IGI SWITCH


Copyright: Grafik: Tim Löffler

Nintendo Post E3 Event 2019 in Frankfurt am Main

Lesezeit etwa: 11 Minuten, 5 Sekunden

Nach der E3 ist vor der E3!

Nintendo lädt zum alljährlichen Zock-Event in die Main-Metropole und wir IGI‘s dürfen da natürlich nicht fehlen. Früh morgens um halb sechs haben sich Diego Battaglia und meine Wenigkeit (Tim Löffler) ins Auto gesetzt, um rechtzeitig zu Beginn des Spektakels am Start zu sein. 350 Kilometer, drei Staus, ewig nach Parkplatz suchend und viereinhalb Stunden später sind wir fast pünktlich angekommen. Zu den Temperaturen des Tages muss ich nicht viel sagen, Diego und ich haben wohl einen Teil unseres Körpergewichts in kristalliner Form verloren (ächtz).

Bei Big-N angekommen, ist nicht lange gefackelt worden. In einem großem Raum mit zig Anspielstationen und Sitzgelegenheiten wirkte alles sehr gemütlich und hat dem Ganzen ein messeähnliches Flair verpasst. Aber wir sind nicht zum Chillen nach Frankfurt gedüst, sondern um die E3-Hits wie zum Beispiel „Zelda-Links Awakening“ oder „Luigis Mansion 3“ der Klempner-Firma zu testen. Außer uns waren auch viele andere Medien-Kollegen damit beschäftigt, sich den neuesten heißen Scheiß von Nintendo zu geben, also nix wie ran!

Diego und ich haben alles unter die Lupe genommen und schildern euch unsere Eindrücke jeweils mit eigenen Worten. Wir finden, das nützt euch am meisten, da doch jeder eine eigene Meinung zu den einzelnen Titeln hat.

Die Games:
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Luigis Mansion 3

Tim:
Am meisten hat mich das Gameplay an Luigis Trip durch den Hotel-Turm interessiert. Der Ablauf orientiert stark an „Luigis Mansion 2 - Dark Moon“ vom 3DS. Ihr benötigt nur einen Stick, um die Geister zu fangen. Schade, ich hätte gerne wie zu Cube-Zeiten die Ectoplasmen mit Dualstick-Kontrolle im Geistersauger verschwinden lassen. Mir persönlich haben die optischen Neuerungen wie Licht- und Schattenspielereien sehr gut gefallen. Das typische „Mansion-Flair“ wird auch im dritten Teil wunderbar wiedergegeben und der Humor kommt nicht zu kurz!

Diego:
Nachdem mir der zweite Teil etwas entsagte, kehrt „LM3“ wieder zu seinen Wurzeln zurück. Mit zeitgemäßer Optik und etlichen neuen Moves macht sich Luigi diesmal auf, ein komplettes Hotel von Geistern zu säubern. Die Klempnerhatz lies sich gewohnt gut spielen und steckt voller witziger Ideen.


Mario & Sonic Bei den Olymischen Spielen - Tokyo 2020

Tim:
Was soll ich sagen? Die Sportminispielsammlung glänzt nach langer Abwesenheit wieder mit massig Charakteren aus dem Sega- und Nintendo-Kader. Ihr dürft entweder mit den Joycons fuchteln oder jagt eure Firmenmaskotchen mit dem Pad über den Screen. Alles spielt sich gewohnt gut, aber ohne große Überraschungen. „M&S BDOST 2020“ dürfte vor allem mit mehreren Leuten eine Menge Spaß machen.

Diego:
Mario und Sonics sechste olympische Eskapade bietet genau das, was man sich darunter vorstellt. Ein paar neue Disziplinen sowie viele Steuerungsoptionen sollen dem bunten Firmenduell neuen Schwung verleihen. Für mich war es nichts, aber ich denke, dass sich immer ein paar Fans auf die Turnorgie rund um Sega und Nintendo freuen werden.


The Elder Scrolls: Blades

Tim:
Da ist es wieder, das nächste Handygame für die Switch. Wer ein neues „Skyrim“ erwartet, hat Pech gehabt. Das „TES to Go“ ist bis auf die Steuerung mit Pad oder Joycons identisch zur Smartphone-Version. Die Free To Play Looterei ist als Spiel zwischendurch gedacht und so gestaltet sich auch der Ablauf. Sammelt Kram, baut euer Dorf auf und seid der Held im Erdbeerfeld. Ihr könnt zwar alles freispielen, doch mit Mikrotransaktionen euren Fortschritt beschleunigen. Optisch sieht das Game recht solide aus, reist aber absolut keine Bäume aus.

