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Shadow Fight 2

  • By DrAgon
  • Veröffentlicht: 18.10.2018 15:56:06
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  • Zuletzt bearbeitet am: 18.10.2018 16:05:33 von DrAgon
Lesezeit etwa: 3 Minuten, 42 Sekunden

Die haben doch ‘nen Schatten!

Der „weltbekannte“ Prügelhit „Shadow Fight“ geht in die zweite Runde. Was? Ihr kenn kennt „Shadow Fight“ nicht? Macht nichts, ging mir genauso. Der Erstling erschien bereits 2014 auf IOS und Android-Systemen, später auch auf Heimrechnern. Seitdem hat das Game eine kleine Fangemeinde um sich geschart. Seit September 2018 könnt ihr die schattigen Fäuste im zweiten Teil auch auf der Switch fliegen lassen. Ob das Silhouettengekloppe was reist, klären wir hier.

Zur Einleitung gibt es einen Vorspann, der euch über die Story aufklärt. Ein ziemlich von sich überzeugter Kämpfer sucht nach neuen Herausforderungen. Der Gute puncht alles weg, was ihm vor die Handkante läuft und will zeigen, dass er den dicksten…ähhh Bizeps hat. Da kommt ihm die Legende vom Schattentor, welches in die Dämonenwelt führt, gerade recht. Schnell ist das Siegel gebrochen und schon hat er den Salat. Die Kraft der Schatten dringt heraus, verschlingt ihn und nun sieht er aus, als wäre er in ‘nen Eimer mit schwarzer Farbe gefallen. Wie ihm geht es dem Rest der Menschheit auch. Zudem sind eine Menge Quälgeister aus dem dunklen Reich entwischt und übernehmen mal soeben die Weltherrschaft. Euer schattiger „Held“ sieht nur eine Möglichkeit, die ganzen entlaufenen Prügelknaben- und Mädels umzuhauen und wieder zurück in den schummrigen Grund zu befördern.

Der Content ist recht umfangreich. Hauptsächlich befasst ihr euch mit dem Story-Mode. Ihr bewegt einen Cursor auf einer statischen Karte und wählt verschiedene Orte an, um euch mit allen möglichen Schatten die Seele aus dem Leib zu dreschen. Pro Kapitel, von denen es sechs gibt, gilt es einen Obermotz und seine Schüler zu legen. Die sind natürlich erstmal viel zu stark. Deshalb nehmt ihr an Turnieren teil oder kloppt euch durch den Survival-Mode, um Erfahrungspunkte, wertvolle Münzen und Edelsteine zu ergattern. Mit den erkämpften Devisen stattet ihr euren düsteren Streiter im Shop mit verschiedenen Waffen und Rüstungen aus. Mit den errungenen XPs steigert ihr euer Level, damit ihr bessere Ausstattung im Laden und neue Fähigkeiten im Talentbaum freischalten dürft. Zudem könnt ihr zusätzlich die Items mit genügend Kleingeld verbessern. Der Trainingsmodus ist zugleich auch der VS-Mode. Hier steht euch eine Vielzahl an generischen Kämpfern mit extrem klischeehaften Namen und keinerlei Bezug zur Haupthandlung zur Verfügung. Außerdem können noch einige Individuen frei gespielt werden.

Der Look des Games könnte beliebiger nicht sein. Schwarz gezeichnete Typen und Mädels hauen sich vor statisch und wie Theaterkulissen wirkenden Hintergründen den dunklen Sabber aus den nicht sichtbaren Mündern. Im Eifer des Gefechts verwechselt man schon mal die Kämpfer, welche sich optisch kaum unterscheiden. Lediglich ein handgezeichnetes Artwork lässt euch erahnen, wie eure Gegner aussehen könnten. Ich sage, bewusst könnten, da sich Artwork und Schattenkrieger schon allein durch die angelegten Waffen und Rüstungen unterscheiden. Die Ausrüstung ist wiederum das einzige Merkmal, um zu erkennen, welche Figur man selbst steuert. Super, da baut man richtig Bindung zu den Charakteren auf. Da könnte man gleich mit den Artworks allein die Kämpfe durch ein Stein-Schere-Papier-Minispiel entscheiden lassen. Lediglich der Sound des Games pusht die Stimmung und sorgt bei mir für etwas Begeisterung.

Das Studio „Nekki“ setzt in Puncto Gameplay auf das sogenannte Cascadeur-System. Das Tool erlaubt lebensnahe Bewegungen nachzustellen, ohne dafür Motion-Capturing einzusetzen. Vier Aktionstasten und simple Richtungseingaben mit dem Steuerkreuz oder dem Analogstick lassen die noiren Gestalten über den Bildschirm turnen. Auf das richtige Timing kommt es an, dann platziert ihr harte Treffer und könnt Angriffe des Gegners kontern. An welche Stellen ihr Schläge austeilt, spielt auch eine Rolle. Ein Kopftreffer schadet mehr als ein Rumpftreffer usw. Von Faust- bis Kickangriffe und Würfen ist aus der Welt des Kampfsports alles vertreten. Sogar mit Waffen wie Sai, Ninjaschwert, Sense und mehr dürft ihr euer Gegenüber in die Mangel nehmen. Erwartet hier kein Gameplay alá „Street Fighter“ und Co. Das Ganze spielt sich eher wie „Mortal Kombat“ ohne Special-Moves auf Valium. Die Ohrfeigerei hat dennoch Tiefe und nach etwas Einarbeitung gelingen coole Aktionen. Für mich als Fight-Game-Veteran birgt das Spiel zu wenig Varianz, schnell haben sich die Kampfbegegnungen abgenutzt und die neuen Waffen und Rüstungen bieten mir nicht genug Motivation, um weiter zu machen. Für Kampfspielneulinge ist die schattige Klopperei aber durchaus einen Blick wert, denn gerade im VS-Mode macht das bewaffnete Bodenturnen richtig Laune.

Für 15 € ist die Silhouettenparade im E-Shop zu erstehen. Ob ihr bereit seit soviel dafür zu bezahlen, bleibt euch überlassen. Ich empfehle, bei Interesse auf einen Sale zu warten

Fazit:
„Shadow Fight 2“ überzeugt weniger durch seine Präsentation, als durch die Idee eines „realen“ Kampfspiels selbst. Der flotte Sound und die Vielzahl an Upgrade-Möglichkeiten sorgen für etwas Motivation. Erfahrene Spieler könnten sich vom simplen und etwas trägen Kampfgeschehen schnell gelangweilt fühlen. Neulinge des Genres dürfen hier gerne einen Blick riskieren.

Dann kämpft einfach im Schatten…euer Tim aka Dr.Agon



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