“ ist der neue Teil einer Reihe, die irgendwann Ende der 90er auf dem N(ebel) 64 begann und bis heute eine mehr als große Fangemeinde besitzt. Dies mag zum einen an dem einfachen Spielprinzip liegen, welches Prügelspiel-Pros ebenso anspricht wie die 43jährige Bürokauffrau, die ihren Ex-Mann gegen eine Switch getauscht hat und nun auch endlich mal bisschen Spaß mit Nintendo und diesen seltsamen Telespielen haben möchte.

Zum anderen ist es natürlich die Möglichkeit, aus einer mit jedem neuen Teil stetig wachsenden Kämpferschar seinen Helden auszusuchen und ihn entweder auf verhasste Nintendo-Charaktere oder mittlerweile Figuren aus beliebten anderen Franchise zu hetzen. So wischt ihr mit Latex-Hexe Bayonetta nicht nur jeden Ansatz von Gleichberechtigung von Frauen in der Videospielewelt beiseite, sondern prügelt und ballert auch Solid Snake den Dreitagebart aus der Fresse. Ihr hasst ebenfalls diese hässlichen Animal Crossing-Tierwesen, die aussehen, als wären sie aus dem Fiebertraum eines Crack-süchtigen Japaners entstanden? Dann gebt ihnen mit Ken oder Ryu aus Street Fighter ordentlich aufs Maul. Alles kein Problem bei den Gebrüdern Smash.

                   

Nun hatte ich mein erstes Stelldichein mit der Serie irgendwann zu Beginn der Game Cube-Ära und da Rouge Leader und Eternal Darkness bereits zigmal durchgespielt waren, gab ich dem Spiel damals eine Chance. Wild herauszoomende Kampfarenen, wuselndes Herumgehüpfe, hektische Spezialmanöver und ein Chaos wie bei einer Razzia im örtlichen Russenpuff ließen bei mir jedoch so gar keine Freude aufkommen.

 

Nun, Jahre später veranstalten wir nicht nur ein schickes Release-Event zum Spiel, nein, der immer noch skeptische Autor dieser Zeilen hat sich erneut ins Bildschirm-Chaos gestürzt. Um es gleich vornewegzunehmen: Auch Ultimate wird jetzt nicht ewig in meiner Switch verweilen und lässt mich immer noch zuweilen ratlos vor dem Bildschirm zurück. Dennoch gebe ich dem Spiel weiterhin eine Chance, da es wirklich bemerkenswert ist, was da an Inhalten und Modi aufs Modul gepackt wurde. Da ich die Switch gerne auch mal im Handheld-Modus betreibe respektive manche Zugfahrt überbrücken muss, bietet Ultimate mir nun im Gegensatz zu meinen damaligen Game Cube-Erfahrungen diesen „Einen Kampf mache ich noch!“ oder „Eine Figur schalte ich noch frei!“ Charakter. Selbst der rudimentäre Storymode, bei dem man ausgerechnet mit Zuckerschock-Kirby auf einer Oberweltskarte herumwatschelt, die ausschaut, als hätte sie ein Vorschüler mit Ritalin-Überdosis und Wachsmalkreiden gezeichnet, macht mir sogar Spaß. Gegen stets neue böse Klone der Helden anzutreten und dabei einen arschvoll Zeugs freizuschalten macht dann trotz des hektischen Gameplays Laune.

 

Mittlerweile habe ich mich sogar an den Online-Modus gewagt und sogar einmal gewonnen!!! Vielleicht ist es dieses Zusammenspiel aus der supereinfachen Tastenbelegung und dem Zurechtlegen einer eigenen Strategie, die mich da nun doch motiviert, selbst gegen dauerzockende Elfjährige oder bärtige Hardcore-Nintendo-User mit Lehramtsstudium anzutreten und regelmäßig den virtuellen Arsch vollzukriegen.

 

Und selbst wenn ich das Spiel dann spätestens, wenn meine Darius-Collection eintrifft, wieder aus dem fummeligen Kartenschacht schäle, muss ich doch ganz klar sagen: Das Ding ist ein verdienter Hit! Obwohl es mir dieses Jahr des Öfteren gewaltig gegen den Strich ging, im gefühlt jeden zweiten Nintendo Direct bezüglich Smash Bro. das Ohr abgekaut zu bekommen, muss ich anerkennen, wieviel Liebe und Herzblut in das Spiel geflossen sind. Allein schon die gigantische Auswahl von Kämpfern sowie die essenzielle Balance zwischen den Charakteren muss keine leichte Aufgabe für die Truppe rund um Masahiro Sakurai gewesen sein. Dazu kommt eine Modi-Auswahl, die wirklich keine Wünsche offenlässt, hunderte von Musikstücken und eine wirklich tolle Grafik samt wunderschön animierten Charakteren und Stages.

„Super Smash Bros. Ultimate“ ist nicht nur ein tolles Videospiel geworden, es stellt auch ganz klar den Höhepunkt der Serie dar und mich wundert es schon jetzt, wie man angesichts dieses Spielspaß- und Content-Monsters einen weiteren Teil schaffen möchte.

Ich verbleibe nun mit einer ganz klaren Kaufempfehlung für Nintendo-Fans und gebe das Wort weiter an meine geschätzten IGI-Kollegen, mehr Ahnung von der Serie haben und ihre Erfahrungen sowie ihre Meinungen zu „Super Smash Bros. Ultimate“ teilen wollen.

 

Viel Spaß mit dem Spiel wünscht euch euer Kemosabe X !
 