Diego:
Der Smartphoneumsetzung von „Blades“ wird eine ordentliche Pad- und Motion-Steuerung spendiert. Das Free To Play Abenteuer läuft flüssig auf der Switch und soll kontinuierlich mit neuem Content versorgt werden. Ein „Skyrim“ stößt es selbstverständlich nicht vom Thron, bietet aber gute Tamriel-Unterhaltung für zwischendurch.


Hollow Knight: Silksong

Tim:
Jawoll! „Silksong“ knüpft genau da an, wo der Erstling aufgehört hat. Absolut feine Optik, geschmeidiges Gameplay und fabelhafter Sound machen die Fortsetzung zu einem Muss für Fans des Vorgängers. Der Vania-ähnliche Trip mit „Hornet“ macht einen super Eindruck und steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste.

Diego:
Leider habe ich es bis heute nicht geschafft, das erste „Hollow Knight“ zu spielen. Doch als ich „Hornet“ mit ihren butterweichen Movements über den Screen donnern gesehen habe, hat es mich umso mehr angespornt, dies endlich nachzuholen. Das Artdesign hat mich schon vorher angemacht und „Silksong“ scheint optisch noch einen draufzusetzten.


Resident Evil 5

Tim:
Yaaay! Capcom macht genau das, was ich erwartet habe. Die Japaner drücken uns natürlich auch auf dem Hybriden ihr komplettes Zombie-Portfolio rein. Man fahre kurz mit der Polygon-Poliermaschine drüber, tadaaa, und fertig ist der Grund, euch nochmal Geld für ein altes Spiel aus dem Kreuz zu leiern. Auch wenn der fünfte Teil gut auf die Switch portiert worden scheint, stößt mir sauer auf, dass hierzulande wohl wieder nur ein Download kommt.

Diego:
Capcoms Melkmaschine läuft auf Hochtouren. „Resi 5“ macht sich auch auf der Switch gewohnt gut, doch bis auf die höhere Auflösung und allen Add-Ons bleibt die Zombie-Milch die selbe. Toll, nun dürft ihr Untote On The Go plätten, doch bei uns wieder nur als Download....Pfui, Capcom!


Pokémon Schwert und Pokémon Schild

Tim:
Tja, die Taschenmonsterjagd von Big-N war noch nie wirklich mein Favorit, trotzdem habe ich stets die Entwicklung der Spiele verfolgt. Nach zig Handheld-Ablegern bekommt die knuffige Kleintierhatz endlich einen Auftritt auf dem großen Screen eures TVs. Die 3D-Welt und frei drehbare Kamera verpassen dem Franchise ein komplett neues Feeling. Die Kämpfe sind gewohnt gut und zaubern ein heftiges Effektgewitter auf den Bildschirm. Besonders die Dynamex-Versionen der Pokémon bringen frischen Wind in die bekannte Spielformel. Fans werden aber wahrscheinlich schon vor Aufregung die Tage bis zum Release zählen.

Diego:
Wir durften einen Wasser-Dungeon anzocken. Hier gab es ein paar „nette“ Schalterrätsel zu lösen und man konnte sich etwas in die Kämpfe reinfühlen. Zum Abschluss der Demo stellte sich uns ein Arenaleiter in den Weg. Bei dem Kampf gegen den Ober-Guru kommt die neue Dynamex-Fähigkeit effektgeladen zum Einsatz. Ich muss sagen, dass es mich mehr beeindruckt hat, als zunächst gedacht, wenn sich zwei übergroße Taschenmonster gegenüberstehen. Optisch macht der Titel einen guten Eindruck, der Sprung auf die Heimkonsole sollte den Fans sehr zusagen.


Super Lucky Tales

Tim:
Super Fuchsio äääh...was? Durch die neue Zusammenarbeit von Nintendo und Microsoft hüpft der nächste „exklusive“ Xbox-Titel der Amerikaner auf die Switch. Der Plattformer spielt sich wirklich gut und erinnert in vielen Punkten an ein älteres 3D-Mario. Zig Collectables wollen vom putzigen Meister Reinecke in den bunten Levels gefunden werden, um Tür und Tor zu öffnen. Die Hüpferei macht nichts falsch, ist aber auch kein bisschen innovativ. Solltet ihr an Jump‘n-Run-Mangel leiden, ist „SLT“ auf jeden Fall nicht die schlechteste Wahl.

