IGI SWITCH


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IGI des Monats - Xenoblade Chronicles 2

  • By DrAgon
  • Veröffentlicht: 26.11.2018 16:57:05
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  • Zuletzt bearbeitet am: 26.11.2018 17:47:25 von DrAgon
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 59 Sekunden

Es ist soweit! Hier gibt’s die neue Rubrik zum Thema subjektivem Fanboy-Gelaber und pathetischem Schwelgen in unser aller liebstem Hobby, Videogames. Auf unserer Seite gibt es allerhand News, Tests, Reviews und Mehr. Aber hin und wieder fällt es einem schwer, objektiv zu bleiben, wenn uns ein Game total abholt. Mit dem „IGI des Monats“ wollen wir uns genau für solche Momente des Gamings ein Ventil schaffen, um die volle Ladung Spaß am Spielen zu feiern. Have fun!

J-RPG at it’s best! - aus meiner Sicht ;)

Steht ein „Xeno” im Titel, handelt es sich oft um ein Spiel des Entwickler-Masterminds Tetsuya Takahashi. Schon mit „Xenogears“ auf der Playstation 1 hat er einen Meilenstein gesetzt. Die „XenoSaga“-Reihe auf der Playstation 2 ist ebenfalls unvergesslich, und so auch die „Xenoblade Chronicles“-Serie für die Nintendo-Systeme der letzten Jahre. Sobald Takahashi-san seine Schreibfeder zückt und seine ausufernden, gut geschriebenen Storys auf uns hereinbrechen lässt, bin ich total geflasht.

Voll und ganz hatte er mich mit „Xenoblade Chronicles“ für die Nintendo Wii. Bis zu jenem Zeitpunkt hatte sich in mir ein Überdruss an J-RPGs breit gemacht. Die immer selben Geschichten, die immer gleichen stereotypen Charaktere und die immer wiederkehrenden „hauptsache niedliche Anime-Girls“-Klischees haben mich einfach total gelangweilt und genervt. Trotzdem blieb ich den J-RPGs treu.

Als 2011 Tetsuya Takahashis erstes Wii-Spiel erschien, habe ich das Spiel aus dem Hause „Monolith“ anfangs mit genau diesen Klischees behaftet gesehen, wie die meisten der Genre-Kollegen auch. Nach knapp 60 Stunden Spielzeit ist das Game sogar wieder ins Regal zurück gewandert und wurde von mir recht stiefmütterlich behandelt. Es hat fast ein Jahr gedauert bis ich es wieder in das Laufwerk verfrachtet habe, um es „endlich“ fertig zu spielen. Schnell hat sich herausgestellt, dass ich nur ein wenig mehr Geduld hätte haben müssen, denn nur wenig später ab meinem alten Speicherpunkt nahm die Story dermaßen an Fahrt auf, wie ich es schon eine Ewigkeit nicht mehr erlebt hatte. Nach Beendigung des Spiel mit fast 200 Stunden Spielzeit hat sich „Xenoblade Chronicles“ zu einem meiner absoluten Lieblingsrollenspielen aus dem fernen Japan entwickelt und hat einen festen Platz in meiner Top-5.

Mit diesem Gedanken und dem Heißhunger auf mehr „Xeno“ von Takahashi-san stürzte ich mich in der Weihnachtszeit 2015 voller Inbrunst auf „Xenoblade Chronicles X“ für die Wii U, welches ich von meiner Frau als Special Edition zu Weihnachten bekommen hatte. Hier lag der Fokus mehr auf Sci-Fi und weniger Fantasy und traf auch hier in vielen Belangen total meinen Geschmack. Endlich…wieder eine J-RPG-Reihe, die ich bedenkenlos genießen kann. Leider war die Story nicht ganz so tiefgreifend wie im Vorgänger. Doch die Tatsache ein Openworld-RPG mit einem fliegenden Kampf-Mech, der sich obendrein noch in eine Art Motorrad verwandeln kann, zu spielen, hat mir einen lang gehegten Otaku-Traum erfüllt.

Als letztes Jahr die Switch erschien und „Xenoblade Chronicles 2“ angekündigt wurde, hab ich beim Ansehen des ersten Trailers einen NERD-Gasmus gehabt. Ich konnte es kaum glauben, dass im Release-Jahr des kleinen Hybriden sofort eine meiner Lieblings-J-RPGs-Reihen fortgesetzt wird. Es gibt wenige Spieleserien, die noch ein derartiges Gefühl bei mir entfachen. Soll nicht heißen, dass ich keine anderen gut finde. Aber „Xenoblade Chronicles“ hat bei mir von Teil 1 weg einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es weihnachtete erneut und die feine Special Edition von „Xenoblade Chronicles 2“ wurde mir auch dieses mal wieder zum Geschenkt gemacht.

Der „zweite“ Teil der Saga unterscheidet sich spielerisch und vom Setting total von den beiden Vorgängern. Das Kampfsystem ist komplett überarbeitet worden und der Anime-Grafikstil hat mich in dem Fall echt wieder abgeholt. Klar sind hier auch wieder einige Klischees verarbeitet, aber die Charaktere sind gut geschrieben und wachsen einem schnell ans Herz. Zu Beginn hat mich das „neue“ Kampfsystem etwas überfordert, bis ich gemerkt habe, dass es komplexer aussieht als es ist. Schnell sind mir die genialsten Kombinationen der verschiedenen Attacken gelungen und ein regelrechtes Effektgewitter auf dem Bildschirm hat mein Wohnzimmer zur Weihnachtszeit 2017 in bunte Lichter getaucht.

Richtig gelungen finde ich, dass die Geschichte komplett für sich steht aber storytechnisch trotzdem den Bogen zum ersten Teil spannt. Keine Sorge, ich werde hier rein gar nichts spoilern, denn den Twist möchte ich niemanden vorweg nehmen. Wieder einmal hat es der japanische Geschichtenerzähler Takahashi geschafft mich zu verblüffen. Zwar ist die Geschichte des Erstlings für mich auch hier nicht übertroffen, aber ich spreche in dem Fall nur für mich. Der Artstyle, die Musik, das Gameplay, die weitläufigen Landschaften und die feine Erzählweise der Story treffen bisher bei mir immer ins Schwarze.

Aktuell habe ich das AddOn zu „Xenoblade Chronicles 2: Torna-The Golden Country“ durchgespielt. Hierbei wird einem die Vorgeschichte des Hauptspiels näher gebracht, die 500 Jahre vor den Ereignissen des zweiten Teils angesiedelt ist. Auch hier bin ich sofort wieder komplett im Geschehen versunken und habe jedes Fitzelchen Atmosphäre in mich aufgesaugt. Knapp 40 Stunden Spielzeit konnte ich aus dem Zusatz quetschen und auch hier hat mich das Finale wieder umgehauen. Danke „Monolith“, so macht man AddOns!

Solltet ihr euch auch für die Reise in „Xeno“-Gefilde entschließen, dann kann ich euch die komplette Reihe empfehlen. Wenn ihr aber nur auf der Switch unterwegs seid, bietet euch „Xenoblade Chronicles 2“ genug Beschäftigung, um euch zig Stunden damit zu befassen. Eine klare Kaufempfehlung von mir für alle japanaffinen Rollenspielliebhaber, die auf gut erzählte Geschichten und faszinierende Welten stehen.
Dankepon fürs Lesen…euer Tim aka Dr.Agon



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