Dada meint:

Ich bin ehrlich, mir ging Super Smash Bros. Ultimate komplett am Arsch vorbei. Das einzige Smash Bros. dass ich wirklich aktiv gespielt habe war Melee. Doch die Liebe zu der Franchise starb in den Folgejahren ab und obwohl ich sowohl Brawl als auch den Nachfolger sowohl auf WiiU und 3DS in der Sammlung habe wurden diese kaum von mir gespielt. Doch als ich mich mit Ultimate (oder Ulimaaaaate, wie es redaktionsintern genannt wird) beschäftigt habe war ich sofort verliebt.

 

Es ist einfach unglaublich wie viel Liebe in diesem Spiel steckt. Man sollte meinen, dass bei so viel Inhalt vieles generisch und austauschbar wirkt, doch jeder Charakter und jeder Hintergrund ist so unglaublich detailliert und liebevoll gestaltet. Dazu kommt ein grandioser Soundtrack, bei dem ich mich ernsthaft frage wie er überhaupt auf die Cartridge passt. Ultimate ist ein Monster aber lasst euch davon nicht abschrecken.

 

Nach kurzer Einarbeitung solltet ihr das Spiel in seinen Grundzügen verstanden haben und verteilt Backpfeifen das es eine wahre Freude ist. Tatsächlich ist mein größter Kritikpunkt der Online Modus. Bisher gelang es mir trotz sehr guter Verbindung meinerseits kein einziges Match ohne Lag zu spielen. Gerade unter dem Aspekt das Nintendo für seinen Online Dienst Geld verlangt ist das doch etwas peinlich und sollte von Nintendo schnell behoben werden. Abseits dieses kleinen Mackels ist Ultimate aber eine wahre Wundertüte für Videospielfans und sollte bei keinem Multiplayer Abend fehlen. Ich geh jetzt noch die letzten Charaktere freischalten…

 

Smash-Veteran Tim meint:

 

Die Smash Bros.-Franchise hat für mich alten NintendOtaku einen ganz besonderen Stellenwert. Von Teil Eins weg, auf dem N64, hat mich das bunte Geprügel von Big-N gepackt. Damals noch recht spärlich, hat sich das Kämpfer-Kader im Laufe der Jahre fast verzehnfacht. Keine andere Marke packt mich so heftig an meinen Nostalgie-Eiern, wie die Smash Bros.-Games. Denn hier tummeln sich die meisten Helden der Branche, die mich schon seit Kindertagen begleiten und auf mich immer noch eine hohe Anziehungskraft haben.

 

"Super Smash Bros. Ultimate" ist da keine Ausnahme. Für mich gibt es fast nichts schöneres, als in der Weihnachtszeit sämtliche Heros über Bildschirm turnen zu sehen, die in der Spanne meines Gamer-Lebens schon oft genug in Geschenkform unter der berühmten grünen Tanne gelegen haben. Nintendo weiß das, deshalb verkauft sich die Marke auch wie geschnitten Brot. Wer denkt nicht gern an seine seelige Zeit vor der Röhre zurück, die von den Update-losen Plastikkästen in unseren Kinderzimmern bebildert wurde. Der aktuelle Teil der Ohrfeigerei schöpft aus den Vollen. Das größte Rooster mit 71 Haudegen, 100 Stages und so vielen Modi und Fan-Support, dass man sich fragt ob der kleine Chip für die Switch nicht gleich platzt. Im Vergleich zu den Vorgängern hat sich einiges geändert. Die Steuerung ist zackiger, die Optik crisper und die Modi kompakter.

 

Der Klassik-Mode offenbart für jeden Kämpfer ein eigenes Erlebnis, der Spirit-Mode entpuppt sich als riesiges Abenteuer und für Solisten wie für Multiplayer ist noch eine Tonne anderer Kram zu entdecken. Der Spirit-Mode gefällt mir deutlich besser als der seltsame Brettspiel-Abklatsch, des vorherigen Teils auf der Wii U, dennoch kommt nicht an den phänomenalen Emisär-Modus aus "Super Smash Bros. Brawl" auf der Wii heran. Leider fehlt mir im aktuellen Smash der Bildungsanteil. In früheren Episoden konnten Trophäen, Sticker, Meiserstücke (Demos von Nintendo-Games) und viele andere informative Dinge freigespielt werden, die seit "Super Smash Bros. Melee", auf dem Cube, jedes Game der Marke zu einer spielbaren Gaming-Enzyklopädie gemacht haben.

 

Hier liegt der Fokus deutlich mehr auf dem Fighten und weniger auf der Vermittlung des Gaming-Kults, schade. Aus meiner Sicht ist das neueste Smash aber ein totaler Hit. Wieder einmal überrollt einen die schiere Masse and Möglichkeiten seine Zeit mit dem Spiel zu verbringen und ist in meinen Augen die tollste Liebeserklärung an das Gaming und seine Helden. Danke Nintendo, ich steh einfach drauf. Keep da Lifelight... euer Tim aka Dr.Agon


Diego smasht euch auch seine Meinung:

 

Ich geb´ zu ich bin ein großer Fan der Reihe, aber was Nintendo hier wieder abliefert, grenzt schon an ein Wunder. Der schiere Content-Wahnsinn von den Charakteren bis hin zur Musik. Es ist unglaublich was die Entwickler alles in diesen Mini-Switch-Modul gepackt haben. Oben drauf ist es optisch eine wahre Wohne und läuft super flüssig ob im Handheld- oder im Docked-Mode. Einzig der wieder fehlende Emisär-Modus und der Verzicht auf die Trophäen-Enzyklopädie Stimmen mich etwas traurig. Aber dafür ist der Geister-Modus recht gut gelungen und entschädigt ein wenig. Sogar Online lief alles weitestgehend sauber, bei 4 Spieler kam es gelegentlich zu Schluckauf in der Verbindung, aber nichts Dramatisches. Das ultimative Crossover sollte in keiner Switch-Sammlung fehlen.



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