Diego:
3D-Jump ´n Runs sind ja heutzutage nicht mehr so weitverbreitet wie einst. „Super Lucky Tales“ versucht diese Lücke zu füllen, lehnt sich dabei aber nicht zu weit aus dem Fenster. Knuffige Optik gepaart mit einem 08/15-Move-Portfolio machen das Game eher für jüngere Zielgruppe attraktiv.


Dauntless

Tim:
Der Free To Play Monster Hunter Klon war auch anspielbar. Sogar zu dritt in einer Gruppe durften die digitalen Ungetüme in die Mangel genommen werden. Die Kämpfe gehen wie bei den bereits erhältlichen Versionen flüssig vonstatten und machen Laune. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Jagd auch in 60 Frames auf dem Hybriden läuft. Für Switch-Gamer aber definitiv ein guter Port, der auch die Sucht nach Loot und Abenteuern im Co-Op stillen dürfte.

Diego:
Bei der E3-Demo gab es sechs vorgefertigte Charakterklassen, mit denen man gemeinsam oder allein sich in die Jagd stürzen konnte. Das Ganze läuft weitestgehend sauber auf unserem Lieblings-Hybriden. Das große Vorbild lässt sich nicht leugnen, trotzdem hat es genug eigenes im Gepäck. Mich lässt es eher kalt, aber Fans von Loot-Orgien dürften ihre wahre Freude an „Dauntless“ haben.


Marvel Ultimate Alliance 3

Tim:
Noch ein Multiplayer-Co-Op-Geschnetzel. Diesmal mit Marvels Kostüm-Knilchen. Schreitet mit Thor, Iron Man, Deadpool und Co. allein oder in Vierergruppen durch isometrische Levels und zieht ner Menge Minions des Bösen einen Scheitel. Ihr dürft 30 eurer Helden grinden und mit haufenweisen Powerups zum ultimativen Gangsterschreck hochzüchten. Wir haben zu viert gespielt, leider hat die Kamera im Spiel nicht so recht funktioniert, hektisches hin- und hergezoome war die Folge. Da die Maskenparty schon im Juli erscheint, gehe ich nicht davon aus, dass das noch groß gefixt wird. Das Gameplay war ok, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Bin gespannt, ob im Endprodukt noch mehr Fleisch am Ablauf ist als in der Demo.

Diego:
Die langersehnte Fortsetzung des Marvel-Mash-Ups macht eine gute Figur. Viele spielbare Helden, die alle ihre ganz eigene Movepalette bieten, spielen sich ordentlich und bestimmte Zusammenstellungen geben euch Status-Buffs. Besonders gefallen hat mir, dass man sich auf Knopfdruck gegenseitig unterstützen kann. Timed ihr bestimmte Tastenbefehle nacheinander, donnert die Marvel-Crew mit einer heftigen Vierer-Combo über den Screen.


Dead by Daylight

Tim:
Das virtuelle Fangen-Spielen im Horror-Gewand flimmert auf die gleiche Weise über den Bildschirm wie in den anderen schon erhältlichen Versionen auch. Ein Killer und vier lebensmüde Teenies tummeln sich in einem düsteren Level. Bleibt die Gruppe Frischfleisch bis zum Morgengrauen am Leben, hüpft euer virtuelles Alter-Ego freudig auf und ab. Sollte der Killer aber gute Arbeit geleistet haben, tja dann gewinnt er. Das Multiplayer-Spiel konnte zu fünft angespielt werden. Auch wenn ich dem Spiel vorher nicht viel Beachtung geschenkt habe, finde ich die Idee recht spaßig. Gameplaytechnisch ist alles recht ok, wirkt aber sehr langatmig und dröge. Beim optischen Eindruck bleibt bei mir nur eine hochgezogene Augenbraue, denn hübsch ist was anderes.

Diego:
Gääähn! Ich habe mich durchgerungen, einen Blick auf „DBD“ werfen. Nach wie vor hinterlässt der Titel bei mir einen faden Geschmack. Mag sein, dass es Leute gibt, die ihren Spaß daran haben, für mich allerdings stellt sich schon beim Zusehen enorme Langeweile ein. Optisch und spielerisch erinnert mich das „Spektakel“ eher an ein veraltetes PS2-Spiel. Ein zweites Mal werde ich mich bestimmt nicht bis zum Morgengrauen durchbeißen.


