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Mortal Kombat 11

  • By DADA
  • Veröffentlicht: 18.05.2019 20:44:28
  • 0 Kommentare

  • Zuletzt bearbeitet am: 19.05.2019 11:59:31 von KemosabeX
Lesezeit etwa: 5 Minuten, 50 Sekunden

Mortal Kombat 11

-Review-

Die Überraschung war groß als Mortal Kombat 11 auf den Game Awards auch für Nintendos kleinen Hybriden angekündigt wurde. Während Nintendo Konsolen früher immer mit dem blutigen (oder auch schweißtreibendem) Treiben versorgt wurden, hatten es die letzten Teile leider nicht in die Hände der friedlichen Klempnerfreunde geschafft.

Doch nun steckt Netherrealms neustes Werk schon seit ein paar Tagen im Cartridge Slot meiner Switch und hat es sich da gemütlich gemacht.

Was ihr für Mortal Kombat definitiv braucht, ist Platz. Denn, auch wenn auf der deutschen Hülle nirgendwo ein Hinweis zu finden ist (was ich persönlich mehr als dreist finde), braucht das Spiel 15 Gigabyte Platz. Ohne diesen Download ist das Spiel nur in sehr begrenztem Umfang spielbar. Ist das „Update“ auf eure Switch geschaufelt, kann das blutige Treiben aber losgehen.

Und beim heiligen Donnergott gibt es hier viel blutiges Treiben für eure hart erarbeiteten Koins und Scheine.

Mortal Kombat 11 ist ein verdammtes Umfangmonster das neben Story, VS und Online Modus noch einiges im Gepäck hat und euch für lange Zeit beschäftigt.

Am besten fangt ihr aber im genialen Tutorial an, in dem selbst versierte Prügelspieler noch etwas lernen können und das fast schon absurd detailliert ist. Hier lernt ihr auch gleich mal das neue Spielgefühl kennen. MK11 spielt sich deutlich anders als seine direkten Vorgänger. Das Spiel ist wesentlich langsamer geworden und wird dadurch um einiges taktischer. Es ist nun wichtiger auf den Abstand zu seinem Gegner zu achten und die richtigen Moves und Kombos für die passende Situation aus dem Ärmel zu schütteln.

Zunächst wirkte das auf mich etwas befremdlich, aber schnell fand ich gefallen an diesem extrem blutigen Schachspiel.

Ein besonderes neues Element sind die Fatal Blows, die praktisch als Ersatz für die X-Ray Moves herhalten. Der Unterschied ist, dass ihr diese erst einsetzten könnt wenn ihr kurz davor seid eure Gliedmaßen und/oder Leben zu verlieren. Landet ihr den Angriff, habt ihr die Möglichkeit den Kampf nochmals rumzureißen, um am Ende eurem Gegner etwas abzureißen.

Habt ihr euch eingegroovt, kann es losgehen. Viele wird es wohl zuerst in den Storymodus ziehen. Dieser ist auch dieses Mal richtig gut gelungen und hat mir unglaublich viel Lust auf einen neuen Mortal Kombat Film gemacht. Das Ganze fühlt sich an wie eine blutige Version der letzten Avengers Filme und macht richtig Laune. Ich will euch gar nicht zu viel verraten aber durch einen Zeitreise-Kniff (sind gerade wieder trendy), treffen in MK11 nicht nur alte und neue Charaktere aufeinander. Manch ein Charakter trifft auch auf sein altes Ich. Das kann unglaublich lustig sein wie im Fall von Johnny Cage, bietet aber auch Platz für eine Menge Drama, zum Beispiel wenn der untote Liu Kang auf sein junges Ich trifft.

Wer den Story Modus hinter sich gelassen hat, kann sich den Turm Herausforderungen widmen. Dort findet ihr neben dem klassischen Arcade Modus (mit Abspann für jeden Charakter) auch die sogenannten Türme der Zeit in denen ihr euch nicht nur eueren Gegnern stellt, sondern es auch mit allerlei Modifikationen zu tun habt. Das kann schon mal ganz schön kniffelig werden, aber zum Glück könnt ihr euch mit einer Vielzahl verschiedener Items das Leben einfach machen.

Diese findet ihr unter anderem in der Krypt (die leider in der Switch Version unglaublich hässlich ist... Ohne scheiß, das hat tatsächlich manchmal N64 Niveau). Dort erforscht ihr Shang Tsungs alte Insel, die dringend mal Besuch von Tine Wittler braucht, und entdeckt neben besagten Items auch neue Kostüme und Gegenstände, mit denen ihr euere Charaktere modifizieren könnt.

Und davon gibt’s (wie fast bei allem in Mortal Kombat 11) ebenfalls absurd viele und so könnt ihr euch richtig kreativ verausgaben und euren ganz persönlichen Schläger oder Schlägerin zusammenbasteln. Das geht sogar so weit, dass ihr euren Kreationen eigene Movesets oder Intros spendieren könnt. Also Fast wie Heid Klums Topmodel aber halt in Outworld.

