IGI SWITCH


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Community Inc.

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 32 Sekunden

Community Inc.

-Review-

Spieletester war für mich immer irgendwie ein Traumberuf. Jetzt mit Ende 30 mache ich eigentlich was komplett anderes, aber darf für IGI-Switch ab und an mal meinen Senf zu einem Spiel ablassen.
Als kleine Klitsche können wir natürlich nicht wählerisch sein und nehmen die Review Codes, die wir halt so bekommen. Oft bedeutet das auch aus seiner Komfortzone zu kommen und Spiele zu spielen die man sonst nicht mit der Kneifzange anfassen würde. 
Community Inc. ist genauso ein Spiel für mich. Ich persönlich habe für das Genre wenig übrig und auch der Rest des Teams ballert halt lieber Aliens die Köpfe vom Hals.

Trotzdem ging ich natürlich unvoreingenommen an dieses Review. Doch um es gleich vorweg zu nehmen, Community Inc. hat es mir echt schwer gemacht.
Im Kern ist das Spiel eine Art Aufbausimulation. Euer Job ist es in 30 Tagen aus dem Nichts heraus eine kleine Gemeinschaft aufzubauen und das Ding am Ende gewinnbringend zu verscherbeln. 
Dazu dürft ihr euch aus einem Portal sogenannte Lings holen, die für euch die Drecksarbeit erledigen. 
Die kleinen Dudes stattet ihr dann mit nem Job aus und gebt ihnen Aufgaben. Zunächst heißt das Ressourcen sammeln, um damit wiederrum Gebäude oder Werkzeuge zu bauen. 
Dabei können eure fleißigen Kerlchen Leveln, was wiederum neue Berufe freischaltet. So baut ihr mühsam und langsam eure Community auf.
Und leider ist mühsam genau das Wort das Community Inc. am besten beschreibt. Da ist zum einen das Problem, dass ihr das Abbauen jeder Ressource manuell anweisen müsst. Das heißt euer Holzfäller fällt nur dann Holz, wenn er den Auftrag hat. Ihr seid also ständig damit beschäftig euren Arbeiter Aufgaben zuzuweisen, da sie offensichtlich geistig umnachtet sind. Doch daran konnte ich mich eigentlich recht schnell gewöhnen. Spaß hat es nicht gemacht, aber es war durchaus machbar. Was dem Spiel aber jeden Anflug von Flow nimmt, ist das heftige Micromanagement und die Abhängigkeiten. Ihr wollt ein Haus bauen? Dafür braucht es Ressourcen. Also stellt ihr Holzfäller ein und Dudes die euch das nötige Gestein zerkloppen.  Außerdem braucht es noch Pflanzenfasern, diese könnt ihr aber nur sammeln wenn ihr eine Sichel habt. Um diese herzustellen braucht ihr ne Werkbank. Also Werkbank gebaut, Sichel hergestellt und einen meiner Dudes Pflanzen sammeln lassen. Dann habe ich alles zusammen und muss Arbeiter anweisen aus den gesammelten Dingen die notwenigen Materialien anzufertigen. Also werden aus Holz zum Beispiel Bretter. Aber halt, ich brauche ja auch Dachziegel. Für die brauche ich aber wieder eine neue Klasse an Arbeiter die das auch herstellen kann und diese braucht wiederum einen anderen Arbeitsplatz. Diese Klasse kann ich aber nur einstellen, wenn ein bestimmter Arbeiter einen ausreichenden Level hat. Dazu brauch er noch das richtige Werkzeug um die Ziegel herzustellen…….BOOM das mach Spaß, NICHT!

Ganz im Ernst die Grundidee ist ja eigentlich ganz nett, aber das Spiel macht die einfachsten Aufgaben einfach zu einer Qual. 
Zum Glück ist zumindest die Menüführung einigermaßen gut gelöst. Alle wichtigen Icons sind an den Rändern des Bildes verankert. Mit einem Druck auf das Steuerkreuz bekommt ihr Zugriff auf diese. Wollt ihr also in die linke Item-Spalte, drückt ihr einfach nach links und könnt dann dort durch die Icons scrollen. Das geht schnell in Fleisch und Blut über und ist eine sehr schöne Idee.

Eher unschön ist die Optik des Spiels. Wer sich den PC-Trailer anschaut, wird ein durchaus charmantes und optisch schönes Spiel sehen. In der Switch-Fassung bleibt davon nicht viel übrig. Die Optik ist sehr unscharf und vielen Details und Animationen beraubt. Die Texturen sind nicht nur niedrig aufgelöst, sondern auch unglaublich grobpixelig. So etwas habe ich in der Tat das letzte Mal auf der ersten Playstation gesehen. 

Auch die Lichteffekte wurden sehr reduziert und sorgen sogar für spielerische Probleme. Denn nachts sieht man in der Switch Version sprichwörtlich die Hand vor den Augen nicht mehr.
Am Ende kumuliert das alles zu einem wirklich äußerst mittelmäßigen Produkt, das zwar auch nicht durch die Optik zu retten gewesen wäre, aber dem selbige am Ende endgültig das Genick bricht. Und so kann ich das Ganze nicht einmal Genrefans empfehlen.

Ich geh jetzt wieder einem Alien ins Gesicht schießen….euer David Maihöfer aka DADA



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