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Sisters Royale: Five Sisters Under Fire

  • By DrAgon
  • Veröffentlicht: 06.02.2020 20:54:37
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  • Zuletzt bearbeitet am: 06.02.2020 20:56:12 von DrAgon
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 37 Sekunden

Wo kam das denn her?

Pünktlich zum 30. Jubiläum der Firmengründung knallen uns die Entwickler von Alfa System mit „Sisters Royale“ eine neue IP auf den Screen. Die japanischen Codejongleure sind neben zig qualitativer Portierungen und Auftragsarbeiten diverser Spiele für gängige Plattformen auch für die eigens kreierten Vertikal-Shooter „Castle of Shikigami“-Serie bekannt. Zuletzt verdienten die Jungs und Mädels aus der japanischen Stadt Kumamoto ihre Brötchen mit dem JRPG „Oreshka: Taintet Bloodlines“ für Playstation Vita. Rund 13 Jahre nach ihrem letzten Shmup-Projekt „Castle of Shikigami 3“ kehren die Veteranen in das Danmaku (Bullethell)-Genre zurück. Heutzutage ist es selten, dass ein (in Japan) namhafter Entwickler neue IPs in der Nische Schoot‘em Ups veröffentlicht. Die meisten Spiele, welche die letzten Jahren von sich Reden gemacht haben, stammen meist aus der Nippon-Dojin-Szene oder von westlichen Indie-Entwicklern. Ob der Kugelwahnsinn „Sisters Royale“ auch wirklich die lang erhoffte neue Shmup-Offenbarung ist, klären wir hier.

Zur Story gibt es nicht viel zu sagen. Fünf Schwestern, welche sich kein bisschen leiden können, kämpfen darum, am Ende des Spiels unter der Haube zu landen. Jede der streitsüchtigen Mädels hat dabei einen ganz eigenen Charakter und in bissigen und witzigen Dialogen pfeffern sich die Hochzeitskriegerinnen massig Sprüche um die Ohren. Alternativ könnt ihr das Getexte auch skippen oder einen Modus ohne Storyline genießen. Besonders anspruchsvoll ist das Geseier nicht, doch die eine oder andere Punch-Line hat mich schon zum Schmunzeln gebracht.

Wie schon erwähnt, wählt ihr eine der fünf Schwestern, um mit ihr in den ultimativen Feldzug gen Hochzeitkonkurrenz zu ziehen. Die Ballerbräute unterscheiden sich neben ihrem Charakter auch durch ihre Bewaffnung. Feuer, Eis, Wind und weitere Elemente stehen den schießwütigen Ehe-Enthusiastinnen zur Verfügung. Dadurch sind sie in der Lage, neben ihren unterschiedlichen Hauptbewaffnungen noch zusätzlich elementare Begleiter für den Nah- und Fernkampf einzusetzen. Außerdem besitzen die Protagonistinnen noch Element basierte Smartbombs, welche sämtliche feindliche Projektile auf dem Screen canceln.

Jede der fünf Stages hat ebenfalls ein elementares Grundthema. Weicht brennenden Bäumen aus, schliddert nicht unkontrolliert auf Eisplatten herum oder behaltet bei Gegenwind die Kontrolle, um nicht in die Patterns der Feinde gedrückt zu werden. In der Mitte erwartet euch jeweils ein Mini-Boss und am Ende jedes Levels treten euch die Schwestern gegenüber. Je nach Schwierigkeitsgrad attackieren diese euch in unterschiedlichen Phasen mit allerlei anspruchsvollen Angriffsmustern. Drei Berührungen halten eure Wedding-Miezen aus, danach rattert die Continue-Abfrage über den Bildschirm. Für Einsteiger gibt es unendlich Continues und den Easy-Mode. Genre-Profis bekommen auf den höheren Schwierigkeitsgraden eine moderate bis anspruchsvolle Herausforderung geboten. Im Hard-Mode wird der Screen genretypisch mit Kugel tapeziert und sollte auch hartgesottenen Score-Jägern einiges abverlangen.

Die Steuerung ist ziemlich griffig und die niedlichen Pewpew-Mädels lassen sich genau durch den Kugelhagel dirigieren. Das Grundspieltempo ist recht gemächlich, manche der Angriffspatterns donnern euch gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden recht zügig um die Ohren und verlangen euch die typische Lernkurve ab. Das Scoring ist eine Mischung aus Combo-Chains und Medalling. Werdet ihr getroffen, verliert ihr all eure im Level gesammelten „Coins“ und könnt, mit etwas Glück, ein paar davon wieder einsammeln. Die große Tiefe eines Cave-Shooters wird hier nicht geboten, doch das Combo- und Coinsystem birgt durchaus Potential und lädt zum Score-Rush ein. Zudem dürft ihr euch auf Online-Leaderbords um den 1st-Place-Anime-Brautstrauß balgen.

Visuell gibt‘s nicht viel zu meckern. Fein gezeichnete 2,5D Grafik mit tollen Effekten machen ihren Job. Dabei sind die Bullets optisch immer gut vom Rest des Geschehens zu trennen und erlauben die nötige Übersicht im Kugelgewitter. Akustisch hingegen haut das kleine Ballergame richtig auf den Putz. Der Soundtrack hat ordentlich Power und reist mich mit seinen schmissigen Elektroklängen durch die einzelnen Levels.

Das Cute‘em Up ist nicht sonderlich lang. Mit etwas Übung seht ihr schon nach ca. 20 Minuten den Abspann. Durch die unterschiedlichen Schwestern entsteht Abwechslung und natürlich ein gewisser Wiederspielwert. Auf einen Zweispieler-Modus müsst ihr verzichten. Der würde Story bedingt auch keinen Sinn ergeben, da die heiratswütige Verwandtschaft ausschließlich für das eigene Wohl kämpft. Durch die kurze Spieldauer ist das Game ideal als Baller-Snack für zwischendurch geeignet.

Im E-Shop könnt ihr das Game für 12,99€ auf den Hybriden ziehen. Zusätzlich gibt‘s für weitere 2 Euronen Fünfzig einen Zusatzcharakter, der die Geschichte und das Gameplay etwas erweitert.

Fazit:
Unterm Strich bleibt die erhoffte Shooter-Offenbarung aus. Dennoch weiß „Sisters Royale: Sisters Under Fire“ mit exakter Steuerung, netter Optik und fetzigem Soundtrack durchaus zu gefallen. Die fünf Mädels mit ihren unterschiedlichen Spielweisen bieten eine Weile Beschäftigung für ausgehungerte Genre-Fans. Die Herausforderung reicht von moderat bis schwer und dürfte auch Veteranen bei der Stange halten. Aber auch Einsteiger dürfen einen Blick riskieren, da Easy-Mode und unendlich Continues zur Scorejagd zwischendurch einladen.

Pewpew...Pew! ...euer Tim aka Dr.Agon



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