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Null Drifter

Lesezeit etwa: 2 Minuten, 14 Sekunden

 

Null Drifter

-Review-

Im September 1979 erschien ein wegweisendes Spiel, dessen Einflüsse auch heute noch deutlich spürbar sind. Mit einer Auflösung von 256×231 und einer monochromen Farbpalette ist Ataris „Asteroids“ heute technisch ein Relikt. Trotzdem werden sich die wenigsten Zocker der magischen Anziehung des Klassikers erwehren können sollt es irgendwo über einen Röhrenfernseher flimmern.

 

„Null Drifter“ könnte man schon fast als Hommage an das frühe Meisterwerk von Lyle Rains und Ed Logg sehen, dass heute übrigens im „Museum of Modern Art“ seinen festen Platz hat.

Nicht nur ist das Spielprinzip lehnt sich an „Asteroids“, sondern auch visuell wird hier in eine ähnliche Kerbe geschlagen. Entwickler „Panda Indie Studio“ redet hier selbst von 1-Bit Grafik und haut uns mit „Null Drifter“ einen monochromen Twin Stick Shooter um die Ohren der zwar mit chromatischer Aberration und dem eine oder anderen modernen Effekt aufwartet aber im Kern aussieht wie ein Spiel aus den frühen 80er Jahren. Und nein ich rede hier nicht von dem unglaublich ausgelutschten 80er Hollywood Look, sondern von den „echten“ 80ern Baby.

Spielerisch gibt sich „Null Drifter“ aber etwas moderner. Euer kleines Pixel Schiff hat den obligatorischen „Dash“ und am Ende kann man die gesammelten Pixel Moneten in dauerhafte Upgrades investieren. Damit wird das Spiel nach jedem Run ein wenig einfacher und langsam aber sicher verwandelt sich euer mickeriges Schiffchen in eine (fast) unbesiegbare Kampfmaschine. Und das war es eigentlich schon. Ihr ballert euch durch Welle um Welle an wunderbar hässlichen Pixel Viechern aus der unendlichen Cthulhu Armee und bekommt bei einer Flut an Schüssen und Gegnern heftig an eure Grenzen. Das ist simpel aber auch verflucht schwer motiviert aber ungemein. Aus einem kurzen Spielchen zwischen durch werden schnell mehrere Stunden wüstes Geballer, weil man schnell im „noch ein Versuch“ sog gefangen ist.

Und trotz monochromer Optik ist für Abwechslung gesorgt. Ständig schaltet ihr neue Farbfilter frei, die teilweise an klassische Heim Computer angelehnt sind, und auch neue Gegner und Bosse wollen euch ständig ans Leder.

Der Soundtrack ist übrigens extrem geil. Elektronische Beats massieren eure Ohren und untermalen das hektische geschehen in Perfektion.

„Null Drifter“ gewinnt keine Innovationspreise, aber macht eigentlich alles richtig und ist somit für Fans des Genres ne Sichere Bank. Optisch muss man allerdings ein Faible für das Design haben. Den trotz ein paar moderner Grafiktricks wie chromatischer Aberration gibt’s hier wirklich nur extrem simple Optik die schon auf den meisten 8-Bit Schleudern veraltet gewesen wäre. Mir persönlich hat das aber sehr gut gefallen.

Für 5 Euro macht man hier aber wirklich wenig falsch. Ich bin mir sicher, dass ich „Null Drifter“ öfter spielen werde als so manche Hochglanz AAA-Grütze.

Stay pixelated

Euer David Maihöfer aka DADA!

 



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