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Ghost Blade HD & Sturmwind EX Double Feature

Lesezeit etwa: 4 Minuten, 25 Sekunden

Shmup Double Feature

Ghost Blade HD & Sturmwind EX

--- Review ---

Viele heulen noch heute der Dreamcast hinterher und nicht wenige User wünschen sich eine Rückkehr von Sega in den hart umkämpften Konsolenmarkt. Noch vor dem von Kritikern wie Usern gleichermaßen gelobten Mega Drive Mini hätte ich eher Micaela Schäfer die Hauptrolle in einer Rosamunde Pilcher Verfilmung zugestanden als das Sega wieder eine Dreamcast Konsole herausbringt. Nun sind wir aber mittlerweile alle bisschen Retro und somit stehen die Chancen für eine Dreamcast Mini (obwohl ich mich ja eher über einen Saturn Mini freuen würde) nicht schlecht und es besteht ein Fünkchen Hoffnung.

Bis dahin werden munter ehemalige exklusive Dreamcast Zocks nun auch für den Rest der Konsolenwelt neu aufgelegt und nach Gunlord X präsentieren wir euch hier ein schnuckeliges Shoot em up Double Feature.

Ghost Blade HD

Beginnen wir mit Ghost Blade HD. Das Bullet Hell Brett aus deutschen Landen flutsch superflüssig in 60fps über den Screen und bietet euch eine knallbunte Grafik irgendwo zwischen Mars Matrix und DoDonPachi. Vom Spielprinzip läuft es hier so, dass ihr euch durch Millionen von grellem Feindfeuer durchschummeln müsst und geschickt den Einsatz zwischen eurem konzentrierten Fokus-Feuermoudus und den Smartbomben abwägen müsst. Nur so neutralisiert ihr Gegnerhorden so, dass sich ihre Schüsse in Bonusitems verwandeln und ihr nicht nur lebend, sondern auch mit ratterndem Score-Zähler durch die Kugelhölle kommt.

                    

Das Optionsmenü bietet eine Menge Möglichkeiten und dank Tate-Modus, verschiedenen Skill Leveln und Remix Soundtrack dürften keine Wünsche offenbleiben.

Story ist eigentlich keine vorhanden und da der Sexismus zumindest im (Neo) Retro Bereich noch fest verankert ist, dürft ihr zwischen 3 knackärschigen Anime-Miezen und ihren quitschbunten Raumschiffen wählen. Sieht gut aus, spielt sich auch so.

Die Grafik ist schnell, bunt und gerade das Boss Design zeigt von der großen Liebe des deutschen Entwicklerteams zu den japanischen (Spielhallen) Vorbildern. Rafael Dyll ist mal wieder für den passenden Score verantwortlich und fährt Orchester Brimborium zugunsten treibender J-Pop Beats zurück.

                    

Ghost Blade HD macht einfach Laune und dürfte dank dem motivierenden Gameplay, mehreren Schwierigkeitsgraden und dem Sountrack Remix eine schöne Ergänzung in eurer Switch Shmup Sammlung darstellen. Zudem hat Entwickler Hucast sich die Kritiken des Dremacast Originals zu Herzen genommen und serviert uns somit die ultimative Version des ehemaligen Dreamcast Shooters.

 

 

Sturmwind EX

Kommen wir zu einem weiteren Vertreter der Gattung „Schaut mal, ich habe hier einen superseltenen Dreamcast Shooter, den ihr Mainstream Mösen NIE auf anderen Konsolen spielen werdet!“.

Sturmwind EX ist die aufpolierte Version des Duranik Shooters von 2013 und basiert auf der Steam Fassung des Shooters. So wurden vor allem die Grafiken überarbeitet; mancher Dreamcast User spricht gar hier aber von einer Verschlechterung der Grafik.

Ich hatte mal die Windstärke 12 Collectors Edition in den Händen und mehr habe ich vom Spiel außer auf Videos nie gesehen. Somit gehe ich völlig unvoreingenommen an die Switch Fassung heran und muss sagen, dass ich viel Spaß mit dem Spiel habe.

                    

Da wäre zunächst mal die Ausrichtung des Spiels. Während Ghost Blade HD ein klarer Vertreter der Bullet Hell Sparte ist, geht Sturmwind EX eher in die Richtung klassischer Shmups im Stil von R-Type, Gradius und Pulstar. Somit fliegt ihr mit eurem Raumjäger durch brav horizontal wie vertikal scrollende Stages und ballert haufenweise Gegner zu Klump. Dabei helfen euch 3 Waffen, zwischen denen ihr jederzeit wechseln und die ihr durch Aufsammeln des passenden Waffensymbols aufmotzen dürft.

Nicht nur beim Gameplay und den Stages; auch bei den Waffen (Vulcan!) wurde ich mehrmals angenehm an Konamis Axelay erinnert. Zur Erinnerung: Das Wasser ist nass, der Himmel blau und auf dem SNes gabs nur wenige gute Shooter und einer davon war und ist Axelay. So, Erfolg „DISKUSSION RUND UM GUTE SNES SHOOTER INITIERT“ freigeschaltet; weiter mit Sturmwind EX.

Was einem gleich in den ersten Momenten auffällt ist die unglaublich detaillierte Grafik. Das Spiel sieht einfach super aus und gerade die Bosse setzen immer noch einen drauf. Egal ob mechanische Killermaschinen oder organische Kreaturen wie ein rieisger Schädel- das Design der Bosse wird euch immer wieder mit offenem Mund vor der Switch sitzen lassen.

Auch in den Stages wird ordentlich was geboten und dank supercrisper HD Grafik, ebenso detaillierten wie abwechslungsreichen Gegnern sowie Wechsel des Scrollings werdet ihr immer gut unterhalten.

                    

Bei den Soundeffekten rummst es genauso und stellenweise musste ich bei den knackigen Digi Explosionen an mein geliebtes Fire Power auf dem Amiga denken. Der Soundträck dümpelt leider etwas belanglos im Hintergrund und die weibliche Extrawaffen-Lady könnte ruhig auch ein bisschen deutlicher ansagen machen.

Wenn wir schon bei den wenigen Kritikpunkten sind: Regelmäßig kassiere ich Treffer oder mein Raumschiff zerlegt es, weil mir nicht immer klar ist, welche Grafikelemente Backround Grafiken sind und welche als Hindernisse zu verstehen sind.

Das wäre aber so mein einziger Minuspunkt. Sturmwind EX sieht fantastisch aus, kostet keine 15 Öcken und knallt dank mehreren Modi wie Arcade- und Missionsmodus, Achievements auf der Switch (wird langsam Zeit, Nintendo!) sowie 16 umfangreichen Stages ordentlich rein. Für Switch Sammler wäre natürlich noch eine Retail Fassung oder gar eine Sammlerbox wie bei Ghost Blade HD was Feines; vielleicht nehmen sich ja die Stuttgarter von Strictly Limited mal die Windstärke 12 Edition der Dreamacst unter die Lupe…



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