The Legend of Zelda: Links Awakening

Tim:
Wie erwartet, gab es eine kurze Demo zum Insel-Trip von Nintendos Zipfelmützenträger Link zum Anspielen. In der 15 minütigen Demo startet ihr von Beginn des reanimierten Game-Boy-Abenteuers. Da ich Links Tropen-Exkursion schon zu Kindertagen gefühlte hundert Mal gespielt habe, war alles gleich stark vertraut. Das Eiland ist wie damals, nur in schöner. Der plastische Look, die tollen Lichtspielereien und die Tiefenschärfeeffekte verpassen der Retro-Perle neuen Glanz. Die Achtwege-Steuerung ist an die originale Steuerung das Game-Boy-Spiels angelehnt, fühlt sich aber keineswegs altbacken an. Ihr habt nun mehrere Aktionsknöpfe zur Verfügung, um eure Items einzusetzen, auch stehen dem grünen Schwertschwinger Schild und Klinge permanent zur Verfügung. Früher musstet ihr Waffe und Schutz ablegen, um andere Gegenstände zu nutzen. Zack Bumm, war die Demo schnell vorbei. Zunächst war ich skeptisch, ob das Remake eines über 20 Jahre alten Klötzchen-Hits heute immer noch was reißt. Nach der Demo ist meine Freude auf Cocolint und seine Bewohner wieder entflammt und hat mir erneut bewusst gemacht, dass „TLOZ: LA“ eines der besten Spiele der Reihe ist.

Diego:
Endlich durften wir selbst Hand an Links neues altes Abenteuer legen. Es fühlte sich an, wie nach langer Zeit Heim zu kommen. Das Ganze ist allerdings mit einer ordentliche Grafik-Spritze aufgepeppt. Unser Held im grünen Gewand schaut jetzt durch mehr Animationsstufen in alle Richtungen und spielt sich dadurch noch geschmeidiger. Dank den zusätzlichen Switch-Buttons könnt ihr jetzt mehrere Items gleichzeitig tragen, was das lästige Menü hin und her der Vergangenheit angehören lässt. Einige Schauplätze, wie zum Beispiel das Kran-Spiel, wurden optisch angepasst, aber ansonsten hält sich „Link´s Awakening“ überwiegend an die Vorlage. Zumindest war das mein Eindruck in der viel zu kurzen E3-Demo. Wer das Original gezockt hat, findet sich hier sofort zurecht und ist gleichermaßen gebannt. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder durch Cocolint zu reisen.


Astral Chain

Zum Schluss gab es noch eine ausführliche Präsentation zum Sci-Fi-Geschnetzel „Astral Chain“ von Platinum.  Ein Mitarbeiter der japanischen Klempner-Firma hat auf einer großen Leinwand ordentlich die „Legions“ über den Screen gejagt, um eindrucksvoll zu demonstrieren, was der neue Action-Hit auf dem Kasten hat. Es gibt unterschiedliche Protagonisten und jeder der Future-Cops kann bis zu fünf verschiedene der astralen Helfer mit sich führen. Uns wurden allerdings nur der Schwert-Typ (Nahkampf) und der Bogen-Typ (Distanzkampf) gezeigt.

Die Alien-Bedrohung namens „Chimeras“ können nur mit Hilfe der „Legions“ durch astrale Portale erreicht werden. Dort angekommen, zieht ihr mit typischer Platinum-Action durch rubinrote Kristall-Level. Eure angeketteten Begleiter lassen euch versteckte Wege finden und mit den individuellen Fähigkeiten dieser müsst ihr auch kleinere Rätsel lösen.

Optisch macht „Astral Chain“ einen Hammer-Eindruck: knallbunte Farben, viele Spiegelungen im regendürchnässten Boden, heftige Licht- und Spezialeffekte sind genau das Salz, das man sich in der Platinum-Suppe wünscht. Der CellShade-Cyberpunk-Stil erinnert stark an einen krassen Action-Anime und sorgt bei uns als Fans von Platinum für richtig Bock auf mehr.

Am 30. August soll das Effektgewitter auch in deutschen Läden liegen. Wer auf heftige Action alá Bayonetta steht, sollte sich diesen Tag gut merken.


Das war unser Trip nach Frankfurt zu Nintendo. Wir hoffen, euch helfen unsere Eindrücke ein wenig weiter. Auf welches Spiel freut ihr euch am Meisten und was lässt euch eher mit Desinteresse zurück? Schreibt uns in die Kommentare!

Bleibt geschmeidig,


euer Tim und Diego!



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