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Goblin Sword - Mittendrin statt nur dabei!

Lesezeit etwa: 3 Minuten, 23 Sekunden

Der mobile Gaming-Markt überflutet uns Jahr für Jahr mit simpel gestrickten Spielkonzepten, die Jedermann/-frau/-divers ans Endgerät fesseln sollen, um euch das Hartverdiente aus der Tasche zu ziehen. Dabei entstehen oft dreiste Geldfallen, welche zudem als sinnfreie Beschäftigungstherapie den Intellekt des Users komplett verhöhnen. „Goblin Sword“ hat seinen Urprung im AppStore und versucht nun die Gaming-Freunde jenseits des mobilen Apfels zu begeistern. Ob das gelingt oder doch wieder ein Groschengrab zu erwarten ist, klären wir hier.

Die Story des kantigen Rittertrips kann man in zwei Sätzen auf ein Bierfilz kritzeln. Ein böser Zauberer hat das namensgebende Goblin Sword an sich gebracht. Nun überflutet er das Königreich mit seinen Schergen und ihr seid die einzige Hoffnung, dem Treiben ein Ende zu setzen. So weit, so gewöhnlich.

Gewöhnlich trifft auch auf die Optik des Spiels zu. Euch erwartet ein 16bittiger Klötzchen-Look, mit passablen Animationen und mittelprächtigem Sprite-Design. Dabei ist das Spiel keinesfalls hässlich. Alles ist sauber gezeichnet, die Farbpalette ist abwechslungsreich und alles wirkt zusammengefasst mit den 60 FPS recht stimmig. Der Sound düdelt mit mittelalterlichen Midi-Klängen vor sich hin. Nervt nicht wirklich, aber ist genauso schnell vergessen, wie er den Gehörgang erreicht hat. Ganz nett eben, nichts Herausragendes.

Die meiste Zeit beschäftigt ihr euch damit, hüpfend und Schwert schwingend durch die Levels zu streifen, um mit dem gesammelten Loot neue Ausrüstung für Sir Pixelot zu beschaffen. Hierbei erzeugt die griffige Steuerung, gepaart mit dem Doppelsprung, ein gutes Spielgefühl. Die einzelnen Areale beinhalten neben verschiedenen Plattforming-Herausforderungen zusätzlich noch versteckte Schätze, die es zu entdecken gilt. Von Geheimkammern, verborgenen Tränken, die eure Herzen vermehren, bis hin zu versteckten Schlüsseln, sind alle gängigen Praktiken für Secrets enthalten. Die Feindes-Schar ist recht abwechslungsreich gestaltet und auf die jeweiligen Areale angepasst. Diese stellen für geübtere Gamer allerdings nie wirklich eine große Gefahr dar. Bei den Boss-Gegnern sieht das dennoch etwas anders aus. Der eine oder andere Oberfiesling möchte etwas genauer studiert werden, bevor er mit der kantigen Klinge ins Jenseits befördert werden kann. Zudem solltet ihr das richtige Schneidwerkzeug dabei haben, um euch etwas leichter im Kampf behaupten zu können. Der Ablauf erinnert stark an die Discounter-Version von „Wonder Boy: The Dragon‘s Trap“ oder dem aktuelleren „Monster Boy“.

Ihr merkt schon, einen Innovationspreis werden wir hier keinesfalls vergeben. Trotzdem überrascht „Goblin Sword“ mit einigen Assen im Ärmel. Zunächst wäre da der beeindruckende Umfang von 89 Stages. Alle sind gespickt mit Schätzen und Geheimnissen. In jedem Level gilt es drei versteckte Kristalle zu finden. Habt ihr die gesamten „Hidden Gems“ einer Gesamt-Map gefunden, schaltet ihr dadurch ein Geheimlevel für mehr Schätze frei. Wozu die ganze Looterei, fragt ihr? Jetzt kommen wir zur zweiten großen Stärke des gerasterten Schwert-Trips. Beim Händler gibt es massig, also wirklich massig, verschiedene Klingen zu kaufen. Jedes der Schwerter hat eigene Fähigkeiten und nützliche Stärken. Nicht jedes der großen Kriegsmesser ist stärker als das andere. Vielmehr unterscheiden sich die Waffen auch durch elementare Attribute, Reichweite und den spezifischen Special-Moves. Logischerweise ist ein Feuerschwert nützlich bei Eis, usw. Neben Zauberschwertern können auch noch Rüstungen und Relikte im Shop erstanden werden. Die Abenteurergewänder dienen hauptsächlich kosmetischen Zwecken, da ihr eure Herzen durch die gefundene Tränke erweitert. Die Relikte bringen Zusatzfähigkeiten wie einen Dash, Konter-Moves,Verwandlungen und mehr mit sich. Manche der Geheimnisse lassen sich nur mit diesen Skills entdecken. So simpel das alles wirkt, bringt es doch das mit sich, was es soll: Es macht Spaß! Und für den kleinen Preis von 4,99€ im E-Shop wird doch einiges an Inhalt geboten.

Fazit:
Unterm Strich ist alles halt irgendwie so „mittendrin“. Die Grafik, der Sound und das Spielkonzept sind zwar nicht hässlich, aber so generisch, dass hier jedes Klischee eines Mobile-Games bedient wird. Allerdings überzeugt „Goblin Sword“ mit dem kleinen Preis, seiner direkten Steuerung und dem immensen Content-Umfang, weshalb trotz der einfallslosen Kulisse, Jäger nach Schätzen und Geheimnissen durchaus ihren Spaß haben werden.

Euer Sir Pixelot Tim aka Dr.Agon



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