Der Umfang passt und das Spielgefühl steht dem im nichts nach. Habt ihr euch an das neue Spielgefühl gewöhnt, macht MK11 einfach verflucht viel Spaß. Die Fights sind kernig, dreckig und fühlen sich unglaublich gut an. Dazu trägt auch die (fast) stabile Bildrate bei. Bis auf sehr wenige Ausnahmen läuft das blutige Geschehen butterweich.

Um das erreichen zu können musste natürlich ordentlich an der Optik geschraubt werden. Und hier sind wir am größten Problem von MK11 angekommen.

Versteht mich nicht falsch, Netherrealms Schlachtplatte ist auch auf der Switch meist ein hübsches Spiel, aber selten war ein Downgrade so deutlich wie hier.

Das fängt bei der Auflösung an. Diese ist dynamisch und fällt gerade bei Nahaufnahmen öfters negativ auf. Doch auch das Kampfgeschehen dürfte selbst kaum die 720p überschreiten. Ebenfalls deutlich reduziert wurde die Texturqualität. Die fällt im eigentlichen Kampfgeschehen selten ins Gewicht, sondern ist auch hier eher ein Problem, wenn die Kamera mal nah ran muss, um zum Beispiel einen Fatality in all seiner Pracht einzufangen.

Am wenigsten gefallen haben mir allerdings die Haare. Ich weiß nicht genau was das Problem ist, aber die Switch scheint mit der Art wie MK11 Haare rendert ein Problem zu haben. In den Screenshots sind einige Beispiele zu finden.

Doch wie gesagt alles in allem macht das Spiel auf der Switch optisch eine durchaus ordentliche Figur, auch wenn ich das Gefühl habe das ein anders Studio vielleicht noch ein wenig mehr rausgeholt hätte.

Am Ende ist das aber alles egal, denn wenn ihr in der Bahn euren ersten Fatality macht und der Oma neben euch vor Schreck dabei fast das Gebiss rausfällt, merkt ihr das ihr verflucht nochmal Mortal Kombat 11 in der Bahn auf einem Handheld spielt. Und nein ihr spielt keine abgespeckte Version, sondern habt das ganze verdammte blutige Paket.

Habt ihr übrigens Nintendos Online Paket dürft ihr auch online Schädel spalten und mit Gedärmen spielen. Dies klappte zu meiner Verwunderung ausgesprochen gut. Während ich mit anderen Fighting Games auf der Switch so meine Probleme hatte, lief hier alles ohne Probleme und mit keinem spürbaren Lag. Hier sollte sich vor allem Capcom mal ne Scheibe abschneiden.

Als Fazit lässt sich sagen, dass Mortal Kombat 11 nicht nur ein herausragend gutes Spiel ist, sondern das die Switch Version auch noch sehr gelungen ist. Momentan kann man sich auf der Switch kaum einen besseren traditionellen Prügler kaufen. Wer allerdings noch eine PS4 Zuhause hat oder einer der 3 Xbox One Besitzer ist, der muss entscheiden wie wichtig ihm die Mobilität am Ende ist. Denn obwohl das Spiel auf der Switch das gleiche bleibt, sind diese beiden anderen Fassungen deutlich hübscher.

Ich übe jetzt noch ein paar Fatalities auf dem Scheißhaus….

Euer David Maihöfer aka DADA

Auch Mark aka Kemosabe X hat sich mit Kitana und Co. angelegt:

Warframe. Wolfenstein. Und jetzt Mortal Komat 11. Es gibt immer wieder Spiele, die dank findiger Coder auch auf der Switch die Kinnladen herunterklappen lassen. Dieses Mal gilt Shiver Entertainment ein großes Lob, das 4K Gemetzel auf Nintendos Hybriden zu portieren. Ich spiele nebenher das Spiel auf der Microsoftkonsole; so richtig in 4K und vollem Pomp. Da muss man natürlich im Vergleich ehrlich sein; Texturen und gerade die Krypta Sucherei kommen da nicht an die anderen Versionen heran. Dennoch ist es eine beeindruckende Leistung und gerade im portablen Modus sieht es dann natürlich wieder anders aus. Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Programmierer und behaupte mal, neben der Street Fighter Collection und Dragon Ball FighterZ stellt Netherrealms Schlachtplatte die Bemu Speerspitze auf der Switch dar. Egal ob supertrashige Story (wenn einem einfach gar nix mehr einfällt…dann einfach ne Zeitreise einbauen!), perfekte Spielbarkeit sowie umfangreiche Charakter- und Modianzahl machen Mortal Kombat zum Pflichtpaket für alle Switch User, die ihr Prügel-Steak auch gern mal bissl blutiger haben wollen.




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