IGI SWITCH


Copyright: Wonderboy Bobi, Pqube

Aggelos - Review

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 12 Sekunden

Bei den unzähligen Titeln die im Switch eShop täglich erscheinen, geht oft auch mal was an einem vorbei. Es gibt so einige Indie-Perlen die oft zu wenig Beachtung bekommen. Bei mir unterteilt sich das in zwei Kategorien. Zum einen, Spiele die nicht meinen Nerv treffen und somit nach ein bis zwei Stunden in den Tiefen meiner SD-Karte verschwinden. Zum anderen, welche die absolut ins Schwarze treffen und mich nicht mehr loslassen bis ich durch bin. "Aggelos" zählt zu letzterem und warum, werde ich euch nun näher erläutern.
 
Schon in den ersten Spielminuten merkt man wo die Inspiration für "Aggelos" herkommt. Ganz klar standen hier "Wonder Boy in Monster World" und "Zelda II - Link´s Adventure" Pate (Ok ok, das der Entwickler sich "Wonderboy Bobi" nennt, verrät es natürlich auch schon). Somit willkommen im Königreich Lumen.

Ihr fangt mit eurem namenlosen und stummen Helden in seiner Behausung an. Nichts ahnend lauft ihr durch den nahe gelegenen Wald und schon fällt euch die Prinzessin des Landes in die Arme, die gerade von einem Monster angegriffen wird. Kurzerhand macht ihr dem Vieh den Garaus und sobald die holde Maid zurück im Schloss ist, erfahrt ihr, was abgeht. Ein Finsterling ist dabei das Tor zur Unterwelt aufzubrechen und nur der auserwählte Held (der rein zufällig ihr seid) vermag das zu verhindern. Hierzu müsst ihr das Königreich bereisen und vier Siegel finden. Ja gut die Story fährt die 08/15-Fantasy-Schiene.

Die Grafik könnte direkt aus der 16-Bit Ära stammen und bietet liebevoll gestaltete Szenerien. Hier gibt es auch alles, was das Fantasy-Klischee hergibt. Von Wald- bis Unterwasser-Levels bis hin zu Gebirge und Wolkenreich. In jedem Gebiet gibt es zusätzlich ein kleines Dorf wo ihr euch mit Items und Waffen eindecken könnt sowie einen Dungeon samt fordernden Endboss. Habt ihr einen Dungeon gemeistert winken neue Zaubersprüche. Obendrauf gibt es verschiedene Schwertmeister zu finden, die euch neue Waffen-Skills beibringen. Die braucht ihr auch, um anderswo wieder voranzukommen.

Klassisch "Metroidvania" eben, zumindest fast. Es gibt zwar eine Oberwelt-Karte, die dient aber eher dem groben Überblick und ist eher nutzlos. Hier hätte ich mir eine detaillierte Karte ala "Castlevania" und Co. gewünscht. Ach ja gelevelt wir übrigens auch, allerdings hatte ich das Gefühl das die Rüstungen und Schwerter ausschlaggebender sind. Der Schwierigkeitsgrad ist fordernd aber stets machbar und für die Masochisten unter euch gibt es den Hard-Mode (der hat es ordentlich in Sich).

Musikalisch werden hier auch bezaubernde Fantasy-Klänge eingeschlagen. Wo in den Dörfern noch das obligatorische Fahrstuhl-Gedudel läuft, gibt es Unterwegs treibende Chiptune-Ohrwürmer. Leider läuft in jedem Dorf und  in den vier Haupt-Dungeons immer der jeweils gleiche Track, hier wäre etwas Varianz schön gewesen.

Fazit: Auch wenn es "Aggelos" meist an Originalität mangelt, so hat es mir vor allem das Gameplay und das Balancing angetan. Jedes neue Schwert gibt euch auch wirklich das Gefühl, eine bessere Waffe zu haben. Noch dazu gibt es ein paar echt coole Fähigkeiten, wie zum Beispiel einen Portal-Schuss. Die Gegner bieten knifflige Patterns und die Endbosse erfordern oft auch etwas Einarbeitung. Wenn ihr ein paar mal durch die Karte hin und her gerannt seid, merkt ihr euch die Wege auch ohne Karte und später gibt es auch noch eine Teleportfunktion.

Während des Testens hatte ich leider einen Bug, der ein vorankommen unmöglich machte. Ich musste die Kontrolle über einen Affen übernehmen, der sich aber nicht korrekt steuern ließ. Der Bug wurde aber zum Glück bereits gepatcht und somit läuft das Game jetzt Tadellos.

Eine klare Kaufempfehlung von mir für Nostalgiker, Wonder Boy- und Metroidvania-Fans gleichermaßen. "Aggelos" gibt es im Switch eShop für schlappe 13,99 € und bei einer Spielzeit von knapp acht bis zehn Stunden eigentlich ein Nobrainer, wie man so schön sagt.

Let´s save the Kingdom.
Euer Diego Battaglia aka Deku Man X



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