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Nippon Marathon

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 7 Sekunden

Nippon Marathon

-Review-

Ich bin großer Fan von trashigen Spielen und „Nippon Marathon“ schrie praktisch laut: „LIEBE MICH!“

Und tatsächlich finde ich das Spiel von Entwickler „Onion Soup Interactive“ ganz schrecklich großartig. Leider trüben ein paar technische Probleme das irre Rennen durch Japan.

Doch um was geht’s überhaupt? „Nippon Marathon“ ist im Kern ein Rennspiel aber ohne Autos. Tatsächlich ist das Spiel wirklich ein Marathon quer durch Japan und mit kleineren Ausnahmen seid ihr zu Fuß unterwegs. Was sich nun furchtbar langweilig anhört, ist aber ein herrlich skurriles Durcheinander. Denn die Strecken sind gespickt mit allerlei alltäglichen aber auch völlig bescheuerten Hindernissen. Da kann es schon mal sein, dass ihr von einer Horde Akitas verfolgt werdet oder ihr euch durch einen Strom japanischer Geschäftsmänner schlängeln müsst. Die Strecken werden zunehmend ebenfalls total gaga. So seid ihr auch gerne mal über den Dächern einer Stadt unterwegs, oder rennt durch und auf einem Bullet Train bei voller Fahrt.

Jeder Gegenstand kann zum fatalen Hindernis werden. Dabei ist die Physik äußerst kreativ und kleinste Berührungen mit Objekten, können zu völlig irren stürzen führen und wahnsinnige Kettenreaktionen auslösen. Das Ganze ist unglaublich lustig und kann zu heftigem Bauchmuskelkater auslösen. Vor allem mit mehreren Mitspielern entwickelt das Spiel eine ganz eigene Dynamik. Eigentlich das perfekte Partyspiel, da auch die Steuerung jedem sofort in Fleisch und Blut übergeht.

Wenn ihr also drei Kumpels oder Kumpelinen oder gar eine Mischung dieser im Haus habt, ist das Spiel eine absolute Spaßgranate und wird mit jedem Bier, Schnaps, Joint oder Ticket auf der Zunge eigentlich nur noch besser. (IGI-Switch rät dazu Alkohol nur verantwortungsvoll zu sich zu nehmen und ist gegen jede Form von Drogenmissbrauch!)

Oben drauf gibt’s auch noch zwei herrliche Partyspielchen. Da wäre zum einen ein zufällig generierter Hinderniskurs auf dem ihr abwechselnd versucht die meiste Distanz hinter euch zu bringen und ein Bowling Spiel, das ihr mithilfe eines Einkaufswagens spielt.

Doch auch allein ist „Nippon Marathon“ sein Geld Wert. Es gibt vier Hauptfiguren (einer davon ist ein Typ in einem Hummerkostüm, dessen Opa von einem Meteorit getötet wurde und der sich nun mit Briefen aus dem jenseits meldet) die alle ihre eigene Story Kampagne haben. Die Geschichte rund um den Marathon ist völliger Irrsinn und eskaliert gegen Ende im totalen Wahnsinn.

Garniert wird das Spektakel mit einem an sich gelungenen Soundtrack, der aber in den Zwischensequenzen recht nervig werden kann. Die sind eh ein Problem, weil sie zwar durchaus amüsant sind, aber sich teilweise ziehen wie Kaugummi. Wesentlich gelungener ist da der Kommentator, der die Rennen wunderbar treffend mit seinem dicken japanischen Akzent unterlegt. Pures Comedy Gold!

Die Optik ist mies. Aber das ist wahrscheinlich Absicht. Grobschlächtige Charaktere mit hakeligen Animationen treffen auf eine Optik, die jedes Playstation 2 Spiel beleidigen würde. Aber das Ganze trägt zum skurrilen Charme des Spiels bei und ist mit ziemlicher Sicherheit gewollt. Was aber vermutlich keine Absicht war, ist die Performance. Generell läuft das Spiel mit 30FPS aber kommt leider öfter als mir lieb war ins Stocken. Das passiert vor allem wenn einer eurer Gegner aus dem Rennen fällt oder aber bei größeren Kollisionen. Es kommt auch schon mal vor, dass euch das Bild für einige Sekunden komplett einfriert. Das Ganze störte mich tatsächlich sehr, da es oft den schönen Spielfluss unterbricht. Schade, dass dieses Problem bisher nicht behoben wurde.

Abseits von diesem Makel ist das Spiel aber ein unglaublicher Spaß und definitiv ein Dauergast auf meiner Switch. Diese Multiplayer-Granate wird in Zukunft auf meinen Homepartys (als hätte ich sowas) in Dauerschleife laufen.

Witziges Detail: Obwohl das Spiel aus jeder Pore „JAPAN“ schreit haben es 2 Engländer zusammengekleistert.

Es grüßt euch aus dem Exil euer David Maihöfer aka DADA



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